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Lübeck Jetzt doch: Travemünder Allee wird umgebaut
Lokales Lübeck Jetzt doch: Travemünder Allee wird umgebaut
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17:54 30.01.2019
Travemünder Allee: Ab April wird umgebaut. Denn die Radler sollen auf der Straße fahren – auf einem Radweg. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

Das ging fix: Die Travemünder Allee wird für eine Million Euro völlig neu gestaltet. Los geht es im April, Mitte August soll alles fertig sein. Betroffen sind täglich mehr als 12 450 Autofahrer und 3650 Radfahrer. Das Projekt haben die Politiker am Dienstag abgesegnet. Denn die Stadt hat die Neugestaltung nach massiver Kritik des Bauausschusses geändert. Der hatte das Projekt im Dezember abgelehnt. Der Umbau kostet 1,02 Million Euro, davon übernimmt das Land 250 000 Euro. Dieses Fördergeld wäre weg gewesen, wenn die Politiker bei ihrem Nein geblieben wären.

Radweg wird breiter

Der Grund für den Umbau sind die Baumwurzeln. Die Stadt will die Radwege an der Travemünder Allee verbreitern. Doch die Wurzeln der alten Bäume sind im Weg. Ein breiterer Radweg würde die Allee gefährden. Stadtauswärts verläuft der Radweg aktuell direkt neben der alten Baumallee – fernab der Travemünder Allee. Künftig kommen die Radfahrer auf die Straße und erhalten eine eigene Spur. Daher wird jetzt die komplette Travemünder Allee umgebaut. Dort fällt der Mittelstreifen weg – und Parkplätze.

Der große Plan

Die Stadt hatte viel vor – für den Gustav-Radbruch-Platz und die Travemünder Allee. 2014 hatte die Bauverwaltung neue Pläne für das Areal vorgestellt. Der Betonplatz sollte komplett verschwinden und in einen Park verwandelt werden. Die Straßen sollten quadratisch angeordnet werden, die Busse an den Seiten stoppen. Doch auf den Gesamtplan konnten sich die Politiker nicht einigen. Jetzt kommt eine kleine Lösung. Der große Plan wird dadurch aber nicht gefährdet. Nach Angaben der Stadt könnte er dennoch ausgeführt werden.

Der Plan: Die Travemünder Allee wird völlig neu strukturiert – auf einer Länge von 630 Metern zwischen Gustav-Radbruch-Platz und Eschenburgstraße. Dazu braucht die Stadt mehr Platz. Der wird durch zwei Maßnahmen geschaffen. Nummer eins: Der grüne Mittelstreifen auf der Travemünder Allee wird komplett weggerissen. Nummer zwei: Parkplätze an den Seiten fallen weg. Die 114 Stellplätze werden auf 93 reduziert.

Die Details

Stadtauswärts: Der Radweg unter der Baum-Allee wird aufgegeben, die Fläche begrünt. Die Radfahrer kommen auf die Straße, wenn sie die Stadt verlassen wollen. Die Travemünder Allee teilt sich dann in vier Abschnitte auf: parkende Autos auf einer Breite von 2,50 Meter, ein Sicherheitsabstand von 0,75 Meter, der Radweg erhält zwei Meter Breite, und die Autospur misst 3,25 Meter. Außerdem: Am Gustav-Radbruch-Platz wird die Radfurt an der Stelle der Einmündung der Travemünder Allee rot markiert.

Radweg in beide Richtungen befahrbar

Stadteinwärts: Der Radweg wird verbreitert und verschwenkt. Aktuell verläuft er neben dem Gehweg, eine Bordsteinkante grenzt ihn zur Straße ab. Dieser Radweg darf in beide Richtungen befahren werden. Das gilt auch heute schon. Denn diese Strecke nutzen viele Schüler, um zur Geschwister-Prenski-Schule oder zur Dorothea-Schlözer-Schule zu gelangen. Aber jetzt wird der Radweg auf drei Meter verbreitert. Die Travemünder Allee stadteinwärts teilt sich so auf: ein Radweg mit drei Metern Breite, ein Sicherheitsstreifen von 0,75 Metern, daneben die Parkplätze mit 2,50 Metern Breite und die Autospur mit 3,25 Metern.

In diese Richtung gibt es drei Besonderheiten. Vier Bäume müssen gefällt werden, damit der Radweg breiter wird. Sie sollen in der Nähe neu gepflanzt werden. Der Radweg kreuzt die Straße Am Gertrudenkirchhof. Dort wird die Radwegquerung rot markiert und etwas erhöht. Die Querung zur Eschenburgstraße wird indes grün markiert – für die Radfahrer wird ein Schild aufgestellt „Vorfahrt achten“. Denn dort haben die Autofahrer Vorfahrt.

Neue Laternen

Außerdem gibt es 30 neue Straßenlaternen mit LED-Technik. Sie werden im Zuge der Neugestaltung aufgestellt. Masten und Leuchten sind 30 Jahre alt, so die Stadt. Sie entsprächen nicht mehr den aktuellen Vorschriften. Sie sind in den Gesamtkosten enthalten.

Die Kosten

So teilen sich die Kosten auf: Von den 1,02 Millionen Euro werden 698 000 Euro für den Radweg ausgegeben. Darin sind die 250 000 Euro vom Land enthalten, 209 000 Euro gehen für dien Umbau der Straße drauf. Dazu kommen 113 000 Euro für die Straßenlaternen.

Josephine von Zastrow

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