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Lokales Lübeck In Lübeck werden jetzt Bio-Weihnachtsbäume verkauft
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14:10 14.12.2019
Forstwirt Fred Auschra, Leiter des Holzhofes Wesloe in Lübeck: Er hat mehr als 3000 Bäume im Verkauf. Quelle: 54°/Felix König
Lübeck

Es duftet nach frischem Tannengrün und frisch geschlagenem Holz, mehr als 3000 Bäume stehen in langen Reihen und nach Größe geordnet für die Kunden zum Kauf bereit. Im Holzhof Wesloe findet jeder den passenden Weihnachtsbaum – von 80 Zentimeter hohen Bäumen, die auf Tische passen, bis zu sieben Meter hohen Exemplaren, die in Kirchen oder in großen Einkaufscentern geschmückt aufgestellt werden. „In diesem Jahr stammen mehr als 90 Prozent unserer Bäume aus biologischem Anbau“, sagt Fred Auschra (36), Verwaltungsfachwirt und Leiter des Holzhofes Wesloe, wo insgesamt fünf Forstwirte arbeiten.

Der Holzhof Wesloe bietet Weihnachtsbäume in jeder Größe.

Ohne Spritzmittel und Dünger

Aber was heißt eigentlich Bio bei einem Baum? „Während der Anpflanzung und der Pflegephase wird keine Chemie und kein Dünger eingesetzt, der das Wachstum beschleunigt“, erklärt Auschra. Das heißt, die Bäume haben ein FSC-Zertifikat oder sind Naturland- oder Bio-zertifiziert. „Die Bäume wachsen einfach mit dem normalen Klima, sie werden nicht gegen Pilze oder Insekten gespritzt.“ Die Lübecker Stadtforsten seien deutschlandweit und darüber hinaus für ihr Konzept der nachhaltigen Waldbewirtschaftung bekannt. „Es ist schön, dass wir auch zu Weihnachten den Schritt zu unbehandelten, naturbelassenen Produkten machen“, sagt Auschra.

Adventsmarkt auf dem Hof

Den ganzen Dezember hindurch ist der Holzhof wochentags von 7 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. An den Adventswochenenden findet hier neben dem Weihnachtsbaumverkauf ein kleiner Weihnachtsmarkt statt, es gibt Mutzen, Grillwürste und Punsch, aber auch Kunsthandwerk aus Holz und Handarbeiten. Eine Imkerei bietet ihren Honig an, der Holzhof selbst verkauft Sitzmöbel für den Garten. Die Kreisjägerschaft hat einen Infostand aufgebaut, die Waldjugend unterstützt den Markt.

Viele Bäume aus der Region

Bei den Kunden sei auch das Bewusstsein für regionale Produkte gewachsen, erklärt der Holzhofleiter. „Die Kunden fragen oft nach der Herkunft eines Baumes.“ In diesem Jahr setzt der Holzhof Wesloe deshalb ganz auf Bäume aus Deutschland, nachdem noch im Vorjahr bis zu 65 Prozent der Bäume aus Dänemark importiert worden waren. „Über eine Ausschreibung sind wir bei vielen kleineren Bio-Produzenten fündig geworden.“ Die Bäume kommen aus dem Segeberger Forst und aus der Nähe von Bad Bramstedt, aus der Nähe von Lennestadt im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) und aus dem Harzvorland. Etwa 800 Bäume steuert der Stadtwald Lübeck selbst bei, aus den Revieren Falkenhusen und Behlendorf. „Unsere eigenen Bäume haben wir mit einem weißen Fähnchen markiert“, sagt Auschra, der seit 19 Jahren beim Stadtwald Lübeck arbeitet und seit 2017 den Holzhof Wesloe leitet.

Er verleiht der Weihnachtszeit Gemütlichkeit. Welche Sorten sich die Deutschen in Wohnzimmer stellen und wo sie den Baum kaufen, lesen Sie in der Galerie.

Nordmanntanne ist der Favorit

Die ganz großen, sieben Meter hohen Bäume liefert der Holzhof zum Beispiel an die Lübecker Kirchen St. Marien und St. Jakobi, aber auch an Hotels, Autohäuser oder andere große Geschäfte. Die durchschnittliche Größe für den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer liege zwischen 1,70 Meter und 1,80 Meter. Am beliebtesten sei nach wie vor die Nordmanntanne, sie macht etwa 75 Prozent der Verkäufe aus. Ein laufender Meter Nordmanntanne kostet 22 Euro, ein Meter Edeltanne (Blaufichte) liegt bei 16 Euro, ein Meter Rotfichte bei 12 Euro. Außerdem bietet der Holzhof auch Schnittgrün zur Grababdeckung oder zum Kränzebinden an. Im vergangenen Winter habe man etwa 3500 Bäume verkauft, in diesem Jahr werden es ähnlich viele sein, schätzt Auschra. „Wir freuen uns, jedes Jahr zahlreiche Stammkunden begrüßen zu können.“

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Von Christian Risch

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