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Lübeck 2040: So planen Bürger die Zukunft Lübecks
Lokales Lübeck 2040: So planen Bürger die Zukunft Lübecks
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07:23 13.03.2019
Blick auf Lübecks Altstadt: Jetzt können die Bürger die Zukunft der Hansestadt mitplanen. Quelle: Timon Ruge
Lübeck

 Ein neuer Plan für Lübeck. Das Motto: So soll die Stadt 2040 aussehen. Das Ziel: 2023 soll er fertig sein. „Dieser Plan ist überfällig“, sagt Chef-Stadtplaner Karsten Schröder. Es geht um einen Flächennutzungsplan für Lübeck. Was bürokratisch klingt, ist ein abstraktes Konstrukt – das aber enorme Auswirkungen hat auf das Leben in einer Stadt. Denn es ist ein übergeordneter Plan, der das gesamte Stadtgebiet umfasst. Er legt fest, wo die Lübecker wohnen, arbeiten und sich erholen.

Alle Stadtteile werden gefragt

Jetzt macht die Stadt dazu eine große Bürgerbeteiligung. „Wir wollen möglichst viele Hinweise einsammeln“, sagt Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos). Damit die Arbeit der Verwaltung besser werde. Die Idee: Die Stadt geht in jeden Stadtteil und macht dort eine Veranstaltung. Dann können die Bürger alle Wünsche loswerden, die mit dem Thema Zukunft der Stadt zu tun hat. Start ist am 4. April in St. Gertrud. Bis Ende des Jahres wollen Hagen und ihr Team alle Stadtteile besuchen. Für die Innenstadt gab es so eine Veranstaltung bereits – die Perspektivenwerkstatt. Die Ergebnisse werden am Donnerstag, 21. März, präsentiert.

Die Termine

Die Stadt geht in die Stadtteile. Vier Termine stehen bereits fest: Donnerstag, 4. April, in St. Gertrud in der Thomas-Mann-Schule; Donnerstag, 2. Mai, in St. Lorenz Süd im Drägerforum; Dienstag, 21. Mai, in Buntekuh in der Baltic-Schule; Donnerstag, 27. Juni, in Travemünde im Hotel Arosa. Start der Stadtteil-Veranstaltungen ist stets um 17 Uhr, sie enden um 20.30 Uhr. Zunächst werden einzelne Projekte auf einer Art Marktplatz vorgestellt. Dann können die Lübecker in fünf bis sechs unterschiedlichen Workshops mitarbeiten. Die Ergebnisse werden um 20 Uhr präsentiert. Die Stadt macht zudem eine Online-Umfrage zur Zukunft der Hansestadt.

Alle Ideen sind willkommen

Die Stadt sammelt alle Ideen. Sollten sie thematisch nicht zum Flächennutzungsplan passen, sondern eher zum Thema Radwege, gibt sie diese Hinweise weiter. Beispiel: Studenten wünschen sich mehr Fahrradbügel an der Uni. Das lässt sich in einem Flächennutzungsplan nicht regeln. Aber im Radverkehrskonzept.

Aktuell wird an 15 Konzepten gearbeitet

Innerhalb der Stadt wird an 15 Konzepten gearbeitet – von der touristischen Entwicklung über die Hafenentwicklung und dem Verkehrskonzept bis hin zum Masterplan Wirtschaft und dem Plan für die Stadtentwässerung. Auf den Stadtteil-Veranstaltungen sammeln Hagen und ihre Leute alle Hinweise der Lübecker ein. Diese fließen dann ins passende Konzept.

2023 ist der große Lübeck-Plan fertig

Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen dann alle 15 Konzepte fertig sein. Und 2023 dann der große Flächennutzungsplan. Denn der alte Flächennutzungsplan ist von 1990 und schon mehr als 120 Mal geändert worden. Denn: „Die Grundlagen für diesen Plan stammen noch aus der Zeit vor der Wende“, macht Hagen klar. Außerdem sollte so ein Plan alle 15 Jahre erneuert werden. Doch kaum eine Kommune schafft das. Denn: Der Prozess ist aufwendig und dauert Jahre.

Ein großer Plan wie ein großes Haus

Ein Flächennutzungsplan ist vergleichbar mit einem großen Haus. Ein Architekt plant, wo der Wohnraum liegt, das Schlafzimmer, Küche und Bad. Ein Innenarchitekt indes gestaltet, wie das Wohnzimmer genau aussieht – welche Farben es hat, wo die Steckdosen sind. Bei der Stadtplanung ist es ähnlich: In einem Flächennutzungsplan legt die Stadt die Nutzungen der Flächen des Stadtgebietes fest – Industriegebiet, Gewerbegebiet, Wohngebiet, Naturschutzgebiet. Im Bebauungsplan regelt die Stadt dann die Details. Beispiel Wohngebiet: So viele Häuser dürfen errichtet werden, so hoch dürfen sie werden, dort verläuft eine Straße.

Bürgerschaft entscheidet darüber

Der Flächennutzungsplan stellt eine Mischung dar aus Ideen der Bürger und aus Hinweisen der Fachleute der Verwaltung. Dieser Plan wird als Entwurf den Politikern vorgelegt. Sie bringen ihre politische Ziele ebenfalls ein. Über den neuen Plan für Lübeck entscheidet letztendlich die Bürgerschaft. Anschließend muss das Land den neuen Flächennutzungsplan formal absegnen.

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