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Lübeck Umweltsenator und Politiker einig: Kein Hotel auf der Kohlenhofspitze
Lokales Lübeck Umweltsenator und Politiker einig: Kein Hotel auf der Kohlenhofspitze
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16:11 12.11.2019
Der gelb umrandete Bereich soll Landschaftsschutzgebiet auf dem Priwall werden. Ein Gutachten dazu liegt seit einem Jahr vor, einen mehrheitlichen Beschluss der Bürgerschaft gibt es seit Januar 2017. Quelle: HFR/GAL
Travemünde

Schwere Vorwürfe erheben SPD und Grüne gegen Umweltsenator Ludger Hinsen (CDU). Der würde die Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes Priwall-Küstenwald verschleppen.

Kein Hotel auf der Kohlenhofspitze

„Am 26. Januar 2017 hat die Bürgerschaft mit den Stimmen der SPD und grüner Parteien beschlossen, dass der bestehende alte Wald auf dem Priwall unmittelbar als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden soll“, sagen SPD-Fraktionschef Peter Petereit und SPD-Umweltexperte Marek Lengen, „seitdem bastelt die Umweltbehörde unter der Leitung von Senator Hinsen an einer Satzung.“ Die SPD fordert Hinsen auf, nach fast drei Jahren Bearbeitungszeit endlich ein Arbeitsergebnis vorzulegen und das Landschaftsschutzgebiet nicht weiter zu verschleppen.

SPD will bezahlbare Wohnungen auf dem Priwall

Die SPD wolle keinen weiteren Ausbau des Fremdenverkehrs auf dem Priwall, erklärt Umweltpolitiker Lengen: „Für uns hat die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum absoluten Vorrang.“

In die gleiche Kerbe hauen die Grünen. „Die Verzögerungspolitik der Stadt ist nicht mehr akzeptabel“, erklären Fraktionschefin Michelle Akyurt und Silke Mählenhoff, Vorsitzende des Umwelt-, Sicherheits- und Ordnungsausschusses. Seit beinahe einem Jahr liege das von der Stadt geforderte Gutachten vor, das die Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes unterstütze. 1000 Menschen hätten vor kurzem gegen eine weitere Bebauung des Priwalls demonstriert.

Grüne: Hinsen nimmt Rücksicht auf die Pläne von Hollesen

Die Grünen-Politikerinnen werfen Umweltsenator Hinsen vor, auf den Investor von Priwall-Waterfront Rücksicht zu nehmen. Investor Sven Hollesen wolle im Bereich des Küstenwaldes die zweite Ausbaustufe seines Bauprojektes voranbringen.

Der Umweltsenator stellt klar: „Eine Bebauung derKohlenhofspitze sowie des angrenzenden Waldes ist vor dem Hintergrund der vorliegenden Gutachten und des geltenden Rechts aus Sicht der Verwaltung ausgeschlossen.“ Das seit einem Jahr vorliegende Gutachten komme „zum Ergebnis, dass die Schutzwürdigkeit für den gesamten untersuchten Bereich gegeben ist.“

Noch kein konkreter Zeitplan für Landschaftsschutz

Die Endabstimmungen für die Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes würden laufen, ein konkreter Zeitplan könne noch nicht mitgeteilt werden. Derzeit würden Stellungnahmen von Behörden ausgewertet. Die Verwaltung wolle einen rechtssicheren Verordnungsentwurf erstellen, erklärte die Verwaltung.

CDU: Bürgermeister steht in der Pflicht

Die CDU sieht nicht den Umweltsenator in der Pflicht, sondern Bürgermeister Jan Lindenau (SPD). „Der Bürgermeister muss jetzt Gas geben und sich klar positionieren“, fordert CDU-Fraktionschef Oliver Prieur, „denn der Bürgermeister erklärt das Landschaftsschutzgebiet.“

Unabhängig von der Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes stellt Prieur klar: „Der Küstenwald soll nicht bebaut werden.“ Travemünde brauche jetzt einmal eine „Denkpause“. Prieur: „Das, was entwickelt wurde, muss jetzt zum Laufen gebracht werden. Die verkehrliche Entwicklung muss erst einmal hinterherkommen.“

Von Kai Dordowsky

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