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17:29 12.09.2019
Mitwirkende der Filmnacht-Andacht, v. l.: Petri-Pastor Bernd Schwarze, die Musikstudentinnen Nina Buchholz und Karin Lorenz, Filmtage-Chefin Linde Fröhlich. Quelle: Lutz Roeßler
Innenstadt

Die Färöer sind selbst für Freunde der nordischen Welt und Stammgäste der Nordischen Filmtage ein exotischer Ort: eine Inselgruppe im Nordatlantik mit der Bevölkerung einer Kleinstadt, aber eigener Sprache, weit entfernt gelegen von Dänemark, zu dem die Färöer politisch gehören. Aus dieser rauen, einsamen Welt kommt der Film „Nina“ von Maria Winther Olsen, der im Mittelpunkt der Filmnacht-Andacht am Freitag, 20. September, in St. Petri steht.

Entdeckung bei den Filmtagen

„Nina“ handelt von einer jungen, dänischen Schriftstellerin, die mit ihrem Freund auf die Färöer zieht, um dort zu schreiben – und stattdessen in eine seelische Krise gerät. Der Film wurde auf den Nordischen Filmtagen 2018 gezeigt. „Das war im letzten Jahr so eine kleine Entdeckung“, sagt Linde Fröhlich, künstlerische Leiterin des Festivals. „Auf den Färöer sind, bei 50 000 Einwohnern, die Möglichkeiten für Filme begrenzt. Es war eine relativ späte Einreichung. Ich hatte mich auf Kurzfilm eingestellt, aber es kam ein Spielfilm von einer Regisseurin, von der ich noch nie gehört hatte.“

Der Termin

Filmnacht-Andacht, St. Petri zu Lübeck, Freitag, 20. September, Beginn: 21 Uhr, Dauer: zwei Stunden, Eintritt: zehn, ermäßigt sieben Euro.

Mythische Bilder

Petri-Pastor Bernd Schwarze wird nach der Vorführung über die religiösen Motive und theologischen Fragen des Films sprechen. Er war vor allem von der bildgewaltigen Naturdarstellung beeindruckt. „Das geht ins Mythische, in religiöse Befindlichkeiten“, sagt er. „Am Anfang sieht man den Rücken der Frau auf dem Schiff, dann öffnet sich das Bild auf die Landschaft – da habe ich gedacht: Das Bild will ich in St. Petri sehen!“ Der Film, sagt Schwarze, sei „nichts für Thriller-Affine, die alle 20 Sekunden das nächste Sensationsbild sehen wollen“: „Es gibt sehr viel Stille, manchmal kaum zu ertragen, und null nervige Hintergrundmusik.“

Musikalische Improvisation

Was nicht heißt, dass der Film gar keine Musik hätte. Motive aus dem Soundtrack von Johan Caröe nehmen Nina Buchholz (Querflöte) und Karin Lorenz (Orgel), Studentinnen der Musikhochschule Lübeck, zur Grundlage für Improvisationen am Anfang und Ende der Veranstaltung. „Es gibt in dem Film ein Lied, das wir als Hauptmelodie benutzen“, erklärt Karin Lorenz.

Färinigisch hören

Außerdem werden am Anfang und Ende poetische Texte aus einem färingischen Mythos gelesen, der im Film eine wichtige Rolle spielt. Bei der Vorbereitung auf die Filmnacht lernte Pastor Schwarze die in Deutschland lebende Färingerin Anja Tell kennen, so dass die Texte nicht nur in der deutschen, sondern auch in der Originalfassung zu hören sind.

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