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Lübeck So eine Schweinerei
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15:24 21.12.2018
Holzkeiler „Edgar“ hat sich im schönen Vorgarten sehr wohlgefühlt. Quelle: Gabriela Pokatis
St. Jürgen

„Edgar“ war äußerst beliebt in der Nachbarschaft. „Immer wieder sind Kinder gekommen, um ihn zu besuchen“, sagt Gabriela Pokatis. Die pensionierte Försterin wohnt im Reiherstieg 10 und liebt Wald und Flur. Als stete Erinnerung an ihren früheren Beruf hatte sie sich vor zwei Jahren „Edgar“ in den Vorgarten gestellt. „Ein lebensgroßer Keiler, angefertigt aus Treibholz von Künstler Markus Schönrock von Driftwood Art und etwa 1000 Euro wert“, erklärt sie. Doch jetzt ist „Edgar“ weg – gestohlen am helllichten Tag, am Mittwoch, 5. Dezember.

„So, wie es sich zugetragen hat, zeugt das von einem total abgebrühten Diebeszug“, resümiert die Leidtragende, „das war auch der Kommentar der Polizei, als ich es angezeigt habe.“ Am Morgen des Tattages sei ein etwa 50 Jahre alter Mann – „korrekter Haarschnitt, korrekt dunkel gekleidet“ – immer auf Höhe ihres Hauses auf und ab gegangen, mit Handy in der Hand und habe permanent ihren Garten, die Fenster und die Umgebung beobachtet, erinnert sie sich. Als sie dann das Haus verlassen habe, musste sie sich noch schmunzelnd den Kommentar eines Nachbarn „Der will bestimmt Dein Schwein klauen“ anhören.

Große Sorgen musste sich Gabriela Pokatis eigentlich nicht um ihren hölzernen Schwarzkittel machen – aufgrund seiner Größe und seines Gewichtes von 50 Kilo konnte man sich ihn nicht eben mal unter den Arm klemmen. Außerdem war er mit Bodenankern einen knappen halben Meter tief in der Erde fixiert. „Naja, ich kam jedenfalls erst im Dunkeln wieder nach Hause, so dass ich erst am nächsten Morgen das Fehlen von ,Edgar’ bemerkte“, erzählt sie.

Was passiert war, erfuhr sie dann von ihrer Nachbarin. „Ja, das habe ich gesehen, wie er abtransportiert worden ist. Ich dachte, sie hätten das Schwein verkauft“, bekam sie zu hören. Ein heller Lieferwagen mit schwarzer Aufschrift sei vorgefahren, und ein Mann habe „Edgar“ ganz routiniert eingeladen. Im Vorgarten sei alles fein säuberlich hinterlassen worden. Jetzt zählt Gabriela Pokatis auf aufmerksame Zeitgenossen und die Polizei, die sachdienliche Hinweise unter Telefon 04 51/13 10 entgegennimmt. „Schließlich kann man ,Edgar’ nicht eben mal so in der Vitrine im Wohnzimmer verschwinden lassen“.

Michael Hollinde

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