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Prof. Dr. Georg Griesinger, ärztlicher Leiter des Universitären Kinderwunschzentrums Lübeck und Manhagen spritzt mithilfe eines sogenannten Mikromanipulators ein Spermium in eine Eizelle ein.
Prof. Dr. Georg Griesinger, ärztlicher Leiter des Universitären Kinderwunschzentrums Lübeck und Manhagen spritzt mithilfe eines sogenannten Mikromanipulators ein Spermium in eine Eizelle ein. Quelle: Fotos: Kim Carolin Struve
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Lübeck

Die Gründe für die ungewollte Kinderlosigkeit sind vielfältig. Statistisch gesehen liegen sie gleich verteilt bei beiden Partnern: Bei Frauen kann beispielsweise ein Verschluss der Eileiter oder eine Störung im Hormonhaushalt vorliegen. Ursachen beim Mann können unter anderem zu wenig oder zu wenig bewegliche Spermien sein. Um den medizinischen Hintergrund zu klären, werden stets beide Partner untersucht. Das Universitäre Kinderwunschzentrum Lübeck und Manhagen bietet im Verband mit dem UKSH, Campus Lübeck, das gesamte Spektrum der modernen Reproduktionsmedizin an. Und zwar unter einem Dach, so dass die Patienten für die notwendige gynäkologische, andrologische oder urologische Diagnostik nicht verschiedene Praxen anlaufen müssen.

Die hochqualifizierten Experten im Universitären Kinderwunschzentrum zählen zu den führenden reproduktionsmedizinischen Teams in Deutschland. „Unser Ziel ist es, Reproduktionsmedizin auf höchstem Niveau mit einer persönlichen und individualisierten Betreuung zu vereinen“, sagt Prof. Dr. Georg Griesinger, ärztlicher Leiter des Universitären Kinderwunschzentrums. „Eine vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung und eine entspannte Atmosphäre in einem Wohlfühlambiente sind für uns von großer Bedeutung.“

Die drei etabliertesten Methoden der Reproduktionsmedizin sind die In-vitro-Fertilisation (IVF), die Insemination und die sogenannte intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Unabhängig davon, welche Option sich für das Paar individuell am besten eignet, müssen die Eizellen der Patientin vor der eigentlichen Befruchtung mit Hormonen stimuliert werden. Der Fortschritt dieser Stimulierung wird in regelmäßigen Abständen von den Ärzten überwacht.

Bei einer In-Vitro-Fertilisation (IVF) findet die Vereinigung von Eizelle und Spermium außerhalb des Körpers der Frau statt. Zu Beginn erfolgt eine Hormonbehandlung der Frau. Nach einigen Wochen wird bei ihr durch die Einnahme eines Hormons der Eisprung eingeleitet. Knapp zwei Tage später wird die Eizelle während eines operativen Eingriffs entnommen. Im Labor führt man die Eizelle nun mit dem Sperma des Mannes zusammen. Die Zellen lagern dann für einige Tage in einen Brutschrank, denn dort herrschen ideale Bedingungen für eine erfolgreiche Befruchtung. Schließlich wird die befruchtete Eizellen mithilfe eines Katheters in die Gebärmutter eingesetzt.

Bei der Insemination, also der Samenübertragung, werden die Spermien des Mannes über einen Katheter in die Gebärmutter, den Gebärmutterhals oder den Eileiter transportiert. Die Insemination wird während der fruchtbaren Phase um den Eisprung herum durchgeführt.

Eine weitere Methode ist die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Dabei wird eine einzelne Samenzelle außerhalb des weiblichen Körpers direkt in eine Eizelle eingespritzt, die der Frau zuvor entnommen wurde. Die befruchtete Eizelle wird später wieder in die Gebärmutter eingebracht.

„Viele Menschen haben zunächst einmal Berührungsängste - aber sie bringen natürlich auch eine hohe Erwartungshaltung mit. Das Team des Universitären Kinderwunschzentrums klärt Paare, die Eltern werden möchten, in aller Ruhe über die Therapiemöglichkeiten der Reproduktionsmedizin, eventuelle Nebenwirkungen und auch Risiken auf“, versichert der Professor.

Nach der Kinderwunschbehandlung beginnt eine Phase des Wartens: Ob sich die Eizelle in der Gebärmutter eingenistet haben, erfahren die Paare ungefähr nach zwei Wochen.

Kinderwunschzentrum Lübeck

Tel. 0451/ 505-778 10

www.uksh.de/Kinderwunsch_Luebeck

Von Jessica Ponnath