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Lübeck Begegnungen als neue Kunst am Bau
Lokales Lübeck

Lübeck: Bauverein stellt Kunst am Bau vor

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15:33 29.10.2020
Stefan Probst (v. l.), Christine Koretzky und Norbert Jäger stellen die Skulpturen vor. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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St. Gertrud

Mit einer dreiteiligen Sandsteinskulptur hat der Lübecker Bauverein dem Wohnquartier in der Luisenstraße eine unverkennbare, optische und räumliche Note gegeben. Die Kunst am Bau wurde am Donnerstag offiziell im Beisein einiger Mieter und des Künstlers, Norbert Jäger, vorgestellt. Die Steinskulpturen verkörpern die Begegnung. Und genau diese findet in unmittelbarer Nähe zu den Kunstwerken im Gemeinschaftsraum „Café Luise“ statt – wenn es die Coronaregeln zulassen.

Skulpturen sind gefragte Fotomotive

„Die Kunst passt wunderbar zu den Wohnhäusern“, sagt Gerd Kock, seit zwei Jahren Mieter in der Anlage. Zusammen mit anderen Mietern lauschte Kock den einführenden Worten von Christine Koretzky und Stefan Probst, Vorstandsmitglieder der Wohnungsgenossenschaft. „Kunst am Bau ist alles andere als selbstverständlich“, ließ Koretzky wissen. Bei öffentlichen Gebäuden sei die Kunst am Bauwerk sogar vorgeschrieben, so Koretzky. „Es ist ein Mehrwert, den jeder für sich interpretieren kann“, so die Amtsnachfolgerin des im Januar dieses Jahres verstorbenen Bauvereins-Vorstandsmitgliedes, Detlef Aue. Er war es, der den Kontakt zum Künstler knüpfte. Jetzt gebe es kaum einen Menschen, der nicht in einen Dialog mit den Skulpturen trete, so Probst. Bei der offiziellen Vorstellung boten die nahe des Fußweges aufgestellten Skulpturen auch gleich beliebte Fotomotive für einige Mieter, die sich neben oder hinter die Werke postierten.

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Inspiration: Natur, Mensch und Raum

Die von dem Hamburger Bildhauer Norbert Jäger geschaffenen Werke bestehen aus Elbsandstein, den der Künstler in der sächsischen Schweiz ausgesucht hat. „Das ist ein sehr witterungsbeständiger Stein“, sagte Jäger bei der Präsentation seiner Kunst. Hinaustreten und hineintreten zweier Figuren, so könnte das Werk heißen. „Man kann sich in das Kunstwerk integrieren und es auf sich wirken lassen“, sagt Jäger. „Einfach mal an die Skulpturen herangehen und sie anfassen.“ Inspirieren lassen hat sich Jäger von „Natur, Mensch und Raum“.

Aus einem Rohblock gemeißelt

Die Skulpturengruppe „Begegnung“ wirkt durch die schlichte und natürliche grobe Oberfläche im Kontrast zu den samtig fein geschliffenen weichen Rundungen. Durch die unterschiedlichen Oberflächenbearbeitungen entstehen deutliche Konturen, lassen Licht, Schatten, Durchbrechungen und das Material aufleben. Die stark stilisierten Skulpturen wurden aus einem groben Rohblock herausgemeißelt. „Das Kunstwerk steht für viele von Mitgliedern initiierten Aktivitäten, die im Gemeinschaftsraum-Café regelmäßig stattfinden und unterstreicht das Engagement vor Ort“, so Marcus Keller, Teamleiter im Bauvereins-Quartiersmanagement.

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Von Rüdiger Jacob