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Lübeck LN-Sportler des Jahres: Das ist aus den jüngsten drei LN-Talenten geworden
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LN-Sportler des Jahres: Das ist aus den jüngsten drei LN-Talenten geworden

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17:13 28.12.2021
Talent des Jahres 2019: Ruderin Svea Pichner.
Talent des Jahres 2019: Ruderin Svea Pichner. Quelle: Maxwitat
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Gesucht wird 2021 erneut das „LN-Talent des Jahres“. Doch was ist aus den Hoffnungsträgern von einst geworden. Ein Rückblick auf die jüngsten drei Sieger.

Jetzt mitmachen und abstimmen: Hier geht es direkt zur LN-Sportlerwahl

Svea Pichner rudert weiter

Knapp gewann die Ruderin Svea Pichner die Wahl zum „LN-Talent des Jahres 2019“ vor Leichtathlet Niklas Sagawe. Die damals 18-Jährige von der Lübecker FRG hatte sich mit dem Achter bei der U19-WM die Silbermedaille hinter China errudert. Die Lübeckerin hatte sich bei der Junioren-DM als Zweite im gesteuerten Vierer und als Vierte im Achter für die WM qualifiziert. Ihr 2020-Plan hieß Umzug nach Hamburg, BWL-Studium – doch erst kam Corona und am Ende alles ganz anders. Aus Hamburg wurde die US-Metropole Columbus, aus der Uni an der Elbe die Ohio State University. Dort studiert sie „International Business“ und rudert wie ein Profi, an sechs Tagen pro Woche. Platz sieben belegte Pichner im Achter bei den amerikanischen Uni-Meisterschaften. Ihre Nationalmannschaftskarriere hat sie weiter im Blick, die Olympischen Spiele wären „ein Traum“. Für Paris 2024 müsste sie aber ein Urlaubssemester einlegen. Besser würde 2028 in Los Angeles passen. Da wäre sie im besten Ruderalter...

Juri Knorr spielte 2018 bei der HSG Ostsee N/G, war Talent der Jahre 2018, 2017 und 2016. Quelle: Agentur 54°

Juri Knorrs Aufstieg bis ins Nationalteam

2018 machte der damals 18-jährige Juri Knorr den Hattrick voll, gewann zum dritten Mal in Folge die Wahl zum „LN-Talent des Jahres“. Und das nach einem bewegten Jahr: Aufstieg mit den Ostsee-Männern in die 3. Handball-Liga,Wahl ins All-Star-Team der U18-EM und dann noch der Wechsel zum großen FC Barcelona, wo er die zweite Mannschaft in die Zweitliga-Spitze führte und auch in der Ersten zum Einsatz kam und somit auch spanischer Meister wurde. Mittlerweile ist Knorr zurück in Deutschland. Über Bundesligist Minden, wo er einer der Leistungsträger war, führte der Weg des Schwartauers zu den Rhein-Neckar Löwen. Auch international startete der Sohn von Thomas Knorr durch, debütierte am 5. November 2020 gegen Bosnien-Herzegowina im Nationalteam von Bundestrainer Alfred Gislason. Mit dem DHB-Team spielte er die WM in Ägypten, war auch bei Olympia in Tokio dabei. Juri Knorr ist einer der großen Hoffnungsträger für die großen Turniere im eigenen Land, die EM 2024 und die WM 2027.

Schießt weiterhin fleißig Tore: Anna-Lena Stolze. Quelle: hfr

Anna-Lena Stolze schießt Tore in den Niederlanden

Die 21-jährige Lübeckerin, LN-Talent des Jahres 2015, ging nach ihrem Wechsel vor sechs Jahren vom ATSV Stockelsdorf zum großen VfL Wolfsburg kontinuierlich ihren Weg, durchlief die Nachwuchs-Nationalmannschaften des DFB und debütierte für die „Wölfinnen“ 2018 in der Champions League beim 1:1 im Viertelfinal-Rückspiel gegen Slavia Prag und in der Bundesliga beim 1:2 gegen Bayern München. Ende 2019 wurde die Stürmerin an den niederländischen Verein Twente Enschede ausgeliehen, für den ihr im Februar 2020 bei ihrem Debüt im Spitzenspiel gegen Ajax Amsterdam ein Doppelpack beim 2:1-Sieg gelang – darunter ein Tor aus 50 Metern. Im vorletzten Playoff-Spiel gelang ihr das Siegtor, das Twente die Meisterschaft 2020/2021 sicherte. Die Offensivspielerin hat ihren zum 30. Juni 2022 auslaufenden Vertrag mit dem VfL Wolfsburg um eine weitere Spielzeit bis 2023 verlängert und bleibt bis Ende der aktuellen Spielzeit in Enschede.

Von Christoph Staffen und Jens Kürbis