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Lübeck Plug-in-Hybrid: Jens Lahann ist der LN-Autotester
Lokales Lübeck Plug-in-Hybrid: Jens Lahann ist der LN-Autotester
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06:51 14.11.2018
Der gute alte Verbrennermotor: Jens Lahann mit seinem Volvo V40. Für ihn ist es wichtig, dass der Hybrid-Wagen alltagstauglich ist. Quelle: fotos: 54°/John Garve
Lübeck

Lautlos, sparsam, flexibel, zuverlässig, alltags tauglich, modern: Das wünscht sich Jens Lahann von seinem künftigen Gefährt. Ab nächster Woche wird der 51-Jährige sieben Tage lang einen Plug-in-Hybrid Passat Variant von Volkswagen für die LN Probe fahren. Aufgewachsen auf der Tankstelle des Vaters, haben Benzin und Diesel schon früh die Kindheit und Jugend des gelernten Kraftfahrzeugelektrikers geprägt. Nach der Schule hieß es immer: Autos waschen und in der Werkstatt reparieren. Die Mechaniker waren ein Teil der Familie – und schon damals lernte er viel über Fahrzeug und Technik. „Umso mehr habe ich heute ein Interesse an neuen und modernen Technologien“, sagt Lahann.

Eine Woche testen Leser einen Plug-in-Hybrid von Volkswagen. Quelle: HL

Die Plug-in-Hybrid-Technologie finde er besonders spannend – auf kurzer Strecke elektrisch dahingleiten und trotzdem flexibel für weite Strecken bleiben. Eine Alternative zum Diesel und zum reinen Elektroauto? Das möchte er herausfinden, weshalb er sich für den LN-Lesertest beworben hat, der in Kooperation mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) stattfindet. Beteiligt sind zehn Partnerzeitungen. Eine Woche, vom 24. November bis 1. Dezember, wird den Testern ein Plug-in-Hybrid Passat GTE Variant zur Verfügung gestellt.

Brückentechnologiezum reinen E-Auto

Der Plug-in-Hybrid ist ein Wagen mit zwei Motoren, einem Elektromotor und einem ganz normalen Benziner. Diese Technik wird als sogenannte Brückentechnologie zum reinen E-Auto gesehen, weil sie die guten Seiten der beiden Techniken vereint. Einerseits ist sie umweltschonend und preiswert mit dem E-Modus. Fahrten bis 50 Kilometer sind möglich. Andererseits besteht die Möglichkeit, durch den zuschaltbaren Benziner problemlos weite Strecken fahren zu können. Das Fahrzeug ist momentan nicht auf dem Markt erhältlich.

Seit seiner Kindheit ist Jens Lahann ein technikaffiner Mensch. Er ist gespannt, was für Unterschiede der Plug-in-Hybrid im Vergleich zu seinem Volvo V40 alles hat. Quelle: 54° / John Garve

Die Automobilindustrie investiert derweil Milliarden von Euro in den Antrieb der Zukunft. Wie dieser am Ende aussehen wird, ist ungewiss. Aus heutiger Sicht hat der Elektromotor im Bereich der Personenwagen gute Chancen. Aber: Die Reichweiten sind noch zu klein, und es gibt zu wenig Ladestationen. „Die E-Autos sind noch nicht soweit“, denkt auch Lahann. Außerdem seien die Fahrzeuge noch viel zu teuer. Auch andere Technologien erscheinen momentan nicht wirtschaftlich. Eines ist hingegen klar: Die Zeiten des klassischen Verbrennungsmotors sind mittlerweile vorbei.

„Alltagstauglich mussdas Fahrzeug sein“

„Mittelfristig ist die Hybrid-Technik eine sinnvolle Lösung“, sagt der verheiratete Familienvater von zwei Kindern. Während der siebentägigen Testphase führt der Tester ein kleines Protokoll, in dem er notiert, welche Strecken er gefahren ist, wie oft der Elektro- oder Verbrennungsmotor genutzt wurde, wie oft geladen wurde und der Verbrauch war.

Beruflich ist er Schichtleiter der integrierten Rettungsleitstelle Süd in Bad Oldesloe und nebenbei als Notfallsanitäter beim Rettungsdienst im Kreis Stormarn tätig. Ein Beruf, der viel Flexibilität erfordert. „Alltagstauglich muss das Auto sein“, sagt Lahann. Kurzfristig lange Strecken fahren, sollte daher drin sein. Mit einem reinen Benziner: kein Problem. Ob das mit einem Plug-in-Hybrid auch möglich ist, wird er am 1. Dezember wissen.

Fabian Boerger