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Lübeck Klimaschutz-Haushalt: Grüne in Lübeck machen Druck
Lokales Lübeck Klimaschutz-Haushalt: Grüne in Lübeck machen Druck
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12:41 27.07.2019
Dächer auf städtischen Gebäuden sollen kurzfristig für die Herstellung von Solarstrom genutzt werden. Das beantragen die Linken. Auf dem Dach der Musik- und Kongresshalle (MuK) steht seit Juni 2013 eine Photovoltaikanlage. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Die Grünen fordern für das Jahr 2020 einen Klimaschutz-Haushalt der Stadt. „Mit Symbolpolitik wird das Klima nicht gerettet, es müssen Taten folgen“, erklären die Fraktionschefs Michelle Akyurt und Bruno Hönel.

Michelle Akyurt (vorne) und Bruno Hönel kündigen Anträge für einen Klimaschutzhaushalt der Stadt an. Quelle: 54°/Felix König

Im Mai hatte die Bürgerschaft mit überwältigender Mehrheit den Klimanotstand für die Hansestadt ausgerufen. Die Verwaltung hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die konkrete Maßnahmen umsetzen soll. Jetzt müsse sich das Thema auch im nächsten Haushalt der Stadt niederschlagen, erklärten die Grünen in einem Gespräch mit Bürgermeister Jan Lindenau (SPD).

„Investitionen müssen da hochgefahren werden, wo sie einen Beitrag zum Klimaschutz bringen“, sagen Akyurt und Hönel, „zum Beispiel bei der Gebäudesanierung und beim Ausbau von Rad- und Fußwegen.“ Im Gegenzug sollten Investitionen, die keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, nach hinten geschoben werden. Als Beispiel nennt Akyurt Hafeninvestitionen, die zum Teil zurückgestellt und umgeschichtet werden sollen. „Außer, es handelt sich um den Ausbau von Landstrom“, sagt die Fraktionschefin.

Sebastian Kai Ising, Kreisvorsitzender der Linken, will städtische Dächer für Solaranlagen nutzen. Quelle: HFR

Weiterhin soll die Klimaschutzleitstelle zu einer richtigen Abteilung ausgebaut werden. Mindestens zwei neue Stellen sollen in dem Bereich geschaffen werden, sagt Michelle Akyurt.

Die Linken fordern eine zügige Sanierung der städtischen Gebäude. Sie werden nach der Sommerpause beantragen, dass die Dächer möglichst vieler städtischer Immobilien für Photovoltaikanlagen zur Verfügung gestellt werden. Die Stadtwerke sollen den ersten Zugriff auf das Dächerprogramm erhalten. Bis 2025 soll die Solarstrom-Offensive auf Lübecks Dächern abgeschlossen sein.

Kreisvorsitzender und Wirtschaftspolitiker Sebastian Kai Ising: „Damit setzt Lübeck ein positives Signal für den Klimaschutz.“ Behörden, Schulen und Kitas könnten grünen Strom vom eigenen Dach zu einem günstigen Preis beziehen.

Kai Dordowsky

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