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14:12 22.12.2018
Das Geschehen auf der Mülldeponie Ihlenberg im benachbarten Mecklenburg interessiert die Lübecker. Quelle: dpa
Lübeck

Die Forderung der Lübecker Politiker und Behörden, mehr Informationen über die Vorgänge auf der Sondermülldeponie Ihlenberg zu bekommen, stößt auf taube Ohren. „Der Umgang ist empörend“, ärgert sich Umweltsenator Ludger Hinsen (CDU), „die Geschäftsleitung der Deponie ist sehr bemüht, aber die Behörden mauern.“

Umweltsenator Ludger Hinsen (CDU) kritisiert, dass die Behörden in Sachen Ihlenberg mauern. Quelle: Olaf Malzahn

Im Auftrag des Umweltausschusses der Bürgerschaft hat er an die zuständigen Ministerien in Schwerin und Kiel geschrieben. Aus Schwerin habe er noch keine Antwort erhalten. Aus Kiel kam jetzt eine Mail. Danach hat sich der Kieler Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) bei seinem Amtskollegen in Schwerin dafür eingesetzt, dass sowohl Schleswig-Holstein als auch Lübeck an dem Deponiebeirat beteiligt werden möchten. Außerdem habe Albrecht um Aufklärung über angebliche Überschreitungen von Schwermetallgrenzwerten gebeten. Hinsen: „Daraufhin ist Albrecht mitgeteilt worden, derartige Überschreitungen gebe es nicht.“

Die Lübecker wollten am 17. Januar an einer nicht-öffentlichen Expertenanhörung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit zur Deponie teilnehmen. „Das ist abgelehnt worden“, bestätigt Silke Mählenhoff (Grüne), Vorsitzende des Umweltausschusses, „die Teilnahme von Vertretern Lübecks sei nicht vorgesehen.“ Mählenhoff, die ein entsprechendes Schreiben aus Schwerin erhielt: „Dass berechtigte Interessen der Hansestadt an den Vorgängen einfach ignoriert werden, finde ich unverständlich.“

Silke Mählenhoff (Grüne), Vorsitzende des Umweltausschusses, erhielt eine Absage aus Schwerin. Quelle: LN-Archiv

Seit Wochen ist die Sondermülldeponie Thema, weil ein Gutachter Überschreitungen bei Grenzwerten behauptete und anschließend erhöhte Tritiumwerte auf der Deponie gemessen wurden. Da werden die Lübecker sofort hellhörig, weil sie sich um ihr Grundwasser sorgen. Alle bisher vorliegenden Messungen haben allerdings keinen Hinweis ergeben, dass Sickerwasser von der Ihlenberg Deponie nach Lübeck durchsickert.

Der Kieler Umweltminister Albrecht will mit Landespolitikern und Kommunalpolitiker Mitte Januar die Deponie besuchen. Das wurde am Mittwoch im Umweltausschuss des Kieler Landtages bestätigt, erklärt die CDU-Landtagsabgeordnete Anette Röttger, die in diesem Gremium sitzt. Die Lübecker Bitte, in den Deponiebeirat von Ihlenberg aufgenommen zu werden, sei nach Schwerin geschickt worden.

Kai Dordowsky

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