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Lübeck Diensthund „Maylo“ spürt Tatverdächtigen auf
Lokales Lübeck Diensthund „Maylo“ spürt Tatverdächtigen auf
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14:50 08.11.2019
Gute Nase: Diensthund „Maylo“ hat am Donnerstag in der Kirschenallee einen flüchtigen Tatverdächtigen aufgespürt. Quelle: Polizei
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St. Gertrud

Spürnase Maylo überlistet niemand so schnell: Der Polizeihund überführte einen Autofahrer, der vor einer Verkehrskontrolle flüchten wollte und mit gestohlenen Kennzeichen unterwegs war. Das teilte die Polizei Lübeck mit.

Vier Insassen flüchteten vor Polizeikontrolle

Am Donnerstagabend fiel den Beamten gegen 23.30 Uhr ein Fiat Punto durch seine Fahrweise auf. Der fuhr in der Kirschenallee ohne Beleuchtung vor ihnen fuhr. Bevor sie die Insassen kontrollieren konnten, hielt der Wagen im Rotdornweg. Alle vier verließen fluchtartig den Wagen und liefen in verschiedene Richtungen weg. Zur Unterstützung wurde dreijährige Diensthund Maylo eingesetzt. Der belgische Schäferhund schnupperte am Fahrersitz und konnte die Fährte aufnehmen. Nach 100 Metern konnte der mutmaßliche Fahrer aufgespürt werden, er hatte sich nach Angaben der Polizei im Gebüsch versteckt.

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Beim 18-jährigen Fahrer wurden Alkohol und THC nachgewiesen

Ein 18-jähriger Lübecker wurde als mutmaßlicher Fahrer des Wagens vorläufig festgenommen.Ein freiwilliger Atemalkoholtest des 18-jährigen ergab 0,36 Promille. Zudem ergab ein Schnelltest den Konsum von THC. Daraufhin wurden Blutproben entnommen. Nach dieser Kontrolle wurde der Lübecker wieder entlassen, wenngleich er die Polizisten noch im Weggehen beleidigte. Gegen ihn wird jetzt unter anderem wegen verschiedener Verkehrsdelikte, Drogenbesitz und Beleidigung ermittelt. Die weiteren Fahrzeuginsassen konnten sie nicht mehr auffinden.

Polizei fand Brecheisen und Schreckschusspistole im Kofferraum

Die Beamten fanden außerdem heraus, dass die Kennzeichen an dem Fiat Punto zu einem Nissan Micra gehören und als gestohlen gemeldet sind. Der Fiat ist wiederum seit Mai 2019 stillgelegt und darf nicht im Straßenverkehr gefahren werden. Zudem ist der Wagen nicht versichert. Im Fahrzeug wurde dann ein nahezu neues Brecheisen gefunden, abgesehen von Nutzungsspuren an den Hebelkanten. Hinter dem Fahrersitz fanden die Beamten außerdem eine Schreckschusswaffe, die einer echten Schusswaffe täuschend ähnlich sieht. Weiter wurden mehrere Einweghandschuhe gefunden sowie ein Handy, das nicht zugeordnet werden konnte.

Von LN