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Lokales Lübeck Lübeck: Mahnwache für tote Radfahrer
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21:17 04.10.2019
Ralf Kuessler, Paul Matzke und Wolfgang Raabe an dem Geisterrad. Mahnwache des ADFC Luebeck am Gustav-Radbruch-Platz / Faehrstrasse, 04.10.19 Quelle: 54° / Felix Koenig
St. Gertrud

Ein besonderer Trauermarsch bewegt sich Freitag Abend vom Lindenplatz durch die Innenstadt. Rund 40 Fahrräder der „Critical Mass“-Bewegung fahren vom Lindenteller aus durch den strömenden Regen. Gegen 19.30 Uhr kommen sie über die Burgtorbrücke, dazu ertönt „Amazing Graze“. An der Einmündung der Fährstraße halten sie und stellen ein weiß gestrichenes Damenfahrrad auf, darauf ein Schild mit einem schwarzen Kreuz: „Fahrradfahrerin verunglückt am 23.9.2019“. Direkt neben der damaligen Unfallstelle halten 60 Menschen eine Schweigeminute.

Die Fahrradfahrer der Mahnwache kommen vom Burgtor auf den Gustav-Radbruch-Platz. Quelle: 54° / Felix König

Die verunglückte Radfahrerin war schon das dritte Todesopfer 2019. „Das brachte für mich das Fass zum Überlaufen“, sagt Wolfgang Raabe, Vorsitzender des Fahrradclubs ADFC. Die „Geister-Fahrräder“ sollen daran erinnern, im Straßenverkehr Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Die Idee entstand 2003 in den USA und wurde weltweit aufgegriffen. In Deutschland wurden bisher in mindestens 24 Städten Geister-Fahrräder aufgestellt. „Das ist die eher traurige Seite unserer Arbeit“, sagt Raabe. Lübeck hat in diesem Jahr schon jetzt so viele im Straßenverkehr tödlich verunglückte Radfahrer wie seit 2006 nicht mehr.

Von Friederike Grabitz

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