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Lübeck Im Herbst 2016 soll hier wieder gebetet werden
Lokales Lübeck Im Herbst 2016 soll hier wieder gebetet werden
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20:10 30.06.2015
Vorstand der Jüdischen Gemeinde: Alexander Olschalski (r.) und Oleg Nakoshnyy.
Innenstadt

Das Mauerwerk ist wieder trocken, der Boden der Gebetshalle wurde mit einem 1,20 Meter dicken Betonsockel ausgegossen, die Frauenempore wurde stabilisiert, und die Wohnungen im Dachgeschoss wurden entfernt. Seit knapp einem Jahr wird die Lübecker Synagoge in der St.-Annen-Straße umfangreich saniert. Die Macher und Planer zeigten jetzt den Geldgebern, Schirmherren und Nutzern, wie weit der Bau fortgeschritten ist. Mit dabei Bürgermeister Bernd Saxe (SPD), Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos), Renate Menken (Possehl-Stiftung), der Landesvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Igor Wolodarski, der neue Vorstand der Lübecker Gemeinde und der neue Lübecker Rabbiner Dr. Yakov Yosef Harety.

Vor fünf Jahren begannen die Planungen, das marode Gebäude wieder in Schuss zu bringen. Von der ursprünglichen Bausumme von neun Millionen Euro musste sich die Jüdische Gemeinde schnell verabschieden. Sie hat keine Eigenmittel und ist komplett auf Zuwendungen des Bundes, Landes und der Stiftungen angewiesen. Die gläserne Kuppel, der Gebäudedurchbruch bis ins Dachgeschoss, die gewölbte Decke in der Eingangshalle und eine andere Fassade werden nicht kommen. Etwas über drei Millionen Euro hat der Beirat mittlerweile eingeworben, weitere 840000 Euro werden in diesem Jahr beantragt. „Mit dann 3,9 Millionen Euro werden die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein“, erklärte Dr. Volker Zahn, früherer Bausenator und Vorsitzender des Beirates, der die Sanierung begleitet.

Der Gebetsraum ist mittlerweile vollständig eingerüstet, der neue Boden ist gegossen, die Archäologen haben ihre Arbeit abgeschlossen. „Die Funde werden jetzt ausgewertet“, erklärt Prof. Manfred Gläser, Leiter der Archäologie. Die Ornamente an den Wänden der Gebetshalle werden freigelegt. Das Gebäude erhält eine neue Heizung. Die Bestuhlung der Synagoge wird erneuert. Ein Fahrstuhl wird durch das ganze Gebäude führen. Im Keller entstehen neue Sanitärräume. Im Herbst nächsten Jahres soll das Gebäude so weit erneuert sein, dass die Jüdische Gemeinde den Gebetssaal wieder nutzen kann.

Im Dachgeschoss werden die Sanierungsarbeiten weitergehen. Hier sollen die Verwaltung, die Bibliothek, die Sozialberatung und der Vorstand einziehen. Im benachbarten Verwaltungsgebäude sollen dann Wohnungen entstehen. Wann die Gesamtbaumaßnahme abgeschlossen ist, steht laut Architekt Schröder-Berkentien noch nicht fest. Klar sei nur, dass die Gesamtkosten weiterhin bei 6,3 Millionen Euro liegen. Der neue Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Alexander Olschalski, dankte den Geldgebern und Förderern für ihre Hilfe.

dor

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