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Lübeck Haus brennt in Altstadt: 15 Personen gerettet
Lokales Lübeck Haus brennt in Altstadt: 15 Personen gerettet
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17:20 24.09.2018
Wieder Feuer im ausgebrannten Altstadt-Altstadthaus. Die Einsatzkräfte bekämpfen jetzt letzte Glutnester. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Ein historisches Wohnhaus ist am Sonntagabend in der Lübecker Altstadt in Brand geraten. Eine Frau musste von der Feuerwehr über eine Drehleiter aus dem vierten Stock des Gebäudes gerettet werden, wie die Polizei mitteilte. Sie sei mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden. 14 weitere Bewohner, darunter auch Kinder, konnten das Gebäude laut Polizei unverletzt verlassen. Die Brandursache ist auch am Montagmorgen noch unklar.

Frau mit Drehleiter gerettet

Beim Eintreffen der Feuerwehr in der Straße Wakenitzmauer schlugen bereits Flammen und Rauch aus den Fenstern des typischen Altstadthauses. Etliche Personen hielten sich noch in den Wohnungen auf. Besonders die Rückseite des viergeschossigen Gebäudes brannte bereits stark. Das Mehrparteienhaus wurde umgehend evakuiert. Insgesamt 15 Personen, darunter auch Kinder, mussten aus dem Gebäude gerettet werden. Unter den Personen befand sich auch eine Frau, die mittels Einsatzes der Drehleiter aus dem vierten Geschoss des Gebäudes gerettet werden konnte. Sie wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht, alle weiteren Geretteten sind nach bisherigem Kenntnisstand unverletzt. Sie wurden in einem bereitgestellten Bus betreut.

Klicken Sie hier, um weitere Fotos vom Brand in der Lübecker Innenstadt zu sehen.

Brandbekämpfung dauert am Montag an

Auch am Montagmorgen dauert die Brandbekämpfung weiter an, das Feuer ist noch nicht komplett gelöscht. Doch es steht schon fest: Das betroffene Haus und das Nachbargebäude sind unbewohnbar und können nicht betreten werden. Das Löschen ist wegen der dichten und verwinkelten Altstadtbebauung extrem schwierig. Durch die Einsturzgefahr wird es auch am Montag schwierig sein alle Glutnester zu löschen und die genaue Brandursache zu ermitteln. Diese ist derzeit noch unklar.

80 Feuerwehrleute im Einsatz

Zu Beginn des Einsatzes waren zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr Lübeck, verstärkt durch drei freiwillige Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Lübeck, neun Rettungswagen, zwei Notärzte und ein leitender Notarzt eingesetzt. Weitere  Einsatzkräfte und die umliegenden freiwilligen Feuerwehren wurden alarmiert.  Insgesamt sind 80 Feuerwehrkräfte vor Ort.

Die Polizei hatte den Bereich an der Wakenitzmauer und Teile der Kanalstraße großräumig abgesperrt. Beamte der Lübecker Kriminalpolizei sind vor Ort und haben die Ermittlungen aufgenommen.

Kay Steinke/RND