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Lokales Lübeck Lübeck: Mahnwache vor der Synagoge vereint alle
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20:25 10.10.2019
Pröpstin Petra Kallies (l.) und Bischhöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (r.) bei der Mahnwache vor der Lübecker Synagoge. Quelle: König/Agentur 54°
Innenstadt

Etwa 60 Menschen haben am Donnerstagabend vor der Synagoge an der St.-Annen-Straße an einer Mahnwache teilgenommen. Sie waren einem Aufruf der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit gefolgt, die nach dem Angriff auf eine Synagoge in Halle ein Zeichen der Trauer und Verbundenheit setzen wollte.

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Neben vielen Vertretern der evangelischen Kirche nahmen auch der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Lübeck, Alexander Olschanski, und Vertreter der Islamischen Gemeinde Lübeck an der Mahnwache teil.

Nachricht kam während des Gottesdienstes

Unter Tränen berichtete Irina Olschanski, die Ehefrau des Gemeinde-Vorsitzenden, wie die Nachricht von dem Geschehen in Halle die Gemeinde während der Feiern zum Jom-Kippur-Fest erreicht habe. „Unsere mutigen Mitglieder sind danach wieder in die Synagoge gegangen“, sagte sie. „Wir werden zu jedem Schabbat und zu jedem Feiertag Gottesdienst feiern.“

60 Menschen zeigen vor der Synagoge in der St.-Annen-Straße ihre Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinde.

Bischöfin: Bildet am Schabbat Menschenketten!

Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Nordkirche, rief dazu auf, am heutigen Schabbat vor den Synagogen schützende Menschen- und Lichterketten zu bilden. Pröpstin Petra Kallies erinnerte an den Brandanschlag auf die Synagoge, der Lübeck 1994 weltweit in die Schlagzeilen brachte. Seitdem bewacht die Polizei die Synagoge. Zwei Beamten, von denen einer eine Maschinenpistole trug, begleiteten die Mahnwache.

Muslime zeigen ihre Anteilnahme

Hüseyin Ertugrul vertrat die Islamische Gemeinde Lübeck, zu der die Moschee in der Katharinenstraße gehört. „Wir sind mit der Synagoge sehr eng verbunden“, sagte er den LN. „Deswegen wollten wir unsere Anteilnahme aussprechen.“

Kurz vor Ende der Mahnwache rief eine Frau: „Ich bin Atheistin, und ich bin auch solidarisch.“

Von Hanno Kabel

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