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Lübeck Kücknitzer wollen Stadtteilbüro zurück
Lokales Lübeck Kücknitzer wollen Stadtteilbüro zurück
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20:10 28.04.2017
Kücknitz

Über 100 Kücknitzer versammelten sich am Donnerstagabend zur 30. Stadtteil-Runde. Am Ende einer zweieinhalbstündigen Debatte mit Innensenator Ludger Hinsen (CDU) stimmten die Bürger ohne Ausnahme dafür, dass es in Kücknitz kurzfristig wieder ein Stadtteilbüro geben muss. „Mit vollem Leistungsumfang und mit Kraftfahrzeug-Zulassung“, sagte Georg Sewe, Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins.

1983 wurde nach Sewes Angaben das damalige Ordnungsamt in dem Stadtteil geschlossen. Damals konnte man dort sogar heiraten. 20 Jahre später wurde ein Stadtteilbüro eröffnet. Am 31. Juli 2015 wurde es wieder geschlossen. 35000 Kücknitzer und Travemünder müssen seitdem für ihre Behördenangelegenheiten in die Innenstadt oder in den Meesenring fahren. In den Anlaufstellen herrsche das blanke Chaos, sagte Sewe. „Und die Verwaltung sitzt das aus.“ Wolfgang Adomeit: „Die Menschen müssen sich anstellen wie zu DDR-Zeiten.“

Die Kücknitzer fühlen sich nicht nur abgehängt, sondern auch „hinter das Licht geführt“. Mit der Schließung ihres Stadtteilbüros habe die Hansestadt unter dem damaligen Innensenator Bernd Möller (Grüne) Geld sparen wollen. „Diese Einsparungen treten gar nicht ein“, wetterte Sewe. Mehrere Kücknitzer berichteten, dass die Stadt immer noch Miete für das geräumte Stadtteilbüro zahlt. Ralf Giercke schlug vor, am Kirchplatz ein kleines Rathaus zu schaffen, in das mehrere Behörden ziehen könnten. „Die Stadt hat in Kücknitz sieben Gebäude angemietet“, sagte Giercke. Innensenator Hinsen war von der Idee angetan.

Lothar Möller, Vorsitzender der Wählergemeinschaft BfL, stellte einen Sieben-Punkte-Sofortplan vor. Danach soll das Personal in der Kfz-Zulassung verdoppelt und das in den Stadtteilbüros um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Möller ist sich bewusst, dass das viel Geld kostet: „Aber wir brauchen sofort Lösungen.“

Detlev Stolzenberg, Bürgermeister-Bewerber aus Lübecks Süden, verwies auf Rostock, wo es fünf Ortsämter gebe. Oliver Prieur von der Kücknitzer CDU sprach sich für ein kleines Rathaus aus: „Dann müssen wir eben Geld dafür ausgeben.“ Der Innensenator machte klar, „dass es das nicht zum Nulltarif gibt“. Ein ausführliches Interview mit Hinsen lesen Sie in der Sonntagsausgabe.

dor

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