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Lübeck Klimaschutz: GroKo will Lübecks Alleen mit Bäumen bepflanzen
Lokales Lübeck Klimaschutz: GroKo will Lübecks Alleen mit Bäumen bepflanzen
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11:54 25.09.2019
Von beiden Seiten in zwei Reihen mit Alleebäumen bewachsen: Die Travemünder Allee auf einer Aufnahme aus dem Mai 1961. Quelle: Hans Kripgans
Lübeck

Im Mai beschloss die Bürgerschaft, den Klimanotstand auszurufen. Jetzt legt die GroKo im Rathaus aus SPD und CDU einen umfangreichen Katalog vor, wie sie das Klima in der Hansestadt nachhaltig verbessern will. Das dafür nötige Geld soll am Donnerstag von der Bürgerschaft im Rahmen der Haushaltsberatungen bereitgestellt werden. Die Bürgerschaftssitzung im Bürgerschaftssaal beginnt um 12 Uhr.

Klicken Sie hier auf Fotos zu: Vorschläge der Lübecker GroKo

„Viel mehr Lübecker Straßen sollen wieder zu Alleen werden, was das Stadtklima verbessert und auch eine wesentliche CO2-Minimierung mit sich bringt“, erklären die Kooperationspartner. Für die in den vergangenen Jahren an Straßenrändern und in Grünanlagen gefällten Bäume soll Ersatz gepflanzt werden.

Bürger können spenden und selber Bäume pflanzen

Eine Million neue Bäume sollen in der Hansestadt wachsen. CDU und SPD wollen dafür Bürger, Organisationen und Betriebe einspannen. Die sollen Flächen bereitstellen, selber Hand anlegen und Geld spenden. Die Stadtverwaltung soll bis spätestens zum Juni 2020 ein Konzept für die Aufforstung von 100 Hektar städtischer Fläche vorlegen. In der zweiten Jahreshälfte 2020 wird dann mit dem neuen Wald begonnen.

Freie Wähler loben Lindenaus Haushalt

Die Freien Wähler loben Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) für seinen Haushaltsentwurf für 2020. „Der Bürgermeister baut den Sanierungsstau weiter ab“, sagt Kreisvorsitzender Thomas Misch und betont die 32 Millionen Euro für Schulen sowie 20 Millionen Euro für den Hafen. Mit 142 neuen Planstellen nähere sich Lindenau der Freie-Wähler-Forderung von 300 neuen Mitarbeitern an. Sicherheitspolitiker Rüdiger Hinrichs ist erfreut, dass der städtische Ordnungsdienst um zehn Stellen erweitert wird.

Radverkehr: In der Tiefgarage der Linden-Arkaden soll eine große Abstellanlage errichtet werden, dazu sollen Gespräche mit dem Eigentümer geführt werden. Scheitern die Bemühungen, werden 2020 Planungsmittel für ein Fahrrad-Parkhaus im Bahnhofsumfeld zur Verfügung gestellt.

Bis Ende dieses Jahres soll die Verwaltung ein Konzept für Fahrradständer an den Bushaltestellen vorlegen. Im bevorstehenden Winter wird es einen Feldversuch zur Räumung der Radwege von Schnee und Eis geben. Ziel: Die Pisten sollen auch im Winter befahrbar sein. Dazu sollen biologisch abbaubare Streumittel eingesetzt werden.

Seniorenbeirat will Fußverkehrsbeauftragten

Der Seniorenbeirat der Hansestadt fordert einen Fußverkehrsbeauftragten, der in der Bauverwaltung eingestellt werden soll. Der Beauftragte soll ein Fußwege-Sanierungsprogramm erarbeiten und umsetzen. Der Seniorenbeirat kämpft seit mehr als einem Jahr für die Fußgänger, kritisiert schmale und holperige Wege und schlechte Wegeführungen.

Busse sollen künftig pünktlicher und häufiger fahren. Bis zum Sommer 2020 soll die Verwaltung ein Konzept vorlegen. Ein Gutachten, wie der Stadtverkehr günstiger für die Fahrgäste werden kann, ist in Arbeit. Während der Travemünder Woche sollen Busse für Einheimische und Touristen kostenlos sein – das wird geprüft.

In Travemünde soll ein Parkhaus gebaut werden

Weitere Schwerpunkte: Für den Neubau des Parkhauses Holstentor soll im nächsten Jahr eine Planung vorliegen. In Travemünde Am Fahrenberg wird eine Parkpalette oder ein Parkhaus errichtet. 150 000 Euro Planungsmittel werden 2020 bereitgestellt, in den Folgejahren werden 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Geld für den E-Punkt und die Sanierung des Stadtteilhauses

Der Freiwilligenagentur E-Punkt soll mit 30 000 Euro aus der Finanznot geholfen werden. Für eine neue Ermittlungsgruppe Schwarzarbeit werden zwei neue Stellen eingerichtet. Und für die Planung eines neuen Verwaltungszentrums werden 200 000 Euro eingestellt.

Die SPD Holstentor Süd fordert in einem Dringlichkeitsantrag zur Haushaltssitzung die Sanierung und den Erhalt des Stadtteilhauses im Hansering. Das Gebäude ist von Schimmel befallen. Das Haus solle unverzüglich saniert werden.

Von Kai Dordowsky

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