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Lübeck Hilfe im Advent: ePunkt verteilt 60 000 Euro an elf ehrenamtliche Projekte
Lokales Lübeck

Hilfe im Advent: ePunkt verteilt in Lübeck 60 000 Euro an ehrenamtliche Projekte 

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07:00 30.01.2021
In der Kundenhalle der Sparkasse zu Lübeck stehen Katja Nowroth vom ePunkt, Vorstandsvorsitzender Frank Schumacher und Pressesprecher Jörn Sanftleben von der Sparkasse zu Lübeck sowie Redakteurin Cosima Künzel von den Lübecker Nachrichten. Sie zeigen die Spendensumme in Höhe von 60 000 Euro aus der Aktion Hilfe im Advent und danken den LN-Lesern herzlich dafür.
In der Kundenhalle der Sparkasse zu Lübeck stehen Katja Nowroth vom ePunkt, Vorstandsvorsitzender Frank Schumacher und Pressesprecher Jörn Sanftleben von der Sparkasse zu Lübeck sowie Redakteurin Cosima Künzel von den Lübecker Nachrichten. Sie zeigen die Spendensumme in Höhe von 60 000 Euro aus der Aktion Hilfe im Advent und danken den LN-Lesern herzlich dafür. Quelle: Lutz Roeßler
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Lübeck

Große Freude bei der Freiwilligenagentur ePunkt und den Ehrenamtlichen in Lübeck. Dank der Aktion „Hilfe im Advent - Mach Gemeinschaft zum Geschenk“ bekommen jetzt elf Projekte und Organisationen Unterstützung. Insgesamt haben die LN-Leser in der Hansestadt rund 60 000 Euro für die Sammelaktion der Lübecker Nachrichten und der Sparkasse zu Lübeck gespendet. ePunkt kann die Gelder jetzt an das Rikscha-Projekt, die Angehörigenwohnung und viele weitere Initiativen verteilen.

Freiwilligenagentur ePunkt koordiniert die Aktion

„Es gab eine überwältigende Spendenbereitschaft“, sagt Katja Nowroth, die für den ePunkt die Spendenaktion koordiniert. Besonders bedanken möchte sich die Freiwilligenagentur bei den unzähligen privaten Spendern, die die Aktion mit kleineren Beträgen unterstützt haben. „Aber natürlich kommt eine solche Summe nicht ohne die großen Spenden der Unternehmen zusammen, die in diesem Jahr offenbar gerne lokal für Lübeck spenden wollten“, ergänzt sie.

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Immer wieder habe es Anrufe von Spendern gegeben, die für ganz bestimmte Projekte spenden wollten oder mehr über die Projektideen wissen wollten. „Es war immer ein ganz besonderes Vergnügen, die Interessierten für die Ideen zu begeistern“, erzählt Nowroth. Sogar die Spendenboxen, die wegen des Lockdowns nur wenige Wochen im Einzelhandel an den Kassen standen, wurden fleißig gefüllt: Fast 300 Euro konnte das Team allein auf diesem Weg einsammeln.

Jetzt sind die Vereine und Organisationen dran. Denn mit dem Geld sollen nun die Projekte umgesetzt werden. Und natürlich steht auch für die Umsetzung der Ideen der ePunkt den Akteuren zur Seite. „Das ist ja unser Kerngeschäft“, erklärt Nowroth lächelnd.

Die erste Rikscha wird jetzt bestellt

Bei der „Initiative Brolingplatz Lübeck e. V.“ stehen die Ehrenamtlichen schon in den Startlöchern. „Die Freude über die 12 000 Euro ist riesig“, betont Sabine Steinhauer vom Verein, „nun können wir endlich eine Rikscha bestellen.“ Laut Steinhauer kosten diese Spezialanfertigungen mit Elektromotor, Ersatzakku, Regenverdeck und Haltestange je nach Hersteller zwischen 6500 und 9000 Euro.

Diese Initiativen werden unterstützt

Förderverein für Lübecker Kinder e. V.: Das Patenschaftsprojekt des Fördervereins bringt förderbedürftige Kinder zwischen drei bis zwölf Jahren mit ehrenamtlichen Paten zusammen, die sich für mindestens ein Jahr wöchentlich mit den Kindern treffen.

Die Krebsgesellschaft SHbetreibt in Lübeck eine Gästewohnung für Menschen, deren Angehörige an Krebs erkrankt und in einer Lübecker Klinik untergebracht sind.

Wellcome unterstützt junge Familien nach der Geburt eines Babys im ersten Lebensjahr, um insbesondere Mütter zu entlasten.

Die Initiative Brolingplatz verwirklicht mit dem Spendengeld ein Rikscha-Radel-Projekt.

EKO (Ehrenamtlicher Kreis Ostseestraße): Der ehrenamtliche Helferkreis kümmert sich schon seit Jahren um geflüchtete Menschen, die in der Gemeinschaftsunterkunft in Travemünde leben.

Landwege e. V.: Landwege plant sein bereits bestehendes Angebot für Menschen mir Demenz zu erweitern. Seit 2019 haben Demenzerkrankte und ihre Angehörigen die Möglichkeit auf dem Ringstedtenhof zusammenzukommen.

Hanse-Obst e.V.: Die Umweltinitiative ist Teil der Essbaren Stadt Lübeck, pflanzt alte regionale Obstsorten und führt naturpädagogische Angebote durch.

Toranj Lübecker Kulturverein e.V.:Wie bereits im vergangenen Jahr wollte Toranj auch dieses Jahr für bedürftige Menschen, die das Angebot des Café Wut nutzen, kochen und backen.

Hansekeeper Academy Lübeck e. V.: Dieser Verein ist der erste Fußballverein, die sich explizit um die Ausbildung und Förderung von jungen Torwarten kümmert.

Live Music Now Lübeck e.V.:Gemäß der Idee des Musiker Yehudi Menuhin unterstützt der Verein junge Musiker dabei, dass sie in Krankenhäusern, Hospizen, oder Senioreneinrichtungen auftreten können.

VICTOR Lübeck:  Der Verein VICTOR Lübeck bündelt an der Uni Lübeck freiwilliges, studentisches Engagement und bietet eine Plattform, um diese Aktivitäten bekannter zu machen und zu vernetzen.

ePunkt setzt übrig gebliebene Spendengelder für das Projekt Glücksbringer ein, bei dem es um die Realisierung von Musikangeboten für in Altenheimen geht.

Auch Awo-Quartiersmanagerin Claudia Zimmermann ist dankbar, dass die Planungen für das Rikscha-Projekt nun weitergehen können. Sie koordiniert das Projekt und hofft, dass die Flotte sogar irgendwann erweitert werden kann. „Versicherung, Inspektion und Ausrüstung müssen auch bezahlt werden“, sagt sie, „da hoffen wir auf weitere Sponsoren für diese charmante Idee.“

Das ehrenamtliche Team ist begeistert

Veronika Dörre von der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft ist Ansprechpartnerin der Geschäftsstelle Lübeck und dankt herzlich für die 6000-Euro-Spende für die Angehörigenwohnung. Das ehrenamtliche Team sei begeistert und sehr dankbar für „diese großartige Unterstützung“, sagt Dörre.

Hansestadt Lübeck und ePunkt e. V. starten als Tandem

In Lübeck gibt es ein neues Serviceangebot der Stadt für ehrenamtliches Engagement. Als neue Service- und Koordinierungsstelle nimmt im Verwaltungszentrum Mühlentor die Stabsstelle Koordinierung Ehrenamt ihre Arbeit auf. Ihre Aufgabe ist es, freiwilliges Engagement zu stärken, attraktiver zu gestalten sowie die Angebote von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen stadtweit aufeinander abzustimmen.

Organisationen, Verbände und Projekte, die auf ehrenamtliche Tätigkeiten setzen, werden von der Unterstützung der neuen Stabsstelle profitieren. Sie haben ab sofort einen direkten Ansprechpartner für ihre Anliegen auf städtischer Seite. Geleitet wird die Stabsstelle von den Hauptamtlichen Lisa Rupp und Dr. Jens Ilse.

Die neue Stabsstelle wird darüber hinaus eng mit der Lübecker Freiwilligenagentur ePunkt e.V. zusammenarbeiten. Beide Tandempartner werden in enger Abstimmung mit jeweils unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten kooperieren. Stadt und ePunkt bündeln damit ihre Stärken, um gemeinsam das ehrenamtliche Engagement in der Hansestadt weiterzuentwickeln.

Das Kooperationsprojekt wird zunächst bis Ende 2022 über das Land Schleswig-Holstein im Rahmen der Ehrenamtsstrategie der Landesregierung gefördert. Als zuständiger Senator freut sich Sven Schindler (SPD): „In diesem Jahr können wir als Stadtverwaltung gemeinsam mit ePunkt durchstarten und das Engagement der Bürger in Lübeck auf ganz neue Weise stärken.“

Die Teamleiterin Stine Nielandt bei ePunkt ist ebenfalls begeistert: „Es ist einfach toll, dass wir als zivile Organisation zukünftig Hand in Hand mit der Hansestadt Lübeck, die Ehrenamtlichen in Lübeck bestmöglich in ihrem Engagement unterstützen können.“

„Wir sind alle hoch motiviert, mit unserer Tätigkeit in der Angehörigenwohnung den Krebspatienten sowie deren Familien und Freunden zur Seite zu stehen“, erklärt sie. Es sei wichtig, die Menschen in der schwierigen Zeit der Erkrankung zu begleiten und ihnen so ein wenig Kraft zu geben, sagt Dörre.

Die Gemeinschaft soll weiter gestärkt werden

Die Spendengelder werden laut Teamleiterin nicht nur für die laufenden Kosten der Wohnung, sondern auch für Fortbildungen und Schulungen des ehrenamtlichen Teams verwendet. „Vielleicht können wir darüber hinaus – sobald dies wieder möglich ist – gemeinsam ein Event, zum Beispiel einen Kochkurs, besuchen und damit die Gemeinschaft im Team noch weiter stärken“, ergänzt die Lübeckerin.

Das Ehrenamt ist wichtig für die ganze Stadt

Über das eigene Projekt hinaus sieht Dörre auch all diejenigen gestärkt, die für das soziale Miteinander unentgeltlich Großes leisten. „Es tut sehr gut, festzustellen, dass die Menschen in Lübeck durch ihre großzügige Spendenbereitschaft allen Ehrenamtlichen gezeigt haben, wie wichtig diese Arbeit für unsere Stadt ist“, sagt sie.

Große Wertschätzung gibt es von der Sparkasse zu Lübeck

Frank Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse zu Lübeck, zeigt sich bei der Spendenübergabe beeindruckt von dem Ergebnis der Aktion: „Ich bin überwältigt, wie hilfsbereit die Lübecker trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen sind“, sagt er. In Zeiten der Corona-Pandemie hätten viele Menschen selbst existenzielle Sorgen und seien trotzdem bereit, ehrenamtliche Projekte und Organisationen so großzügig zu unterstützen. „Das kann man gar nicht genug wertschätzen“, betont Schumacher.

Von Cosima Künzel