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14:49 04.02.2020
Themenpatin Jenny Scharfe und ihr Kollege Marc Kudling, der ebenfalls als Themenpate der Stadtwerke zur Verfügung steht, zeigen die Siegertrophäe des „Lübeck Future Award“. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Lübeck

Energie, Mobilität, Datenstrukturen – „das alles befindet sich im Wandel und wird auch nachhaltig unsere Hansestadt verändern“, betont Felix Schulz von Thun. Er ist Kooperationsmanager der Stadtwerke Lübeck Innovations- und Entwicklungsgesellschaft. Der Experte weiß aus gemeinsamen Projekten mit den Lübecker Hochschulen, welches Ideenpotenzial auf dem Wissenschaftscampus schlummert.

Potenzial ans Tageslicht bringen

„Jetzt möchten wir mit der Vergabe des neuen Innovationspreises namens ,Lübeck Future Award’, dotiert mit 5000 Euro, dieses Potenzial noch weiter ans Tageslicht bringen und als Schrittmacher fungieren“, fasst er zusammen. Die Forschungsprojekte sollten sich dadurch auszeichnen, dass sie durch die Nutzung neuer Technologien ein ökologisch nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Zusammenleben für die Bürgerinnen und Bürger fördern, so Stadtwerke-Chef Dr. Jens Meier.

Öffentlichkeitswirksame Preisverleihung

Und neben der stattlichen Prämie gibt es einen weiteren Anreiz für die Teilnahme. Denn dem Siegerteam wird mit der Ehrung während der ersten Lübecker Mediennacht am Sonnabend, 9. Mai, ein ganz besonderer Auftritt zuteil. Die Veranstaltung der Lübecker Nachrichten – zusammen mit dem Medienpartner NDR – wird in der Kulturwerft Gollan steigen.

Drei verschiedene Herausforderungen

„Teilnehmen an dem Wettbewerb können alle Mitglieder der Technischen Hochschule Lübeck sowie der Universität zu Lübeck“, nennt Meier die Voraussetzungen. Dabei umfasst der ausgerufene Wettbewerb drei mögliche Innovationsthemenfelder. „Wie kann E-Mobilität für die Menschen in Lübeck attraktiver werden?“ ist Challenge 1 überschrieben. Als Themenpate fungiert hier Marc Kudling. „Für mich ist das E-Auto das Vehikel der Digitalisierung; es bringt die neue in die alte Welt“, formuliert der 38-Jährige. Er arbeitet nun seit zehn Jahren im Bereich E-Mobilität. „Ob Batterie- und Ladestation-Technologie, connected cars- und car sharing-Modelle, die Solaranlage auf dem Carport und so weiter – ich bin gespannt auf die eingereichten Konzepte hinsichtlich Dienstleistungsprodukt, Geschäftsmodell oder Forschungsergebnis“, sagt er.

Idee sollte konkret unseren Alltag erleichtern

Challenge 2 fragt: „Wie kann das Internet der Dinge, IoT abgekürzt, die Umwelt und das Leben der Menschen in Lübeck verbessern?“ Dies wird dann ein Fall für Projektleiterin Jenny Scharfe, die an dieser Stelle als Themenpatin unterstützt. „Es sollte nicht nur eine technische Spielerei sein, sondern etwas, das uns wirklich den Alltag erleichtert“, erklärt die 38-Jährige, „allen voran im Bereich Verkehr, Autos, Parkplätze, Altstadtdurchfahrten et cetera.“ Als Beispiel nennt sie die Idee des Gewinnerteams vom letzten Lübeck- Hackathon. „Die Studierenden wollen die Eric-Warburg-Brücke digitalisieren, dass also Autofahrern via App oder Straßenschild angezeigt wird, ob sie hochgeklappt ist oder nicht“, erläutert sie.

Challenge 3 – mit dem Themenpaten Volker Wallbaum – möchte schließlich die Frage beantwortet sehen, wie mit Blockchain (eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, „Blöcke“ genannt, die mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet sind) ein Mehrwert für die Umwelt und die Menschen in der Hansestadt erzielt werden könnte.

Wie bekommt man den Preis?

Der Wettbewerb „Lübeck Future Award“ umfasst insgesamt drei mögliche Challenges, zur E-Mobilität, zum Internet der Dinge und zur Blockchain-Technologie. Wer teilnehmen möchte, muss der TH oder der Uni angehören und muss sich erstmal als Einzelperson oder als Team bis Sonnabend, 29. Februar, unter future@swhl.de registrieren.

Es werden Angaben zum Namen, zur Anschrift, ein Immatrikulationsnachweis sowie zur ausgewählten Challenge benötigt. Danach wird man von den jeweiligen Themenpaten zum weiteren Vorgehen kontaktiert.

Wer schon eine Lösungerarbeitet hat und diese einreichen möchte, kann dies ebenfalls unter der E-Mail-Adresse future@swhl.de tun. Die Stadtwerke benötigen ein kurzes Konzept der Lösungsidee. Dieses sollte nicht mehr als fünf DIN A4-Seiten umfassen, aber alle Aspekte der Lösung beinhalten und insbesondere auf die vier Handlungsfelder – Nachhaltigkeit, Innovation, Lübeck-Bezug, Einfluss – eingehen. Alle Fragen zur Ausschreibung können ebenfalls an future@swhl.de gerichtet werden.

„Damit haben wir drei Themenkomplexe identifiziert, die uns bewegen“, betont Jens Meier, „und das sind alles Themen, an denen wir dran sind und die einen klaren Zukunftsfokus haben.“ Zudem könnten diese hier in Lübeck sehr gut entwickelt werden, so sein Ausblick. Obwohl schon zahlreiche Projektskizzen bei den Stadtwerken eingegangen sind, wurde die Bewerbungsfrist für den Wettbewerb um weitere vier Wochen bis Ende Februar verlängert.

Bewerbungsphase bis Ende Februar verlängert

„Denn aus Uni und TH wurde uns gespiegelt, dass im Moment die Klausurenphase auf dem Campus ist, so dass es für Studierende momentan schwierig sei, so etwas nebenbei zu machen“, merkt Kooperationsmanager Felix Schulz von Thun noch an.

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Von Michael Hollinde

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