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Lübeck Häuser aus gedrucktem Stein: Kunstprojekt im Gründerviertel
Lokales Lübeck Häuser aus gedrucktem Stein: Kunstprojekt im Gründerviertel
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15:23 13.07.2019
Das Gründungsviertel, verewigt als Kunstwerk: Frank Buchholz mit einem Steindruck des Architekturfotografen Malte Fuchs. Quelle: Friederike Grabitz
Innenstadt

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Foto von einem Haus, mit Rötelfarbe gedruckt. Die ganze Bedeutung des Bildes erschließt sich erst, wenn man weiß, dass diese Farbe aus fein zerriebenen Klostersteinen aus dem 14. Jahrhundert besteht, die im Gründungsviertel gefunden wurden.

Die Häuser, die der Künstler Malte Fuchs fotografieren und dann im so genannten „Matterprint“-Verfahren auf Leinwand verewigen wird, sind Neubauten, die im Gründungsviertel entstehen, sowie die Häuser in der Umgebung. Das Projekt wird die neuen Bauten mit dem Altbestand und gleichzeitig mit der Vergangenheit des Viertels verbinden: das Gründungsviertel ist eines der ältesten in Lübeck.

Idee zur Grundsteinlegung

Es gehe um die Verbindung von Materialität und Identität, sagt Frank Buchholz. Er wird gemeinsam mit seiner Frau Sabrina Buchholz in wenigen Wochen eines der neuen Häuser in der Braunstraße beziehen. „Die Idee kam uns bei der Grundsteinlegung“, sagt Sabrina Buchholz. „Da bekamen wir einen alten Backstein geschenkt“.

Das Paar hat eine Galerie in Hannover, in der der Künstler Malte Fuchs ganz besondere Bilder ausstellt: Fotos von einem Baum, gedruckt mit Farbe aus den Blättern des Baums, oder Porträts einer Person aus deren Blut. Er zeigt also Bilder aus dem Material der jeweiligen Motive.

Fotos aus dem Material der Häuser

Nun wird der Künstler Fotos der Gründungsviertel-Häuser aus dem Material der Häuser drucken, die dort vorher gestanden haben. Sie sollen die neue Nachbarschaft mit der alten zusammenbringen: „Wir kommen ja wie ein Ufo in diese leere Fläche“, sagt Sabrina Buchholz. Der Backstein soll als historische Klammer und auch als verbindendes Material für die Nachbarn funktionieren. Die Steine dafür haben sie von den Stadtarchäologen bekommen, um eine Finanzierung bemühen sie sich noch. Die Bilder werden sie anschließend in einer neuen Galerie in der Fischstraße 21 zeigen.

Nachbarn können sich melden

Die Nachbarn des Gründungsviertels und der angrenzenden Straßen können sich bei ihnen melden, wenn ihr Haus in der Galerie ausgestellt werden soll – gedruckt aus einem 700 Jahre alten Stein.

Friederike Grabitz

Rostschäden an der Mühlentorbrücke in Lübeck: Klicken Sie hier, um alle Bilder zu sehen.

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