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Lübeck Neues Baugebiet mit Platz für 350 Menschen
Lokales Lübeck Neues Baugebiet mit Platz für 350 Menschen
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16:57 28.05.2019
Bauschild an der Kronsforder Landstraße: Auf dem 5,2 Hektar großen Areal entsteht ein neues Wohngebiet. Quelle: Holger Kröger
St. Jürgen

Schöner Wohnen am Stadtrand: Ein neues Zuhause für 350 Menschen wird gerade errichtet – im Südwesten Lübecks. Auf dem 5,2 Hektar großen Areal an der Kronsforder Landstraße werden 30 Millionen Euro investiert. Dort entstehen 118 Häuser und Wohnungen. Jetzt rollen die ersten Bagger. Arbeiter verlegen Leitungen und bauen die Zufahrtsstraße. Baustart für die Häuser ist im Frühjahr 2020. Fertig soll alles 2021 sein.

Freut sich über das große Interesse am neuen Baugebiet Rothebek II: Projektleiter Peter Achterberg vom städtischen Koordinierungsbüro Wirtschaft (KWL). Quelle: Lutz Roeßler

„Die Nachfrage war riesengroß“, sagt Peter Achterberg, Projektleiter beim Koordinierungsbüro Wirtschaft (KWL). Das städtische Unternehmen entwickelt das Baugebiet Rothebek II – alle Grundstücke sind schon weg. Beliebt sind vor allem die Bauplätze für Einfamilienhäuser. Dafür hat Achterberg vier Mal so viele Anfragen erhalten wie er Grundstücke anbieten konnte. In dem neuen Wohngebiet gibt es 44 Bauplätze, auf denen jeder das Einfamilienhaus errichten kann, das er möchte. 198 Menschen haben danach gefragt. Zudem werden weitere vier Doppelhäuser gebaut. Diese Häuser werden alle im mittleren und hinteren Areal des Wohngebietes angesiedelt.

Neues Zuhause gefunden: Tim und Antonia Gnoerrlich (beide 32) mit Sohn Richard bauen im neuen Wohngebiet Rothebek II. Auf dem Erdhügel tollen ihre anderen Kinder (v.l.) Konrad, Ferdinand und Dorothea. Quelle: Lutz Roeßler

Das neue Zuhause von Familie Gnoerrlich wird direkt an die neue Obstwiese angrenzen. Die Wiese bildet den Abschluss des Wohngebietes. Dort werden 100 Bäume gepflanzt, ein Teich eingerichtet – und ein Kinderspielplatz. Es ist eines der schönsten Grundstücke in Rothebek II. „Von der Lage her ist das super für uns“, sagt Tim Gnoerrlich (32). Er und seine Frau Antonia (32) arbeiten nur 800 Meter entfernt. Sie haben vier Kinder. Ein Fünftes kommt demnächst auf die Welt. Mit so einer großen Familie hatten sie es schwer ein bezahlbares Haus zu finden. Zwei Jahre lang sind sie schon auf der Suche. Die Häuser waren entweder zu teuer. Oder andere Interessenten haben den Vorzug bekommen, die den Kaufpreis bar auf den Tisch legen konnten. Deshalb sind die beiden froh, dass sie das Grundstück gefunden haben. Das Mindestgebot lag bei 285 Euro pro Quadratmeter.

So soll das neue Baugebiet Rothebek aufgeteilt werden. Quelle: KWL

Als neue Nachbarn werden ein paar Häuser weiter Marina Krebs (32) und ihr Verlobter einziehen. „Es war die beste Chance, die sich uns geboten hat“, sagt die junge Lehrerin. „Und wir haben sie gleich ergriffen.“ Derzeit wohnt das Paar noch in Kiel und pendelt nach Bargteheide. Doch als Lübeckerin wolle sie zurück in die Hansestadt. Sie haben das Grundstück als „Starter-Haushalt“ bekommen. Junge Paare und Familien, die bisher noch kein Eigentum haben. Für diese Interessenten gab es die Grundstücke zum Festpreis von 285 Euro pro Quadratmeter.

Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser säumen die Zufahrtsstraße

In das neue Wohngebiet führt demnächst eine Zufahrtsstraße. Daran werden links und rechts weitere Häuser platziert. Zwei Riegel aus Reihenhäusern säumen die Straße – mit jeweils fünf Häusern. Des Weiteren werden dort vier Mehrfamilienhäuser gebaut – mit jeweils fünf Wohnungen. Diese Gebäude entwickelt die Hanseatischen Immobilien Treuhand (HIT). Außerdem: An der Kronsforder Landstraße werden vier größere Gebäude-Riegel errichtet, die sich in zwei Reihen anordnen. Sie werden zwei bis drei Stockwerke haben. Darin werden 33 Sozialwohnungen entstehen. Der Clou: Elf davon werden als eine Art Reihenhäuser errichtet.

Probiert eine neue Art von Sozialwohnungen aus: Matthias Rasch, Geschäftsführer der städtischen Grundstücks-Gesellschaft Trave. Quelle: 54°

Reihenhäuser als Sozialwohnungen

„Solch einen Typus gibt es bislang noch nicht“, sagt Matthias Rasch, Chef der städtischen Grundstücks-Gesellschaft Trave. Sie baut die Sozialwohnungen. Diese Reihenhäuser haben zwei Geschosse und messen jeweils 85 bis 90 Quadratmeter. „Es ist eine Art Mischung aus Reihen- und Mehrfamilienhaus“, sagt Rasch. Außerdem baut die Trave eine Kindertagesstätte. Sie ist ebenfalls an der Kronsforder Landstraße platziert. Dort sollen vier Gruppen untergebracht werden. „Wir hoffen, dass wir eingeschossig bauen können“, sagt Rasch. Entwickelt wird das Gebäude mit dem Kita-Betreiber. Der wird gerade gesucht. Rasch will dann so schnell wie möglich bauen. Wenn die Einfamilienhäuser stehen, soll die Kita fertig sein. Damit die neuen Bewohner wie Familie Gnoerrlich ihre Kinder dort unterbringen können.

Josephine von Zastrow

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