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Lübeck Hotel mit Anpfiff
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20:10 16.02.2017
Von Hanno Kabel
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L�beck

Lübeck fehlt ein Kulthotel für die Generation Ü40. Vielleicht gründe ich es eines Tages. Das Konzept steht schon.

Die Gäste übernachten – nach Geschlechtern getrennt – in nach Fußschweiß riechenden Schlafsälen mit quietschenden Etagenbetten aus Eisen. Wer Zahnpasta unter die Türklinke schmiert oder nach 22 Uhr Lärm macht, bekommt einen Anpfiff. Was Lärm ist, entscheidet das Personal. Wer den Schlafsaal des anderen Geschlechts aufsucht, fliegt raus. Wer seine Decke am Morgen nicht penibel nach Vorschrift am Fußende zusammenlegt, bekommt einen Anpfiff.

Zum Frühstück gibt es Schwarzbrot oder Feinbrot (sonnabends Brötchen, sonntags zähe Brötchen) mit Margarine und Wurst (eine Sorte), Käse (eine Sorte) oder Marmelade (eine Sorte), dazu lauwarmen Malzkaffee oder Tee (Hagebutte). Wer mit eingeschmuggelter Cola erwischt wird, bekommt einen Riesen-Anpfiff. Zum Mittagessen gibt es Nudelpampe mit roter Soße, dazu Wasser oder lauwarmen Tee (Hagebutte).

Zum Abendbrot gibt es Schwarzbrot oder Feinbrot mit Margarine und Wurst (eine Sorte) oder Käse (eine Sorte), dazu lauwarmen Tee (Hagebutte oder Pfefferminz) aus scheppernden Blechkannen. Nach jedem Essen werden einzelne Gäste zum Küchendienst verpflichtet. Wer nicht ordentlich abtrocknet oder beim Tischabwischen schlampt, bekommt einen Anpfiff.

Die Kenner werden es längst wissen: Das Konzept orientiert sich an der Jugendherberge, wie sie früher war – bis auf die Übernachtungspreise, die sich ausschließlich an meinem Profitinteresse orientieren. Nostalgie gibt es nicht zum Billigtarif.

LN

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