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Lokales Lübeck Lübeck: Gelbe Tonne ersetzt ab 2022 gelben Sack
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11:06 01.12.2019
Eine Umfrage unter 1000 Bürgern zeigt, dass viele mit den gelben Säcken unzufrieden sind. 2022 wird die gelbe Tonne flächendeckend in Lübeck eingeführt. Quelle: Lutz Roeßler
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Lübeck

2022 wird die gelbe Tonne statt des gelben Sackes flächendeckend in Lübeck eingeführt. Das haben die Entsorgungsbetriebe (EBL) auf LN-Anfrage bestätigt. Aktuell verhandeln die EBL noch mit den Anbietern des Dualen Systems, ob es für Bürger, die keinen Platz für eine weitere Mülltonne haben, Ausnahmen geben soll.

95 Prozent leben gerne in Lübeck

Die Lübecker mögen ihre Stadt. Das Marktforschungsinstitut aus Mainz, das bundesweit Umfragen zur Abfallentsorgung macht, fragt das jedes Mal mit ab. Die Frage: „Leben Sie gerne in Lübeck?“ bejahten dieses Jahr 95 Prozent.

Knapp 7000 Tonnen Leichtverpackungen fallen jährlich in der Hansestadt an. Die landen in den gelben Säcken, die von dem privaten Entsorger Veolia eingesammelt werden. Eine aktuelle Kundenbefragung der EBL unter 1000 Lübeckern zeigt, dass die Zufriedenheit mit dem System gelber Sack seit 2010 abgenommen hat. Ein Mainzer Marktforschungsinstitut hat 1000 Bürger aus allen zehn Stadtteilen und allen Altersgruppen am Telefon nach ihrer Zufriedenheit mit der Entsorgung befragt.

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„Die Bürgerinnen und Bürger sind mit den Entsorgungsbetrieben in allen Bereichen zufrieden. Das Image ist gut. Insbesondere werden die Entsorgungsbetriebe als zuverlässig, kompetent, kundenorientiert, vertrauenswürdig und umweltorientiert wahrgenommen“, stellt das Mainzer Institut fest.

„Die Müllabfuhr begeistert geradezu“

„Die Müllabfuhr begeistert die Bewohner Lübecks geradezu“, zitiert EBL-Chef Jan-Dirk Verwey aus der neuen Umfrage. Zum dritten Mal seit 2010 haben die Entsorgungsbetriebe die Bürger um ihre Meinung gebeten. In diesem Jahr fährt die Abfallentsorgung Spitzenwerte ein. 91 Prozent sind mit der Abfuhr der grauen Tonnen zufrieden, 89 Prozent mit der Papierabfuhr, 85 Prozent mit der Biomüll-Entsorgung. „Es gibt eine klare Entwicklung“, sagt Verwey, „wir werden immer ein bisschen besser.“

Die Müllabfuhr hat bei Lübeckern einen guten Ruf. Aber über manches ärgern sie sich auch.

2010 waren die Noten schon gut, 2014 gab es einen kleinen Einbruch: Jetzt liegen die Lübecker Entsorger auch im deutschlandweiten Vergleich mit an der Spitze. Ein Umfrageergebnis liegt dem EBL-Chef sehr am Herzen. Sind die EBL preiswert?, wurde gefragt. 61 Prozent meinten ja, 2010 waren es 46 Prozent.

Sogar für die Profis überraschend

Manche Umfrageergebnisse haben sogar die Profis überrascht. 44 Prozent der Lübecker bringen ihre Wertstoffe zum Recyclinghof St. Lorenz, der damit deutlich beliebter ist als die drei anderen. Verwey: „Das ist nicht unser schönster Wertstoffhof.“

Überrascht sind die Fachleute auch, dass sie mit ihren Kampagnen „WirfürBio“ und „Pumpenkiller Feuchttücher“ auch junge Menschen erreichen. „Die interessieren sich null für Abfall“, sagt EBL-Direktor Verwey. Durch soziale Medien und Internet würden die jungen Lübecker angesprochen. Insgesamt erklärten 20 Prozent der telefonisch Befragten, dass sie die Biomüll-Kampagne kennen, und zwölf Prozent, dass sie von der Feuchttücher-Kampagne gehört haben.

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117 Lübecker nahmen an einer Online-Befragung teil

Die EBL hatten parallel eine Online-Befragung laufen, an der 117 Lübecker teilnahmen. Dort kannten sogar 55 Prozent die Biomüll-Kampagne – 41 Prozent durch das Internet und 40 Prozent durch die Zeitung. Trotzdem bleibt viel zu tun. Nicht wenige Teilnehmer der Umfrage bekannten offen, dass sie Abfälle immer noch in Plastiktüten in der Biotonne entsorgen.

Eher Mittelmaß ist Lübeck beim Thema Sauberkeit der Stadt. Die Werte sind von 59 Prozent Zufriedenheit 2010 auf 63 Prozent 2019 gestiegen, aber im deutschlandweiten Vergleich landet die Hansestadt nur im Mittelfeld. Besonders schlecht schneidet die Innenstadt ab, am zufriedensten sind die Bürger in St. Jürgen.

Zigarettenkippen und Hundekot nerven die Bürger

42 Prozent der Befragten sagen, es sei in der Innenstadt sauberer geworden. Genauso viele sehen keine Unterschiede zu früher. Fünf Prozent sagen, es sei deutlich sauberer geworden. Zehn Prozent hingegen, es sei schmutziger oder deutlich schmutziger geworden. Bei der Online-Befragung gab sogar ein Viertel an, nicht zufrieden zu sein. Was nervt die Leute am meisten? Weggeworfene Zigarettenkippen liegen auf Platz eins, gefolgt von Hundekot.

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