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Lübeck St. Jakobi: Das war die Ursache für den Zeiger-Absturz
Lokales Lübeck St. Jakobi: Das war die Ursache für den Zeiger-Absturz
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06:43 18.07.2019
Seit März hat St. Jakobi aus Sicherheitsgründen keine Uhrzeiger mehr. Einer war im Februar auf den Gehweg gestürzt. Quelle: Lutz Roeßler
Innenstadt

Im Februar stürzte ein mehr als 30 Kilo schwerer Zeiger der Kirchturmuhr von St. Jakobi aus 80 Metern Höhe auf den Gehweg. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Im März wurden vorsichtshalber die drei übrigen Zeiger abmontiert. Jetzt ist bekannt, woran es lag. Die Materialprüfungsanstalt der Hansestadt Bremen, genau gesagt das Leibnizinstitut für werkstofforientierte Technologien, hat eine Schuldige ausgemacht: eine Schraube. Diese habe „ermüdungsbedingt versagt“.

Pastor Lutz Jedeck zeigt auf die Rückseite des verbogenen Eisenstücks mit der Befestigung. Hier war wohl die Schraube gebrochen. Quelle: Cosima Künzel

„Durch das Versagen haben sich die Halbschalen der Verbindung zwischen Zeiger und Welle der Turmuhr geöffnet“, heißt es in dem Bericht. Dabei seien die mittig verbauten Schrauben maximal bis auf die Welle angezogen, beziehungsweise lediglich leicht in eine an der Welle vorhandene Durchgangsbohrung eingedreht gewesen.

Neue Konstruktion für alle Zeiger

Bei einem Pressetermin am Donnerstag will die Kirchengemeinde erklären, wie die neue Halterung konstruiert wird und wie sich die Reparatur aller vier Zeiger finanzieren lässt. Der Förderverein der historischen Bausubstanz von St. Jakobi hat sich eigens hierfür ein Projekt ausgedacht.

Sabine Risch

Der Zeiger der Turmuhr von St. Jakobi stürzte in die Tiefe, das Uhrwerk wurde sicherheitshalber abgeschaltet. Die LN blicken hinter das Ziffernblatt.
Klicken Sie hier, um weitere Bilder davon zu sehen, wie der Zeiger von der Kirchturmuhr der Jakobikirche in Lübeck abgestürzt ist.