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Lübeck Klinik eröffnet neues Rechenzentrum
Lokales Lübeck Klinik eröffnet neues Rechenzentrum
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21:10 05.03.2013
Von Michael Hollinde
Begutachten die Rechner vor Ort: Dr. Werner Pauls (Leitung IT am UKSH, v. l.), Vorstandsvorsitzender Prof. Jens Scholz, Staatssekretärin Anette Langner sowie Gottfried Koos (Vamed AG). Quelle: Michael Hollinde
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Lübeck

Erst zwei Wochen ist es her, dass Professor Jens Scholz den Doppelneubau für seine 350 Verwaltungsmitarbeiter im Hochschulstadtteil einweihen konnte. Jetzt hatte der Vorstandsvorsitzende des Uniklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) erneut Grund zur Freude — bei der Eröffnung des neuen Rechenzentrums. „Denn es ist eines der europaweit modernsten Rechenzentren im Gesundheitssektor. Und das, was vor dem Umzug auf bis zu vier Gebäude pro Standort verteilt gewesen ist, können wir nun in Lübeck in einem Gebäude vereinen.“ Die Investitionssumme habe insgesamt bei rund sechs Millionen Euro gelegen.

Die Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Anette Langner, betonte anlässlich der Eröffnung: „Wie Sie wissen, war die Konzentration der IT-Technik am Standort Lübeck nicht unumstritten. Nun ist es aber geschafft. Mehr als 11 000 Mitarbeiter und nahezu ebenso viele Patienten sind täglich darauf angewiesen, dass der Informationsfluss am UKSH funktioniert. Mit dem Rechenzentrum wird die Voraussetzung geschaffen, dass dieser auch zukünftig schnell, sicher und zuverlässig erfolgt.“ Speicher und Verarbeitungstechnik seien nunmehr nach heutigem Stand erst einmal für zehn Jahre ausreichend.

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Momentan betreuen nach Angaben von Scholz 122 Mitarbeiter der Informationstechnologie, abgekürzt IT, rund 10 000 User, 5500 PC-Systeme, 800 Server-Systeme und verarbeiten 150 Terrabyte Daten.

Um sich diese ungeheuren Datenmengen besser vorstellen zu können, nannte die Staatssekretärin folgenden Vergleich: „150 Terrabyte entsprechen 15 Millionen Digitalbildern auf einer modernen Spiegelreflexkamera in einer Einzelauflösung von zehn Megabyte.“

Die Menge der Tätigkeiten im UKSH, die einen Bezug zur IT haben, würde kontinuierlich ansteigen, so der Hinweis des UKSH-Vorstandsvorsitzenden. „Ob das Krankenhausinformationssystem, das radiologische Bildarchiv, die Intensivdokumentationssysteme, die Logistiksysteme für Patiententransporte, die Abrechnungssoftware — um nur einige Beispiele und Bereiche zu nennen.“

Das neue Rechenzentrum, in dem unter anderem vier Kilometer Netzwerkkabel verlegt werden mussten, befindet sich im Multifunktionscenter (MFC) IV an der Maria-Goeppert-Straße 7 im Hochschulstadtteil.

Bauherr und Vermieter ist — wie beim Verwaltungsgebäude auch — die TZL Technikzentrum Grundstücksgesellschaft, von der das UKSH die Räumlichkeiten mietet. Auch noch in anderer Hinsicht ist die IT am UKSH auf private Unterstützung angewiesen. So ist sie im Januar 2010 erfolgreich teilprivatisiert worden, so dass inzwischen drei Organisationen die Aufgaben wahrnehmen. Entsprechend war Professor Jens Scholz noch der Hinweis wichtig, dass die UKSH-IT aufgrund der neuen Infrastruktur als Dienstleister für weitere Geschäftspartner bereitstehe.

Michael Hollinde