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Lübeck Lübeck: Drogen und Waffen bei Kontrolle am Zob gefunden
Lokales Lübeck Lübeck: Drogen und Waffen bei Kontrolle am Zob gefunden
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17:42 13.09.2019
Große Polizeikontrolle am Zob und Bismarckdenkmal in Lübeck. Quelle: Holger Kroeger
St. Lorenz Süd

Vor drei Wochen hatte die Lübecker Polizeidirektion den Termin intern bekanntgegeben – und mit dem Erfolg ist sie sehr zufrieden. 37 Beamte und Angestellte waren an der Kontrollaktion beteiligt – von Landes- und Bundespolizei, Ausländerbehörde und städtischem Ordnungsdienst. 141 Personen wurden rund um den Zob kontrolliert. Das gab die Polizeidirektion Lübeck am Freitag bekannt.

Schlagringe, Messer, gestohlene Fahrräder

Das Ergebnis: 22 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, darunter fünf, in denen es auch um Drogenhandel geht. Die Hinweise gingen von Beamten in Zivilkleidung aus. Sieben Mal stießen die Einsatzkräfte auf Verstöße gegen das Waffenrecht. Sie stellten einen Schlagring sicher, vier Messer – darunter drei Einhandmesser – und zwei Teleskopschlagstöcke. Ferner stellten die Kontrolleure ein gestohlenes und ein unterschlagenes Fahrrad sicher. Drei der kontrollierten Personen werden aus Deutschland ausgewiesen. Eine Person wurde des Platzes verwiesen.

Fünf Fälle von Drogenhandel

Beamte in ziviler Kleidung gaben den uniformiert gekleideten Trupps die entsprechenden Hinweise, so dass 22 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt wurden. Darunter werden fünf Ermittlungsverfahren eröffnet, in denen den Tatverdächtigen der Handel vorgeworfen wird. Bei zwei Personen wurden Konsumeinheiten à ein Gramm Marihuana gefunden, in einem Fall 14, im anderen 28. In einem Fall suchten die Beamten sofort die Wohnung des Kontrollierten auf und stießen bei der Durchsuchung auf 1270 Euro in einer auffällig kleinen Stückelung, eine geringe Menge Marihuana und eine Feinwaage.

Kontrollen ohne Verdacht

Normalerweise ist die Polizei in Schleswig-Holstein nicht berechtigt, Personen unabhängig von einem konkreten Verdacht zu kontrollieren. Am Zob ist das nur erlaubt, weil das Landesverwaltungsgesetz der Polizei die Möglichkeit gibt, bestimmte Gebiete zu „gefährlichen Orten“ zu erklären. In Lübeck gilt diese Einstufung seit Juni 2017 für den Drogentreff am Krähenteich und für das Gebiet um den Zob, das heißt: zwischen Puppenbrücke, Hauptbahnhof, Hansestraße und Beim Retteich. Wie lange ein Gebiet als „gefährlicher Ort“ gelten darf, legt das Gesetz nicht fest. Die Überprüfung des Erfolgs liegt bei den örtlichen Polizeibehörden.

Von Hanno Kabel

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