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Lübeck 50 Jahre engagiert für Lübeck
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16:32 22.12.2018
Stoßen mit Jubiläums-Sekt auf 50 Jahre Inner Wheel Club Lübeck an: Heike Schumacher (v. l.), Dorle Plunien, Petra Jürgensen und Gabriele Pötschke. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

 „Wir wollen nicht die Ehefrauen von . . . sein, wir sind eigenständig“, sagt Gabriele Pötschke freundlich, aber bestimmt. „Wir“, das sind die 48 Damen des Inner Wheel Clubs Lübeck, die gleich zwei Mal Grund zum Feiern haben: Am 26. November 1968 gründeten Lübeckerinnen auf Initiative des jetzigen Ehrenmitglieds Lina Höhl den ersten Inner Wheel Club Deutschlands, am 13. September 1969 wurden sie in Anwesenheit der Weltpräsidentin Helena Forster „gechartert“, also in die Weltgemeinschaft aufgenommen.

Blättern schmunzelnd in Fotoalben ihres Clubs aus den 60er und 70er Jahren: Petra Jürgensen (v. l.), Dorle Plunien, Gabriele Pötschke und Heike Schumacher. Quelle: Sabine Risch

Was Gabriele Pötschke sagt, hat einen Hintergrund: Ursprünglich nämlich war Inner Wheel der weibliche Ableger der Rotarier – nur als Ehefrau oder Tochter eines solchen war es möglich, in den Inner Wheel Club aufgenommen zu werden. Das hat sich entscheidend geändert: „Wir sind für alle offen, die Interesse an unserer Arbeit haben und sich einbringen wollen“, sagt „Incoming“-Präsidentin Dorle Plunien.

„Freundschaft, gegenseitiger Respekt und Toleranz“, so lauten die Leitgedanken der Inner Wheel-Damen, die mit ihrem Club allein im Jahr 2017/2018 einen Betrag von 10 000 für wohltätige Zwecke aufbrachten – ermöglicht durch Benefiz-Aktionen und sogenannte „Hands-on-Projekte“.

Wie die Kaffeetafel im Altenheim Rotkreuz, die die Clubmitglieder zweimal im Monat gestalten – mit Vorlesen und ganz viel „selbst gebackenem Kuchen, den wir mitbringen“, sagt Heike Schumacher. Aber auch für Flüchtlinge, den Kinderschutzbund, den pädagogischen Mittagstisch und für die Kinder, die mit ihren Müttern im Frauenhaus untergekommen sind, engagieren sich die Clubmitglieder. Darüber hinaus unterstützen sie Deutschland-Stipendien der Musikhochschule, die Tafeln und im Jubiläumsjahr auch das Gesundheitsmobil.

Zu tun gibt es eine Menge, das Geld für viele Projekte erwirtschaften die Damen durch Aktionen wie den Weihnachtsmarkt, für den sie kiloweise Plätzchen gebacken und Marmelade gekocht haben. Oder den Sommermarkt mit dem Inner Wheel Club Holstentor, dem Zonta-Club, dem Soroptimist-Club und dem Club Lions Liubice. Dorle Plunien: „Es gibt keine Konkurrenz unter den verschiedenen Clubs.“

Warum sich die einzelnen Mitglieder gerade für den Inner Wheel Club und nicht für einen anderen Frauen-Serviceclub entschieden haben, kann keine von ihnen hundertprozentig sagen. „Man möchte sich engagieren – und man fährt oft in andere Städte, lernt eine Menge kennen“, begründet die aktuelle Präsidentin Petra Jürgensen ihre Mitgliedschaft. Man treffe und finde überall Freunde, ergänzt Heike Schumacher. Für Gabriele Pötschke war es, „als ich mit 52 Jahren nach Lübeck kam, eine gute Gelegenheit, schnell Kontakte zu finden und Lübecker kennenzulernen.“ Und die künftige Präsidentin Dorle Plunien ist in einem Rotarier-Haushalt groß geworden „und immer im Service-Club geblieben.“

Kontakt

Die Mitglieder des Inner Wheel Clubs Lübeck treffen sich jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Restaurant „Zimberei“ der Gemeinnützigen, Königstraße 5-7, Telefon 0451/73812.

Interessierte Frauen können gern zum Treffen kommen, sollten aber zuvor Kontakt mit Petra Jürgensen aufnehmen über die Homepage: https://www.innerwheel.de/luebeck/.

Wie bei Service-Clubs üblich, unternehmen die Mitglieder auch Reisen zu befreundeten Clubs im In- und Ausland. So waren die Inner Wheel-Damen unter anderem in Basel, Berlin, Potsdam, Helsingborg und Danzig – und trafen überall auf Freundinnen aus einem der insgesamt weltweit rund 3700 Clubs.

Ihr Gründungsjubiläum haben die Damen bereits im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier gewürdigt. Die große Feier, die 50. Wiederkehr ihres Charter-Jubiläums, feiern sie im September 2019 drei Tage lang – unter anderem in St. Marien und einer Gala im Radisson Blu Senator Hotel. Selbstverständlich reisen dann auch Gäste aus dem Ausland an, um Deutschlands ältestem Inner Wheel Club die Ehre zu erweisen.

Bis dahin werden die 46 Mitglieder des Lübecker Clubs bereits wieder einiges an Spenden für gute Zwecke aufgebracht haben – allein schon durch den Verkauf des eigens kreierten Jubiläums-Sekt. Von jeder verkauften Flasche gehen 2,50 Euro als Spende in die Kasse des Service-Clubs. Ach ja, und dann ist da noch etwas, was die Damen sich vorgenommen haben: „Früher hieß es immer, wir sollten im Stillen wirken“, sagt Gabriele Pötschke. „Jetzt wollen wir verstärkt an die Öffentlichkeit gehen.“

Sabine Risch

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