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Lübeck Ideen für Schlutup 2040 diskutiert
Lokales Lübeck Ideen für Schlutup 2040 diskutiert
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15:00 26.10.2019
Wo sollen die Schlutuper einen Treffpunkt bekommen? Diese und weitere Fragen haben die Teilnehmer des Workshops zum Stadtteilleben diskutiert. Quelle: Lutz Roeßler
Schlutup

Gedränge in der Aula der Willy-Brandt-Schule: Wie soll ihr Stadtteil 2040 aussehen? Darüber diskutierten die Bewohner des Stadtteils am Donnerstagabend in zwei Workshoprunden. Mit am Tisch saßen auch Vertreter aus den zuständigen Fachbereichen der Stadt. Es ging um Themen wie Stadtteileben und Mobilität, aber auch Naturschutz und Wirtschaft.

Kinderfreundlicherer Stadtteil mit guten Radwegen und genügend Zebrastreifen

Luisa Thiele nimmt am Workshop zum Thema Wohnen und Stadtteilleben teil. Mit dabei ist auch ihre Tochter Henriette. Besonders kinder- und familienfreundlich findet sie den Stadtteil aber nicht. Rad- und Fußgängerwege seien schlecht ausgebaut, es fehlen Ampeln und Zebrastreifen, die Spielplätze im Stadtteil würden vernachlässigt. Dabei wünscht sie sich für ihre Tochter, dass sie sich in Schlutup auch dann noch wohlfühlt, wenn sie erwachsen ist und vielleicht sogar selbst Kinder hat. „Ich würde mich freuen, wenn sich Schlutup so entwickelt, dass sie hier wohnen bleiben möchte.“ Dafür müsse aber gerade für die Verkehrsanbindung des Stadtteils noch einiges getan werden.

Immer mehr Klassen besuchen das Grenzmuseum

Volker Krause sitzt nur einen Tisch weiter im selben Workshop. Dass er Schlutup noch einmal den Rücken kehrt, ist dagegen unwahrscheinlich. Er lebt seit 67 Jahren dort und hat den Stadtteil als Kind noch vor der innerdeutschen Teilung kennengelernt. Mit seinem Bruder ist er im Winter dort Schlitten gefahren, wo später einmal der Todesstreifen entstehen sollte. „Die Strecke wurde mit Pferd und Wagen gepflügt, und dann ging’s los“, erinnert er sich. Diese besondere Rolle in der jüngeren deutschen Geschichte sei ein Alleinstellungsmerkmal für den Stadtteil.

Gemeinschaftsraum für Jung und Alt erwünscht

Deshalb müsse das Grenzmuseum ausgebaut werden. „Das Museum an sich ist super, aber viel zu klein“, sagt Volker Krause. Immer mehr Schulklassen würden das Museum besuchen. Um diesen Andrang bewältigen zu können, wünscht er sich aber auch mehr Unterstützung aus der Stadt. In jedem Fall soll das Museum aber an seinem jetzigen Standort in der Mecklenburger Straße bleiben. „Das ist das Originalgebäude, in dem damals der Grenzposten gesessen hat. Das muss erhalten bleiben“, so der 67-jährige. Um Jung und Alt in Schlutup wieder näher zusammenzubringen, wurde auch die Idee für ein Gemeinschaftshaus im Stadtteil diskutiert. Aktuell teilen sich zum Beispiel das Grenzmuseum und der Jugendclub seit Jahren ein Gebäude.

Von Sophie Schade

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