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Lübeck Gesucht: Ideen, die Lübeck noch schöner machen
Lokales Lübeck Gesucht: Ideen, die Lübeck noch schöner machen
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14:32 14.02.2020
Freuen sich auf viele innovative und kreative Beiträge zur Stadtentwicklung: Preisgeber Jan-Friedrich Schütt (vorne), Gerald Goetsch, Jasmin Off und Norbert Hochgürtel (v. l.). Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

Die Hansestadt ist nicht nur eine Touristen-Attraktion, sondern auch ein Ort zum Wohnen, Arbeiten und Lernen. Wie können wir die Stadt infrastrukturell voranbringen, wie begegnen wir dem Wandel von Wirtschaftsstrukturen und Klimagegebenheiten, welcher innovativen Konzepte bedarf es, um die demografische Entwicklung und soziale Integration zu meistern?

Kein weiterer Architekturpreis

Diese und andere Fragen mehr stellen sich, wenn es um Stadtentwicklung geht. Jan-Friedrich Schütt, Gesellschafter der Firma Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft, hat den mit 5000 Euro dotierten Award für Stadtentwicklung ausgelobt. Willkommen sei „alles, was unsere schöne Stadt noch einen Tick aufwertet.“ Eines stellt er klar: „Es soll kein reiner Architekturpreis sein.“ Durchaus willkommen im Wettbewerb seien deshalb auch Projekte von Bürgerinnen und Bürgern wie beispielsweise der Initiative Brolingplatz.

Auch Projekte von Bürgern sind willkommen

Auch Architekt Norbert Hochgürtel, Vorsitzender des Architekturforums Lübeck und ebenso Jurymitglied wie Jan-Friedrich Schütt, kann sich durchaus vorstellen, dass zum Beispiel die neue Mitte Moisling oder die Bauherren-Gemeinschaft des Gründungsviertels sich am Wettbewerb beteiligen.

So können Sie mitmachen

Teilnahmeberechtigt sind: aktuelle Konzepte und Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck. Die Projekte sollten nicht älter als drei Jahre sein.

Beurteilungskriterien: Beitrag zur Stadtentwicklung in Lübeck und der Region, architektonische und städtebauliche Qualität, innovativer, ökologischer und soziokultureller Beitrag zur Gestaltung des öffentlichen Raumes, Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen im städtischen Kontext.

Ausschreibungsdatei: 

Einzureichende Unterlagen in digitaler Form:ausgefüllte Teilnahme- und Urheberrechtserklärung, ausreichende Dokumentation des Projektes, Fotos im Jpg-Format (300 dpi).

Unterlagen anfordern und abschicken an: award@schuett-bau.de oder: Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbH & Co. KG, Wisbystraße 2, 23558 Lübeck.

Abgabe bis zum Freitag, 20. März.

Preisverleihung ist am Sonnabend, 9. Mai, im Rahmen der Mediennacht Lübeck in der Kulturwerft Gollan.

Aufgaben, die man nur gemeinsam bewältigen kann

Denn: „Das Welterbe der historischen Altstadt ist der Grundstein für jede städtische Entwicklung in unserer (schönen) Stadt. Auf der Suche nach Entwicklungschancen muss der Blick aber über die Altstadt hinaus auf die Quartiere der Vorstädte und die Potenziale entlang der Trave gerichtet werden. Wer engagiert sich hier für seine Stadt, was passiert, wenn die Industrie zurückgeht? Hier gibt es kleine und kleinste Initiativen, die ,Stadt’ besser machen und riesige Aufgaben, die wir nur alle gemeinsam bewältigen können.“ Hochgürtel ist angesichts der ersten Auslobung des Awards „gespannt, was wir alles bekommen.“

Vielfalt und Zusammenhalt

Auch Jurymitglied Hans-Achim Körber, einstiger Stadtplaner und Stadtbildpfleger in Lübeck, jetzt Denkmalpfleger in Hannover, sieht die soziokulturelle Komponente der Stadtentwicklung. Der Lübeck Award Stadtentwicklung erinnere daran, „dass sich jeder Architekturentwurf in einem räumlich funktionalen Kontext, im öffentlichen Stadtraum bewähren muss. Das Stadtdenkmal Lübeck zeigt die Stadt als das gebaute Selbstverständnis der Stadtgesellschaft, die in Vielfalt und Zusammenhalt ihre Aufgaben löst und ihre Ziele verwirklicht.“

„Miteinander Neues denken“

Im Titel des Awards stehe aber nicht nur die Stadt, sondern auch die Stadtentwicklung. Körber: „Damit wird berücksichtigt, dass Städte in einem fortwährenden Veränderungsprozess stehen. Es wird also darum gehen, solche Gebäude oder Projekte ausfindig zu machen, die diesem Veränderungsprozess eine überzeugende Richtung geben und auf dem Fundament des kulturellen Erbes mit Verantwortung für die Umwelt und das soziale Miteinander Neues denken.“ Hans-Achim Körber ist überzeugt: „Da es in Lübeck viele engagierte Akteure gibt, dürfen wir uns auf diese Aufgabe freuen!“

Hochkarätiges Preisgericht

Stimmberechtigter Preisrichter ist neben Norbert Hochgürtel, Jan-Friedrich Schütt und Hans-Achim Körber auch LN-Chefredakteur Gerald Goetsch. Stellvertretende Jury-Mitglieder sind Geschäftsführer Marc Dreyer der Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft, die stellvertretende LN-Chefredakteurin Jasmin Off sowie die Eutiner Stadtplanerin Gabriele Teske.

Vielfältig wie die Menschen einer Stadt

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) gehört zwar nicht der Jury an, dennoch betrifft ihn das Thema. „Stadtentwicklung ist Zukunftsentwicklung für die Stadt und die hier lebenden Menschen. Sie ist genauso vielfältig wie die Menschen einer Stadt und sie greift Trends auf“, sagt der Bürgermeister. Lübeck sei mit dem Projekt „Lübeck:überMorgen“ und der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans gerade dabei, die Zukunft zu gestalten. Lindenau: „Ich freue mich auf die Anregungen der Bewerbenden um den Lübeck Award Stadtentwicklung.“

Die Mediennacht

Die Gala beginnt um 18 Uhr in der Kulturwerft Gollan, Einsiedelstraße 6, Einlass ist ab 17 Uhr. Um 21 Uhr öffnet die Partyhalle ihre Tore, ab 22 Uhr beginnt die große Party. Karten für die Gala (plus Party) kosten 175 Euro inklusive Gebühren. Es gibt feste Sitzplätze an Zehner-Bankett-Tischen, das festliche Gala-Menü ist im Preis enthalten. Erhältlich sind die Karten per Mail unter: Mediennacht@ln-luebeck.de oder telefonisch unter der Rufnummer 04 51/144 15 75.

Karten für die Party kosten 48 Euro zuzüglich Gebühren. Sie sind erhältlich in allen LN-Geschäftsstellen in Lübeck, Bad Schwartau, Bad Segeberg, Eutin, Neustadt und Oldenburg, sowie im Internet unter: www.Mediennacht-Luebeck.de

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