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17:25 28.01.2020
Aminata Touré ist Vizepräsidentin des Landtages in Kiel. Sie wird im „Studium generale“ der Universität über Alltagsrassismus sprechen. Quelle: dpa
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Lübeck

Die öffentliche Vortragsreihe „Studium generale“ der Universität zu Lübeck stellt in diesem Wintersemester das Konzept „Europa“ zur Diskussion und fordert zum Perspektivwechsel heraus.

Jetzt zum Ende des aktuellen Wintersemesters nähert sich die Reihe der Zielgeraden. Zwei Vorlesungen, die thematisch korrespondieren, der insgesamt sieben, stehen noch in den nächsten zwei Wochen an.

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Europa als Vorbild, Feindbild und Reizbild

Am heutigen Mittwoch lautet das Thema „Vorbild – Feindbild – Reizbild: Der Blick außereuropäischer Eliten auf Europa im Zeitalter von Spätkolonialismus und Dekolonisation, der Zeitraum 1880 bis 1960“.

Vortragender um 19.15 Uhr im Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, Königstraße 42, ist Prof. Harald Fischer-Tiné. Während der Hochblüte des Imperialismus im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert hat sich Europa selbst meist als Mittelpunkt und Motor der Welt verstanden.

Prof. Harald Fischer-Tiné lehrt an der ETH Zürich. Quelle: UzL

Wie aber schauten Intellektuelle und politische Aktivisten aus den kolonisierten Teilen der Welt auf Europa? Fischer-Tiné zeichnet nach, wie und warum sich Wahrnehmung und Deutungen des ‚alten Kontinents‘ in jenen Jahrzehnten drastisch wandelten.

Vom beneideten Vorbild, dem man nacheifern wollte, wurde Europa immer häufiger zur Chiffre für politische Repression, seelenlosen Materialismus und kulturelle Arroganz.

Die letzte Vorlesung im „Studium generale“ wird dann am Mittwoch, 12. Februar, ebenfalls um 19.15 Uhr am selben Ort Referentin Aminata Touré halten – zum Thema „Koloniale Kontinuitäten und Schwarzer Widerstand“.

Touré ist stellvertretendes Mitglied des Innen- und Rechtsausschusses, Sozialausschusses und Petitionsausschusses des Landtages. Seit dem 28. August 2019 ist sie außerdem Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Damit ist sie nun die erste afrodeutsche und jüngste Vizepräsidentin in Deutschland.

Über Alltagsrassismus und Widerstand dagegen

„In dem Vortrag werde ich über den Widerstand Schwarzer Menschen, die in Deutschland leben und Rassismus erfahren, sprechen. Es wird außerdem darum gehen, inwiefern kolonialistisches und rassistisches Denken nach wie vor in Deutschland vorhanden ist. Im Denken, im Handeln, in Institutionen“, kündigt sie an.

Ihr Geburtsort ist Neumünster; dort wuchs sie auch auf. Zuvor waren ihre Eltern im Jahr 1992 nach Deutschland geflohen. Sie hat in Kiel Politikwissenschaft und Französische Philologie studiert.

Von mho

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