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Lübeck Lübeck: Wirtschaft schafft 300 Jobs für Studienabbrecher
Lokales Lübeck Lübeck: Wirtschaft schafft 300 Jobs für Studienabbrecher
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12:54 09.11.2019
47 Prozent der Erstsemester – hier bei der Begrüßung in der Petri-Kirche – brechen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ihr Studium an der Uni Lübeck frühzeitig ab. Die Wirtschaft will die Studienabbrecher auffangen, sieht ein großes Fachkräftepotenzial in ihnen. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

Kaufmannschaft, Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer (IHK) haben sich bei der Lübecker Wirtschaft umgehört und über 300 Jobangebote für Studienabbrecher eingeholt. Das berichtete Axel Blankenburg, stellvertretender Präses der Kaufmannschaft zu Lübeck, bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend.

Alarmierende Abbrecherquoten an der Uni

Blankenburg vertrat den erkrankten Präses Hartmut Richter. Der hatte bei der Mitgliederversammlung im Sommer alarmierende Abbrecherquoten an der Uni Lübeck öffentlich gemacht. 47 Prozent der Erstsemester in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik brechen ihr Studium ab, während es bundesweit 37 Prozent sind. Bei den Medieninformatikern geben sogar 72 Prozent vorzeitig auf. Präses Richter erklärte damals, dass die Kaufmannschaft es nicht bei dem Befund belassen, sondern handeln wolle.

180 Gäste und Mitglieder haben sich im Saal der Handwerkerschaft getroffen.

Der Vorstand der Kaufmannschaft hatte im Sommer auch zunehmende Leerstände in der Innenstadt kritisiert. Richter sprach damals von „toten Augen, die auf Einheimische und Gäste schauen.“ Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) berichtete auf der Mitgliederversammlung, dass die städtische Wirtschaftsförderung einen Leerstandsmanager eingestellt habe. Ziel sei es, dass Einheimische und Gäste künftig nicht mehr „in tote Augen, sondern in schöne Schaufenster gucken.“

Lindenau: Versprechen gehalten

Lindenau erinnerte auch daran, dass er bei der Sommer-Versammlung der Kaufmannschaft die Öffnung der Possehlbrücke bis zum Novembertreffen versprochen hatte. Dieses Versprechen habe die Stadt gehalten. Axel Blankenburg merkte allerdings an, dass die gesamte Baumaßnahme über vier Jahre gedauert habe. Der stellvertretende Präses: „In der Zeit bauen andere Nationen ganze Flughäfen.“

Die Kaufmannschaft engagiere sich auch in der Förderung von Existenzgründungen und beteilige sich als neuer Sponsor am LN-Existenzgründerpreis, berichtete Blankenburg: „Der Preis wird Anfang 2020 ausgeschrieben und am 3. Juni in den Media Docks verliehen.“

Das große Thema: Familienunternehmen suchen Nachfolger

Die deutsche Wirtschaft stehe vor einer historisch einmaligen Situation, erklärte Gastredner Prof. Brun-Hagen Hennerkes vor rund 180 Mitgliedern und Gästen. 150 000 Unternehmen würden in den nächsten vier Jahren Nachfolger suchen. Der führende Experte für Familienunternehmen mahnte: „Wer beim Staffellauf die Übergabe verpatzt, der kann einen solchen Rückschlag nicht mehr aufholen.“

Von dor

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