Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck HanseArt: Kunst für alle in der Lübecker MuK
Lokales Lübeck HanseArt: Kunst für alle in der Lübecker MuK
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 16.03.2019
Die Malerin Katja Triol (40, l.) spricht mit den Messebesuchern Gundula Clasen (58) und Hans-Joachim Kuschinske (63). Quelle: Lutz Roeßler
Innenstadt

Für Katja Triol (40) aus Bad Kissingen ist der Tag auf der HanseArt in der MuK bisher nicht schlecht verlaufen. Am frühen Sonnabendnachmittag hat sie schon zwei Bilder verkauft. Immer wieder bleiben Besucher zwischen ihren Bildern stehen, die meisten davon Stillleben mit besonderem Augenmerk auf Licht und Schatten. Und wer bei Katja Triol stehenbleibt, kann gar nicht anders, als mit ihr ins Gespräch zu kommen. Sie redet gern über ihre Kunst, ihre Motive, ihre Vorlieben.

Ein Künstler, der auf der HanseArt ausstellt, präsentiert mit seinem Werk auch sich selbst. Feedback sei wichtig für ihn, sagt der Künstler Darko Caramello Nikolić (39) aus Hamburg, der an einem Stand mit zwei Kollegen abstrakte Bilder zeigt. „Im Gespräch merkt man schon manchmal, dass man den einen oder anderen Aspekt nicht genug beachtet hat.“

Ganz anders als Jonathan Meese

„Leute, die ihr Leben verschönern wollen“, so beschreibt der Veranstalter Thomas Roth die Zielgruppe der HanseArt. Die Messe solle auch das Publikum ansprechen, „das sich vielleicht nicht traut, in die Galerien zu gehen“. Und anders als bei Jonathan Meese, dem Lübeck gerade ein großes Ausstellungsprojekt widmet, gebe es hier nicht in allem eine große Aussage.

Susanne Kulo (58) aus Lübeck ist am Stand von Katja Triol stehen geblieben. „Licht und Schatten“, sagt sie mit Blick auf die Stillleben an der Wand, „das gefällt mir. Das ist etwas, was ich erfasse, das ist verständlich.“ Sabine Freifrau und Rudolph Freiherr von Schröder aus Bliestorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) waren schon auf Kunstmessen in Basel, Paris und Madrid und sind zum ersten Mal auf der HanseArt. „Es muss nicht immer so eine Riesenmesse sein“, sagt sie, und ihr Mann lobt: „Wir haben ein paar sehr gute Sachen gesehen.“

Künstler aus Dänemark

Zum ersten Mal dabei ist auch das dänische Künstlerehepaar Agnethe (64) und Søren Dujo (70). Sie fahren gern auf Messen, auch aus wirtschaftlichen Erwägungen. „Galerien sind oft sehr teuer“, sagt Søren Dujo. Er macht kleine Bronzeskulpturen und ist – bei seiner ersten Ausstellung überhaupt in Deutschland – überrascht, dass es hier so viele Skulpturen gibt. Verkauft hat er bisher noch nichts. „Vielleicht sind meine Skulpturen zu nett“, überlegt er, „was ich sonst gesehen habe, ist rauer.“

Am Ende, sagt der Veranstalter Thomas Roth, müsse das Produkt, also seine Messe, für die Künstler stimmen, von denen viele ihre Werke selbst vermarkteten. In Lübeck sei das seit 2007 immer gelungen: „Lübeck ist eine tolle Kulturstadt.“

Die HanseArt in der MuK (Willy-Brandt-Allee 10) ist am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet fünf Euro, für Besucher unter 16 Jahren ist er frei.

Hanno Kabel

Der Bundesverband deutscher Filmautoren lud zum Kurzfilmwettbewerb. Im Lübecker Hansemuseum zeigten Amateurfilmer aus dem Norden ihre Werke.

16.03.2019

Es ist die erste eigenständige Lange Nacht der Bibliotheken in Lübeck. Rund 25 Programmpunkte locken die Besucher. Durch den großen Andrang wird die Veranstaltung in der Hundestraße zum Erfolg.

16.03.2019

#Fridays for Future: Etwa 2800 Schüler haben in Lübeck für mehr Klimaschutz demonstriert. Gut zwei Stunden marschierten die jungen Leute und auch Erwachsene im Regen durch die Innenstadt.

15.03.2019