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Lübeck Lübeck Air bietet ab Juni Linienflüge in zwei deutsche Großstädte an
Lokales Lübeck Lübeck Air bietet ab Juni Linienflüge in zwei deutsche Großstädte an
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11:16 14.01.2020
Die dänische Air Alsie wird mit Lübeck Air kooperieren. Die Dänen nutzen die ATR 72 in ihrer Tochtergesellschaft Alsieexpress.
Lübeck

Gute Nachrichten für den Flughafen Lübeck-Blankensee: Von Juni 2020 an wird es Linienflüge in zwei deutsche Großstädte geben. Das Buchungsportal wird am Dienstag, 14. Januar freigeschaltet: Ab Juni nimmt der Flughafen Lübeck zwei Städteverbindungen mit Linienflügen in Betrieb. Außer an Sonnabenden hebt dann zweimal täglich eine Maschine in Lübeck nach München ab und bringt auf dem Rückweg Passagiere aus Bayern mit an die Küste. Zwischen diesen Flügen geht es außerdem einmal hin und zurück nach und von Stuttgart.

Der Flughafen Lübeck wird die Linienflüge unter der eigenen Marke Lübeck Air anbieten. Die Lübeck Air ist eine 100prozentige Tochter des Flughafens und wird in Kooperation mit Air Alsie im dänischen Sønderborg betrieben, erklärt Lübecks Flughafengeschäftsführer Jürgen Friedel. Das dänische Unternehmen bietet mehrmals täglich Flüge nach Kopenhagen an. Nach dem gleichen Muster will der Flughafen Lübeck Kunden gewinnen. Dafür kauft Lübeck Air eine Maschine vom Typ ATR 72. Partner Air Alsie besitzt zwei Flugzeuge gleichen Typs, so dass zwei Maschinen jeweils im Einsatz sind und eine dritte in Wartungs- oder Reparaturfällen entweder in Dänemark oder Lübeck eingesetzt werden kann.

Nur Fenster- und Gangplätze im Flugzeug

Für 72 Personen ist die ATR 72 des französischen französisch-italienischen Herstellers Avions de Transport Régional ausgelegt. „Bei uns wird sie aber für 60 Personen umgerüstet“, sagt Friedel. Man wolle den Passagieren bequemeres Reisen ermöglichen, jeder Gast habe entweder einen Fenster- oder Gangplatz. Chefpilot Tobias Oberschäfer lobt das Flugzeug als „bewährtes Regionalflugzeug“, das für die Städteverbindungen wie geschaffen sei. Es sei mit einem Verbrauch von circa 2,2 Liter Treibstoff pro Passagier und hundert Kilometer sparsam und zudem im Vergleich „extrem leise“.

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„Mit uns macht Fliegen wieder Spaß“, solle ein Leitspruch sein, sagt Friedel. Man wolle die Vorteile eines Regionalflughafens nutzen: Die Übersichtlichkeit und kurze Wege, individuelle Betreuung der Gäste. An Bord setze man bei der Bewirtung auf regionale Produkte und wolle weitgehend ohne Plastik auskommen.

Buchungen in drei Kategorien möglich

Buchungen sind über das hauseigene Buchungsportal in drei Kategorien – Silber, Gold und Diamant– möglich. In der untersten Kategorie könne man bereits ab 100 Euro buchen, Handgepäck und Koffer und Verpflegung an Bord seien in allen Kategorien bereits mit im Preis enthalten. „Wir setzen auf Qualität, wollen nicht billig, sondern gut sein“, sagt Friedel. Das Angebot richte sich an Privatreisende ebenso wie an Geschäftsreisende. „Ein hoher Qualitätsanspruch und Mobilität für den Norden, für Schleswig-Holstein, Mecklenburg und den Wirtschaftsstandort Lübeck“ seien die Ziele, die sich die Geschäftsführung des Flughafens gesetzt habe, um „Business-Verbindungen zu beflügeln und den Tourismus in die Ostseeregion“ zu fördern.

Ferienflieger starten ab April

Charterflieger zu Ferienzielen wie Sizilien, Capri, Neapel in Italien aber auch in Kroation oder auf den Kanalinseln sollen bereits ab April starten. Den Erstflug am 8. April nach Neapel bietet mit Neubauer Touristik ein Reiseunternehmen aus dem Norden an.

Zurzeit laufen auf dem Flughafengelände bereits Umbauarbeiten. Das Hamburger Architekturbüro gmp architekten plant den Bau eines neuen Terminals. Bis zu dessen Fertigstellung werden Passagierdienstleistungen und Gepäckabfertigung zunächst in umgebauten Flugzeughangars stattfinden. Drei Stahlhallen mit Granitböden dienen als Terminalerweiterung und können später an anderer Stelle als Flugzeug-Hangars auf dem Flugplatz verwendet werden.

60 bis 70 Mitarbeiter sollen den Betrieb auf dem Flughafen gewährleisten. So wurden in Bereichen wie Sicherheit, Bodenverkehrsdienste, Passagierbetreuung, Gastronomie, Verwaltung, Buchhaltung bereits neue Mitarbeiter eingestellt. Den Betrieb des Flughafens führt die Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG. Eigner Winfried Stöcker hat den Lübecker Flughafen 2016 aus der Insolvenz gekauft.

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Von Nick Vogler

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