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Lokales Lübeck IHK zu Lübeck ehrt neue Führungskräfte
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11:56 27.03.2019
Hat konsequent und zielstrebig seine Berufschancen vergrößert: Justin Bröer ist mit 24 Jahren Meister.
Hat konsequent und zielstrebig seine Berufschancen vergrößert: Justin Bröer ist mit 24 Jahren Meister. Quelle: Lutz Roeßler
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Ein bisschen aufgeregt, das räumt Justin Bröer ein, sei er schon. Zwar hat er alle Prüfungen hinter sich, doch an diesem Abend erhält er seinen Meister in Form einer Schmuck-Urkunde – und das in sehr festlichem Rahmen und in Begleitung seiner Eltern.

Den richtigen Zeitpunkt gewählt

Unmittelbar nach der Ausbildung bei den Entsorgungsbetrieben Lübeck (EBL) gleich den Meister zu machen, war für den 24-jährigen Industriemechaniker eine folgerichtige Entscheidung. „Es passte alles gut“, sagt er, „vor allem habe ich mir gedacht, es ist leichter, als wenn ich später Familie habe.“ Justin arbeitet auch als Meister erst einmal weiter bei den EBL, irgendwann wird er Bewerbungen schreiben. „Ich würde sehr gern bei der Stadt bleiben“, sagt er.

203 Absolventen aus dem Kammerbezirk

Justin ist einer von etwa 120 der insgesamt 203 neuen Meister, Fach- und Betriebswirte. Sie kommen aus der Hansestadt Lübeck sowie aus den Kreisen Ostholstein, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg und wurden jetzt in den Media Docks ausgezeichnet. Die Hamburger Band Voice 4 Soul sorgte für musikalische Auflockerung, die Überreichung der Schmuck-Urkunden durch IHK-Präses Friederike C. Kühn und IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning bildeten den Höhepunkt des Abends.

IHK-Präses Friederike C. Kühn (l.) und Hauptgeschäftsführer Lars Schöning überreichten den Fachwirtinnen für Systemgastronomie, Abir Itmiman Moussa (2. v. l.) und Laura Bannert die Schmuck-Urkunde. Quelle: Lutz Roeßler

„Gleichbedeutend mit akademischen Abschlüssen“

Friederike C. Kühn fand lobende Worte für die erfolgreichen Absolventen der Weiterbildung. „Sie haben bewiesen, dass Sie Power und Durchhaltevermögen haben“, befand sie, und: „Sie haben sich in den vergangenen Monaten wie ein Unternehmen organisiert – lassen Sie das zum Alltag werden.“ Die nun erworbenen Abschlüsse seien gleichbedeutend mit akademischen Abschlüssen – „nur mit dem Vorteil, dass Sie alle Praxiserfahrung haben“.

Aktiv ins Unternehmen einbringen

Kühn nahm die erfolgreichen Absolventen aber zugleich in die Pflicht und forderte sie auf: „Bringen Sie sich ein, die Zukunft Ihres Unternehmens aktiv mitzugestalten. Sie gehören jetzt zur Bildungs- und Führungselite unseres Landes.“

IHK-Prüfer anwerben

Im lockeren Talk mit den beiden zivilen Tauchern Meik Schäftner und Sebastian Hülsmann warf IHK-Sprecher Can Özren ein Schlaglicht auf ein eher unbekanntes, aber interessantes und zukunftsträchtiges Berufsbild. Prüfer Thomas Freudenberg leitete über zu Dr. Ulrich Hoffmeister. Der Leiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Lübeck warb bei den neuen Führungskräften vehement dafür, sich als Prüfer zur Verfügung zu stellen. Das, so Hoffmeister, bringe sehr viel Spaß, „außerdem lernt man selbst dabei immer etwas hinzu“. Prüfern gehe es nicht darum, zu zeigen, was die Prüflinge nicht könnten, „sondern zu zeigen, was sie können“.

Zum Abschluss der feierlichen Veranstaltung genossen die Absolventen, ihre Begleitung sowie die Gäste aus Politik und Wirtschaft einen kleinen Imbiss.

Sabine Risch