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Lübeck Stinkalarm: Abwasser läuft in Hochhaus
Lokales Lübeck Stinkalarm: Abwasser läuft in Hochhaus
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15:22 28.05.2019
Sonntagabend durchqueren die Feuerwehrleute den Keller des Hochhauses im Hudekamp. Das Abwasser stand drei Zentimeter hoch. Quelle: Holger Kröger
Buntekuh

Aufregung im Hudekamp. Am Sonntagabend alarmierten Anwohner die Feuerwehr Lübeck, weil der Keller eines Hochhauses im Hudekamp 27 unter Wasser stand. Da rund zehn Zentimeter gemeldet wurden und es sich um einen Rohrbruch hätte handeln können, rückten die Beamten mit 18 Mann und drei Löschfahrzeugen plus Einsatzleitwagen an. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Lübeck und die Freiwillige Feuerwehr Padelügge-Buntekuh.

Am Sonntagabend wurde die Feuerwehr zu einem Hochhaus in den Hudekamp gerufen. Der Grund: Wasser im Keller. Die Feuerwehrleute gingen zunächst von einem Rohrbruch aus. Quelle: E-Holger Kröger

Katharina Niestroj (23) kam gerade nach Hause, als sie die Fahrzeuge vor der Tür entdeckte. „Es war große Aufregung vor dem Haus“, sagt sie, „ich dachte zuerst, es brennt oder es ist jemand im Fahrstuhl stecken geblieben.“ Schließlich hörte sie etwas von einem Wasserschaden. Das wunderte die junge Frau nicht. „Wir hatten bereits seit Freitagmorgen kein heißes Wasser in der Wohnung.“ Für die Mutter von zwei kleinen Kindern war das „sehr schlimm“. „Ich habe mich unheimlich aufgeregt, weil mein Zweijähriger schwer krank ist und jeden Tag geduscht werden muss.“ In ihrer Not habe sie jeden Tag mit ihren beiden Kindern zur Mutter gehen müssen.

Katharina Niestroj (23) hatte vier Tage lang kein heißes Wasser in der Wohnung und musste mit ihren beiden kleinen Kindern zu ihrer Mutter zum Duschen gehen. Quelle: Holger Kröger

Von dort kam sie auch, als die Beamten mit Gummistiefeln gerade den Keller durchquerten, um den Schaden zu begutachten. Sie stellten sie fest, dass es sich bei dem Wasser nicht um Frischwasser handelte. Laut Feuerwehr ließen auch Geruch und Farbe eindeutig auf Abwasser schließen, das „von unten in den Keller hochgedrückt“ wurde. Statt der gemeldeten zehn Zentimeter wurden aber „nur“ drei Zentimeter Wasser am tiefsten Punkt gemessen, so die Feuerwehr.

Abwasser in den Kellerräumen

„Es stank ganz fürchterlich nach Gully“, erinnert sich Niestroj, „man konnte das bis zum Hauseingang und bis in den Fahrstuhl riechen.“ Da aber „keine Gefahr im Verzug“ war, unterließen die Einsatzkräfte das Abpumpen des Wassers. Dafür ist, laut Feuerwehr, die Hausverwaltung zuständig, die kontaktiert wurde. Nach Angaben von Niestroj ist der Schaden inzwischen wieder behoben. „Seit Montagmittag haben wir wieder heißes Wasser. Ich bin sehr erleichtert.“  

Cosima Künzel

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