Lübeck: Geschichtsverein VLGA feiert in diesem Jahr 200. Geburtstag
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Lübeck: Geschichtsverein VLGA feiert in diesem Jahr 200. Geburtstag

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14:01 16.03.2021
Archivdirektor Dr. Jan Lokers sitzt im Stadtarchiv am Dom. Er ist Vorsitzender des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde. Der VLGA ist einer der größten und ältesten Geschichtsvereine Deutschlands.
Archivdirektor Dr. Jan Lokers sitzt im Stadtarchiv am Dom. Er ist Vorsitzender des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde. Der VLGA ist einer der größten und ältesten Geschichtsvereine Deutschlands. Quelle: Lutz Roeßler
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Lübeck

Der Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde (VLGA) feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag. Gegründet wurde er am 4. Dezember 1821 von Lübeckern in der „Gemeinnützigen“. „Dieses Jubiläum soll gebührend gefeiert werden, denn heute gehört der VLGA zu den größten und ältesten Geschichtsvereinen in Deutschland“, erklärt Archivdirektor Dr. Jan Lokers vom Stadtarchiv und Vorstandsvorsitzender des Vereins.

Es gibt besondere Einblicke in die Stadtgeschichte

Alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr stehen unter dem Motto VLGA 200. „Eine besondere Vortragsreihe wird Einblicke in die Stadtgeschichte geben, von archäologischen Highlights ebenso erzählen wie von Marzipan, Thomas Mann oder Duellen“, so Lokers.

Porträt des Vereinsgründers Johann Friedrich Hach (* 17. August 1769 in Lübeck; † 29. März 1851.) Quelle: Museum Behnhaus Drägerhaus

Im August findet ein großes Sommerfest statt

Gefeiert wird mit einem Sommerfest im August und einem Festakt am 4. Dezember in der „Gesellschaft für Gemeinnützige Tätigkeit“, deren Tochter der Verein ist. Der VLGA versteht sich laut Lokers als „das zentrale historische Organ für die Stadtgeschichte in all ihren Facetten“. Themen sind in erster Linie Archäologie, Geschichte, Kunstgeschichte, Architekturgeschichte und Denkmalpflege.

Das Wirken des Vereins beruht auf dem Vortragsangebot und dem jährlichen Periodikum: der „Zeitschrift für Lübeckische Geschichte“ (ZLG). „Die seit 1855 erscheinende Zeitschrift ist das Flaggschiff des Vereins“, betont Lokers.

Der Verein im Überblick

Der Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde(VLGA) wurde 1821 gegründet. Als älteste Tochtergesellschaft der Gemeinnützigen möchte der VLGA die Geschichte Lübecks erforschen, die Geschichtskenntnis der Lübecker fördern und die Bestrebungen zum Schutz der Geschichtsdenkmäler in der Stadt unterstützen.

Dazu werden Vorträge (seit 2021 auch online), Gesprächsabende, Führungen und Spaziergänge durch die Stadt und die Vorstädte angeboten. Außerdem führen Exkursionen zu bedeutenden historischen Stätten des Umlandes in Holstein, Lauenburg und Mecklenburg.

Der VLGA gibt seit über 150 Jahren die „Zeitschrift für Lübeckische Geschichte“ heraus. Sie informiert unter anderem über die neuesten Forschungen zur lübeckischen Geschichte sowie über die Arbeit der Bereiche Archäologie und Denkmalpflege.

Die Vereinsmitglieder können dort allgemein verständlich und auf neuestem Stand Interessantes über Lübecks Geschichte, von den Anfängen bis in die jüngste Zeit, lesen. Ende des Jahres wird die 100. Ausgabe als umfangreicher Jubiläumsband der ZLG erscheinen.

Aktuell gehören 361 Mitglieder zum Verein

Der Verein hat aktuell 361 Mitglieder, von denen viele ihren Wohnsitz außerhalb der Hansestadt, in ganz Deutschland und Europa, haben. „Aber natürlich sind es vor allem Lübecker Bürger, die sich aus Interesse für die Geschichte ihrer Stadt dem Verein angeschlossen haben“, erklärt der Vorsitzende und bezeichnet die Mitgliederentwicklung als „sehr erfreulich“.

Professorin Antjekathrin Graßmann war jahrzehntelange Vorsitzende des Vereins und ist jetzt Ehrenvorsitzende. Sie leitete auch das Archiv der Hansestadt Lübeck. Quelle: Lutz Roeßler

Verein möchte Geschichte verständlich darstellen

An die Stelle des ursprünglichen Vereinszwecks von 1821, das Sammeln und Erhalten von Quellen und Denkmälern, ist das Vermitteln in den Fokus gerückt. Laut Lokers geht es „um lokale Identitätsstiftung und verständliche Darbietung der lokalen Geschichte“. Seit 2004 ist der VLGA im Internet präsent.

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Eine wesentliche Neuerung zum Nutzen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft ist die Digitalisierung der Zeitschrift. Seit 2017 sind alle Bände der Mitteilungen des Vereins und alle älteren Ausgaben der Zeitschrift für Lübeckische Geschichte online einsehbar und im Volltext durchsuchbar. Das war möglich dank maßgeblicher Förderung durch die Possehl-Stiftung. Die Öffentlichkeit hat seither einen direkten Zugang zu Lübecks Geschichtsforschung seit 1855. „Das ist ein Schatzkästlein des Wissens“, betont der Archivdirektor.

Hier gibt es Infos und Ankündigungen

Alle aktuellen Ankündigungen des Vereinsprogramms im Jubiläumsjahr sind im Internet unter www.vlga.de/de/programm zu finden. Der zweite Vortrag aus Anlass des 200-jähriges Bestehens des Vereins ist ab sofort online verfügbar. Dr. Alexander Bastek geht der Frage nach, wie der Hansestadt Lübeck vor 100 Jahren der Erwerb des Behnschen Hauses (heute Museum Behnhaus Drägerhaus) gelang. Titel: „Getragen von Liebe zur Vaterstadt und ihrer Kunst“. Der Vortrag ist als Video über die Internetseite des Vereins unter https://vlga.de/de/onlinevortraege-200-jahre-vlga abrufbar. Weitere Infos und Kontakt unter Telefon 0451 122 4152 oder an info@vlga.de per Mail.

Von Cosima Künzel