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Lübeck Im Lübecker Museum für Natur und Umwelt sind 30 Küken zu Gast
Lokales Lübeck Im Lübecker Museum für Natur und Umwelt sind 30 Küken zu Gast
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17:13 09.04.2019
Daria Carobene ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum für Natur und Umwelt und darf ausnahmsweise mit zu den 40 Küken in den Auslauf. Quelle: Felix König
Innenstadt

Sie sind vier Tagen alt, bewegen sich wie kleine Federwolken und sitzen am liebsten unter dem Rotlicht. Im Museum für Natur und Umwelt sind die Küken los. Unter dem Motto „Bei uns piept’s“ können die 30 Mini-Hennen bis 22. April in den Ausstellungsräumen beobachtet werden. Zusätzlich stehen Ferienspaß und Osterangebote auf dem Programm.

Beherbergt die Baby-Hennen in ihrem Museum: Leiterin Dr. Susanne Füting. Quelle: Felix König

Küken im Museum kuscheln gern

„Die Küken brauchen noch viel Wärme und kuscheln sich gerne zusammen“, erklärt Museumsleiterin Dr. Susanne Füting am Rande des etwa acht Quadratmeter großen Auslaufs. Wenn die Kleinen nicht unter der Wärmelampe sitzen, laufen sie auf dünnen Beinen durch die Einstreu und scharren schon wie die Großen. „Momentan machen sie nichts anderes als fressen und schlafen im Wechsel“, erklärt Füting lachend.

Daria Carobene hält ein Küken in den Händen, damit Linnea (9) es streicheln darf. Das ist eine Ausnahme für den Fototermin. Vom Zaun aus ist Zuschauen für alle möglich. Quelle: Felix König

Am Zaun steht auch Linnea. Die Neunjährige schaut zu, wie die Küken eine Runde drehen, laut piepsen und die winzigen Flügel strecken. Normalerweise darf niemand in den Auslauf, aber für das Pressefoto gibt es eine Ausnahme. Daria Carobene (26) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum und hilft dem Mädchen übers Gatter. Vorsichtig nimmt Carobene ein Küken hoch, damit Linnea es berühren darf. „Wie weich es ist“, staunt die Besucherin.

Küken von drei Rassen

Füting erklärt, dass die Vögelchen von einem Züchter kommen und in einem speziellen Brutkasten ausgebrütet wurden. Zu sehen gibt es drei verschiedene Rassen. Die gelben heißen Lohmann-Brown und sind nur als Küken gelb. Sie werden später hellbraun. Außerdem gibt es zwei dunkle Rassen, die für Laien noch kaum zu unterscheiden sind. Die „Blausperber“ werden später eine grau-weiße Zeichnung haben. Die „Schwarze Bovan“ bekommen dunkelbraune bis fast schwarze Federn mit hellerer Farbe am Hals und Kopfbereich.

So niedlich sind die 30 Küken im Lübecker Museum für Natur und Umwelt

Wenn die Zweibeiner fast drei Wochen alt sind, ziehen sie auf einem Bauerhof nach Duvensee (Kreis Herzogtum Lauenburg) um. „Sie wachsen schnell und sind dann schon richtig groß“, erklärt die Museumsleiterin und kündigt an, dass die kleinen Stargäste aus dem Museum dann frei auf dem Hof herumlaufen können.

Museum bietet weitere Ferienaktionen

Als weitere Aktionen gibt es im Museum das „Rätsel-Ei für Museumsdetektive“. Während der gesamten Ferienzeit (bis Ostermontag, 22. April) können Kinder und Jugendliche alleine oder mit Begleitung eines Erwachsenen auf Spurensuche gehen. Den Rätselbogen dazu gibt es am Infostand des Museums. Und wer am Ostersonntag, 21. April, die Detektivaufgaben erfolgreich löst, bekommt eine kleine Überraschung.

Wie entwickelt sich das Küken im Ei?

Zum Osterferienprogramm gehört auch die Ostereiersuche „Ach, du dickes Ei!“ Bei diesem Ferienangebot geht es um die Fragen: Was ist ein Ei? Welche Tiere legen Eier? Wie entwickelt sich das Hühnchen im Ei? Was hat es mit der Färbung von Vogeleiern auf sich? Zum Abschluss werden mitgebrachte, ausgeblasene Hühnereier bemalt. Als Vorbild aus der Natur dienen Eier von Amsel, Kiebitz oder Möwe, die toll gefärbt sind. Die eigenen Werke können mit nach Hause genommen werden. Zu zahlen ist nur der Eintritt ins Museum, Kinder und Jugendlichen: zwei Euro, Familienkarten sieben/13 Euro

Eiersuche im Museum

„Ach, du dickes Ei!“ richtet sich an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren und wird insgesamt viermal angeboten: am 11. und 12. April, jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Jedes Kind sollte drei bis vier ausgeblasene Hühnereier mitbringen. Die Farbe ist egal. Anmeldungen unter Telefon: 04 51/122 22 96 oder im Museum. Die Teilnahme kostet vier Euro, inklusive Eintritt ins Museum und Material.

Cosima Künzel

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