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Lokales Lübeck Lübeck: Reger Wechsel bei Schulleitern
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07:48 17.08.2019
Jelka Sadowski ist die neue Leiterin des Trave-Gymnasiums und wurde am Freitag in ihr Amt eingeführt. Quelle: Rüdiger Jacob
Kücknitz

Locker, leger und lächelnd: So hat sich Jelka Sadowski, die neue Leiterin des Trave-Gymnasiums, den Schülern vorgestellt. Und die haben von ihrer neuen Schulleiterin gleich ein Frühstück an frischer Luft geschenkt bekommen. Alle 400 Schüler haben sich am Freitagvormittag auf dem Schulhof eingefunden, um auf Holztischen gemeinsam zu frühstücken. Am Mittag wurde Sadowski offiziell in ihr Amt eingeführt.

„Ihr seid mein Sonnenblumenfeld“, bedankte sich Jelka Sadowski bei den Schülern für die vielen Sonnenblumen, mit denen die Schüler die Tische eingedeckt hatten. „Das sind meine Lieblingsblumen.“ Fleißige Mütter aus dem Bistroteam hatten am Morgen 600 Brötchen geschmiert. Von den Kunstlehrerinnen Birte Tränkner und Herdis Lüth gab es zur Begrüßung ein von ihnen auf dem Boden des Schulhofes gemaltes Mandala im Riesenformat, welches von Schülern ausgemalt wurde – insgesamt eine attraktive Freiluftveranstaltung und ein entspannter Auftritt der neuen Schulleiterin.

Neue Rektorin schätzt die familiäre Atmosphäre

„Schule ist für mich ein Lern- und Lebensort. Wir haben es gemeinsam in der Hand, ihn zu gestalten“, sagt Sadowski. Außerdem schätze sie die familiäre Atmosphäre der Schule, mag kurze Wege und möchte das Miteinander mit dem Stadtteil fördern.

Die 42-jährige, gebürtige Hannoveranerin, die an der Nordsee aufgewachsen ist, lebt mit Mann und zwei Töchtern in Ostholstein. Jelka Sadowski liebt die französische Kultur, das Reisen, und lässt sich gerne bekochen. Als Ausgleich zum Berufsalltag ist die Schulleiterin oft im eigenen, wildblühenden Garten, „da, wo man an nichts mehr denken muss.“

Eigentlich wollte Torsten Fust nach Berlin, landete aber in Lübeck

Er kommt aus Hongkong, wollte eigentlich nach Berlin und landete in Lübeck: Torsten Fust, Berufsschullehrer für Wirtschaft und Deutsch, hat als neuer Schulleiter der Otto-Mortzfeld-Schule in der Beethovenstraße angeheuert. Der 46-jährige Pädagoge, der in Aachen studiert hat, hat insgesamt neun Jahre lang an der Deutsch-Schweizerischen Schule in Hongkong Spedition, Logistik, Groß- und Außenhandel unterrichtet.

Die Oberschule zum Dom sucht einen neuen Rektor, die Mortzfeld-Berufsschule hat einen gefunden.

Fust löst Rüdiger Knoll ab, der insgesamt 27 Jahre lang an der privaten Berufsschule in der Beethovenstraße wirkte und viele Jahre Schulleiter war. Andreas Hagenkötter, Geschäftsführer der Mortzfeld-Schule, musste einige Zeit nach einem Nachfolger suchen. Hagenkötter: „Es wird immer schwieriger, Lehrer oder gar Schulleiter zu finden.“ Zumal die private Berufsschule die Pädagogen nicht zu Beamten machen kann.

Mit Altstadt und Ostsee konnte er Torsten Fust schließlich überzeugen. „Eine Berufsschule zu leiten, ist eine tolle Aufgabe, und das dann auch noch in einer so wunderbaren Stadt – da musste ich einfach zugreifen“, freut sich der der Neu-Lübecker auf die Aufgabe. Fust will die Digitalisierung voranbringen, Laptop-Klassen einrichten und das berufliche Gymnasium wieder beleben.

OzD sucht neuen Schulleiter

Er ist dann mal weg: Oliver Schaefer, der sechs Jahre lang die Oberschule zum Dom (OzD) leitete, hat die Leitung der Deutsch-Norwegischen Schule in Oslo übernommen. „Mitte Mai bekam ich die Zusage“, erklärt Schaefer auf LN-Anfrage, „danach haben wir unter Hochdruck die Übersiedlung der Familie geplant.“

Unter Langeweile hat Schaefer an der OzD nicht gelitten. Das alte Gebäude hielt ihn mit Wasserschäden, Statikproblemen in der Aula, eisigen Temperaturen in der Turnhalle und dem Bau einer Mensa auf Trab. Unter Schaefer stiegen die Anmeldezahlen, wurde der 90-Minutentakt im Unterricht eingeführt und ein Fitnesszentrum geplant.

Schaefer hatte schon immer ein Faible für die nordische Mentalität und Lebensweise. „Die Menschen, die Natur und die Kombination aus Moderne und gemütlichem Lebensstil haben mich und meine Familie letztendlich auch zu der Entscheidung gebracht, eine Bewerbung auf die ausgeschriebene Stelle auf den Weg zu bringen“, erklärt der Pädagoge, der ein Haus in der Nähe der berühmten Skisprungschanze am Holmenkollen gefunden hat. Seine Stelle an der OzD ist ausgeschrieben.

Von Rüdiger Jacob und Kai Dordowsky

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