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Lübeck Horror-Crash auf A1: Acht Verletzte, zwei Menschen in Lebensgefahr
Lokales Lübeck Horror-Crash auf A1: Acht Verletzte, zwei Menschen in Lebensgefahr
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08:56 08.06.2019
Die A1 am Autobahnkreuz Lübeck wurde nach einem schweren Unfall in Richtung Hamburg gesperrt. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Am Freitag ist es gegen 19.10 Uhr zu einem schweren Unfall auf der Autobahn 1 am Autobahnkreuz Lübeck gekommen. Drei Autos sind miteinander kollidiert, acht Personen wurden verletzt, drei davon schwer. Zwei Menschen schweben in Lebensgefahr.

Nach ersten Angaben der Polizei war die 66-jährige Fahrerin eines Fiat Puntos aus Hamburg auf der mittleren Fahrspur nach einem vorausgegangenen Stau liegengeblieben. Dies erkannte der 41-jährige Fahrzeugführer eines ebenfalls aus Hamburg stammenden Mercedes zu spät und krachte in den stehenden Fiat Punto.

Klicken Sie hier, um weitere Bilder von dem schweren Unfall zu sehen, der sich am Freitagabend auf der A1 bei Lübeck ereignet hat.

Durch den Aufschlag kam der Mercedes ins Schleudern und blieb nach etwa 150 Meter auf dem linken Fahrstreifen stehen. Der Punto wurde dabei auf die rechte Fahrspur katapultiert. Alle fünf Insassen des Mercedes wurden verletzt, eine Person trug schwere Verletzungen davon.

Seat-Fahrer musste reanimiert werden

Ein folgender Seat Altea aus dem Kreis Tübingen konnte auf der Hauptfahrspur sein Fahrzeug ebenfalls nicht mehr stoppen und ist mit hoher Geschwindigkeit in den Fiat Punto gekracht. Beide Fahrzeuge wurden dabei gegen die rechte Leitplanke geschleudert und von dort zurück auf die Hauptfahrspur, auf der sie erst fast 100 Meter weiter zum Stehen kamen. Sowohl die 66-jährige Fiat-Fahrerin wie auch der Fahrer des Seat wurden lebensgefährlich verletzt.

Der Seat-Fahrer wurde von den Rettungskräften vor Ort reanimiert und anschließend zügig in die Lübecker Universitätsklinik gefahren. Sein Beifahrer wurde leicht verletzt.

Unfallstelle glich einem Trümmerfeld

Alle acht Verletzten wurden mit Rettungswagen in Lübecker Kliniken gebracht. Neben dem leitenden Notarzt waren zwei weitere Notärzte sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst zur Versorgung der Verletzten an der Unfallstellen im Einsatz.

Die Lübecker Feuerwehr wurde mit Kameraden der Berufsfeuerwehr Wache 1 sowie einem Zug der Freiwilligen Feuerwehr an die Einsatzstelle gerufen. Neben der Befreiung und Erstversorgung der verletzten Personen, mussten auch größere Mengen auslaufender Betriebsstoffe abgestreut werden.

Eine Rettungsgasse kann Leben retten – denn durch sie gelangen Helfer schneller zur Unfallstelle. Die Bildergalerie zeigt, wie Sie im Ernstfall eine Gasse für die Retter bilden.

Die Unfallstelle, die sich genau auf der Brücke über die A20 befand, glich über alle drei Fahrspuren hinweg auf einer Länge von über 200 Meter einem Trümmerfeld.

Gaffer behinderten die Aufräumarbeiten

Zur Klärung der Unfallursache wurde, in Absprache mit der Staatsanwaltschaft, ein Gutachter herbeigezogen. Alle drei Fahrzeuge wurden durch den Unfall total zerstört und mussten durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden.

Die Autobahn 1 war während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen, sowie der anschließenden Reinigungsarbeiten bis 23.20 Uhr voll gesperrt. Nachdem die Polizei den sich zurückstauenden Verkehr zur Anschlussstelle Moisling zurückfließen ließ, konnte der Verkehr in Fahrtrichtung Hamburg einspurig auf der rechts neben der Unfallstelle befindlichen Durchgangsspur zur A20 vorbeigeleitet werden.

Hierbei hatte die Polizei trotz klarer Motivation zur zügigen Vorbeifahrt immer wieder mit neugierigen Fahrzeugführern zu tun. Doch die Beamten haben die dreistesten Gaffer fotografisch festgehalten und deren Kennzeichen notiert. Sie müssen nun mit einer entsprechenden Anzeige rechnen.

Wie gefährlich sind Schleswig-Holsteins Straßen? 2018 etwa starben 92 Menschen bei Unfällen im Land. Klicken Sie sich durch die Fotostrecke zu Unfällen, die sich 2019 in Schleswig-Holstein ereignet haben, und fahren Sie bitte vorsichtig.

RND/Mopics/aab

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