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Lokales Lübeck Lübeck: Interkultureller Sommer stellt Programm vor
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19:31 10.05.2019
Junge Botschafter des Interkulturellen Sommers 2019, v. l.: Kimia Bakhshi Zajkani (14), Omid Jamshidi (20), Janne Krüger (21). Quelle: Hanno Kabel
Lübeck

Das dicke Programmheft lässt sich von beiden Seiten her aufblättern. In der einen Hälfte steht das Programm in deutscher, in der anderen in englischer Sprache. Englisch ist die Weltsprache, und aus aller Welt kommen die Angebote, die zusammen vom 18. Mai bis zum 7. Juli den Interkulturellen Sommer bilden. 80 Veranstalter sind diesmal dabei, und viele von ihnen waren zur Vorstellung des Programms in der Aula der Volkshochschule erschienen.

Volkshochschule ist federführend

Kultursenatorin Kathrin Weiher, Schirmherrin des Projekts, sagte: „Wir haben seit fünf Jahren durch den Interkulturellen Sommer eine Willkommenskultur aufgebaut, auf die ich wirklich stolz bin.“ Integration bedeute viel mehr, als nur eine Wohnung zu haben.

Hier können Sie sich das ganze Programm anschauen und herunterladen:  

IKS2019-Programm-D-web (2,1 MB)

„Es geht ja auch darum, dass man Freunde gewinnt, dass man die Stadt kennenlernt.“ Federführend ist die Volkshochschule. Deren Leiterin Christiane Wiebe sagte: „Egal woher die Menschen kommen, wir sind hier in Lübeck, und wir sind alle Lübeckerinnen und Lübecker.“

Zweisprachig: Das Programmheft des Interkulturellen Sommers 2019. Quelle: Hanno Kabel

Jugendliche Botschafter

Um das anschaulich zu machen, präsentieren drei junge Leute als Botschafter den Interkulturellen Sommer nach außen.

Omid Jamshidi (20), geboren in Afghanistan und aufgewachsen im Iran, kam 2015 nach Lübeck. „Deutschland ist jetzt mein drittes Heimatland“, sagt er. Janne Krüger (21), kaufmännische Auszubildende und Autorin der Kolumne „The Heart of It“ im Magazin Ultimo, freut sich, „dass wir diesen Sommer wieder fremde Kulturen, kuriose Hobbys und nette Menschen kennenlernen können“. Kimia Bakhshi Zajkani (14) aus dem Iran ist musikbegeistert und sagt: „Musik ist international.“

Vielfältiges Programm

Der Interkulturelle Sommer beginnt am Sonnabend, 18. Mai, mit einer Tour, die zugleich der Beginn der dreiwöchigen Aktion „Stadtradeln“ ist, und endet am Sonntag, 7. Juli, mit einem „interkulturellen Picknick“ im Schulgarten. Dazwischen gibt es ein Programm mit Vorträgen, Kursen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Lesungen, Führungen. Unter den Themen findet sich unter vielem anderen das Mähen mit der Sense, Schlaflieder aus aller Welt, Salsa, Kochen nach syrischer, iranischer, türkischer, persischer Art.

Mit aufgeführt im Programm sind auch das Festival „Lübeck talks Tango“ (20. bis 23. Juni), das Theater Festival „Crossing Border“ der Vorwerker Diakonie (26. bis 30. Juni) und die Veranstaltungen im Rahmen der bundesweiten Woche der Sprache und des Lesens (18. bis 26. Mai).

Keine zentrale Steuerung

Eine zentrale Steuerung des Programms gibt es nicht. „Die Veranstalter machen alles mit eigenen Mitteln“, sagte VHS-Leiterin Christiane Wiebe. Das gilt auch für die Kosten der Veranstaltungen. Zentral organisiert sind nur die Werbung und das Programmheft, mit finanzieller Unterstützung von der Possehl-Stiftung, der Sparkassenstiftung und dem Ehepaar Gaulin.

Das Programmheft gibt es bei der Volkshochschule (04 51/122 40 21, vhs@luebeck.de). Es liegt an verschiedenen Orten in der Stadt aus.

Hanno Kabel

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