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Lübeck: Kunst und Kirche in Wichern

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17:01 19.03.2021
Künstlerin Bettina Thierig hat auf dem Kirchplatz ihr riesiges Geisternetz aufgehängt und platziert zwischen den Maschen Futterstationen für Insekten.
Künstlerin Bettina Thierig hat auf dem Kirchplatz ihr riesiges Geisternetz aufgehängt und platziert zwischen den Maschen Futterstationen für Insekten. Quelle: Lutz Roeßler
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Lübeck

Ihr aktuelles Projekt nennen sie „Kunst VorOrt“, und nach dem Auftakt Mitte des Monats an der Schule Roter Hahn in Kücknitz sind sie nun an ihrer zweiten Etappe, dem Kirchplatz in Moisling, angelangt. „Kunst und Kirche haben in Lübeck eine lange Tradition. Dabei sind die Künstler meist anonym geblieben“, sagt Wichern-Pastor Christian Gauer, „das ist jetzt bei uns anders.“

Eröffnung der Installationen am Sonntag um 14 Uhr

Entsprechend werden Thomas Judisch, Ida Möller, Bettina Thierig und Vivien Thiessen am Sonntag zuerst den 10 Uhr-Gottesdienst besuchen und dann bei der Eröffnung der Aktion um 14 Uhr allen Interessierten ihre Kunstwerke erläutern. „Alles erfolgt natürlich unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln“, versichert der Theologe.

Intention der Kreativen ist, die Kunst aus dem Zentrum der Hansestadt in die Außenbezirke zu bringen. Und sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Raum und Ort aus einer neuen Perspektive in den Blick zu nehmen.

Ganz neu sei die Idee, in die Stadtteile „auszuschwärmen“, aber nicht, wendet Gauer ein. So ist Bettina Thierig in Moisling spätestens seit ihrer „Moislinger Gesellschaft“ auf dem Dach der Heinzelmännchengasse 9 ein Begriff.

 

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Jetzt hat die renommierte Künstlerin ein riesiges, aus der Ostsee geborgenes Geisternetz ausgehängt, und zwischen den Bäumen hat sie Insekten-Futterstationen platziert. Künstlerin Ida Möller hingegen hat sich für eine gelbe, klingende Installation im Glockenturm entschieden. Und ein Strauß Lilien wird in einem Papierkorb landen.

Wichern-Pastor Christian Gauer (v.l.) freut sich zusammen mit den Künstlerinnen Ida Möller und Bettina Thierig über das Projekt. Quelle: Lutz Roeßler

Man könne in den nächsten Wochen jederzeit vorbeischauen und die Objekte bestaunen, sagt Christian Gauer, der dafür dankbar ist, dass das Ganze durch das Projekt „Kulturfunke“ der Possehl-Stiftung ermöglicht worden ist.

Von Michael Hollinde