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Lübeck Taxifahren in Lübeck wird teurer
Lokales Lübeck Taxifahren in Lübeck wird teurer
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12:05 31.12.2018
Vier Jahre lang haben die Taxiunternehmer die Preise nicht erhöht. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

Ohne jede Debatte haben die Kommunalpolitiker eine Erhöhung der Taxipreise durchgewinkt. Zum 1. Januar 2019 steigen die Beförderungsentgelte zwischen 8,6 und 11,3 Prozent. „Die Erhöhung ist ausgewogen und angemessen“, sagt Mischa Jelen, bei der Stadt für dieses Thema zuständig. „Berechnet auf vier Jahre sind das zwei bis 2,5 Prozent mehr pro Jahr“, erklärt Thomas Krotz, Landesvorsitzender des Taxi- und Mietwagengewerbes.

222 Taxen in Lübeck

Insgesamt sind in Lübeck nach Angaben der Stadt 138 Unternehmer mit 222 Taxen registriert. Seit der Aufhebung der Wartelisten zum 1. Juli 2010 liegt die Zahl der Taxen konstant bei 220 bis 225.

Am 23. Dezember wurde in den Lübecker Nachrichten unter der Rubrik „Öffentliche Bekanntmachungen“ auf die neue Stadtverordnung hingewiesen. Die Bekanntmachung erfolgt innerhalb von drei Tagen nach diesem Hinweis unter www.bekanntmachungen.luebeck.de. Einen Tag nach Veröffentlichung tritt die neue Stadtverordnung in Kraft. Die Taxiunternehmer dürfen den neuen Tarif jedoch erst dann ansetzen, wenn auch die Taxameter in den Fahrzeugen geeicht sind. Das Eichamt wird die Eichungen erst nach Inkrafttreten der Stadtverordnung vornehmen.

Die Taxiunternehmer haben vier Jahre stillgehalten. Die letzten Erhöhungen waren im Oktober 2014 und Januar 2015. Durch den Mindestlohn würden die Lohnkosten der Unternehmer 2019 weiter steigen. Höhere Benzinpreise und teurere Kfz-Versicherungen sollen durch die Preisanhebung abgefedert werden. Anfang 2017 wurden neue Taxameter eingeführt, die das Finanzamt auslesen kann. Auch diese Investition schulterten die Betriebe.

Am unteren Ende im Landesvergleich

Früher waren sich nicht alle Taxiverbände über Preiserhöhungen einig. Das ist dieses Mal anders. „Die Anhebung ist auf jeden Fall angemessen“, sagt Andreas Wagner, Geschäftsführer der Lübecker Funktaxen, bei denen sich 87 Unternehmer zusammengeschlossen haben. „Bahn und Stadtverkehr erhöhen jedes Jahr ein bisschen.“ Thomas Kollin, Geschäftsführer von Minicar und Citycar mit 38 Fahrzeugen, sagt: „Wir sind für die Erhöhung.“ André Marx, der das Taxiforum im Internet betreibt: „Wir bewegen uns auf das Jahr berechnet mit der Anhebung in etwa im Bereich des Inflationsausgleichs.“

André Marx vom Taxiforum erlebt seine zehnte Preiserhöhung. Quelle: Lutz Roeßler

Die Stadtverwaltung hat die Preisanhebungen nach Entfernung aufgelistet. Zwei Kilometer kosten ab nächstem Jahr 7,60 statt sieben Euro – das sind 8,6 Prozent mehr. Für eine vier Kilometer lange Strecke zahlt der Kunde 11,20 statt 10,20 Euro, für sechs Kilometer 1,40 Euro mehr (14,80), bei acht Kilometern sind 18,20 statt 16,40 Euro fällig, und bei zehn Kilometern stehen 21,60 Euro auf der Uhr – das sind 11,3 Prozent mehr.

Lübeck und Kiel liegen mit ihren Taxipreisen eher am unteren Ende in Schleswig-Holstein“, berichtet der Landesvorsitzende Krotz. Taxen müssen als Teil des öffentlichen Nahverkehrs auch in Zeiten befördern, in denen nur wenige Menschen unterwegs sind. Krotz: „Das muss eingepreist werden.“

Vielleicht ein bisschen weniger Trinkgeld

André Marx ist überzeugt, dass durch die Preisanhebung keine Kunden verloren gehen. „Ich bin seit 30 Jahren im Beruf und erlebe meine zehnte Tariferhöhung“, sagt Marx, „vielleicht gibt es künftig ein bisschen weniger Trinkgeld von den Kunden.“

Das Gewerbe habe derzeit ganz andere Sorgen, sagen die Vertreter. „Wir haben Schwierigkeiten, Fahrer zu finden“, erklärt Thomas Kollin von Minicar und Citycar. Der Diesel-Skandal mache der Branche zu schaffen, berichtet Landesvorsitzender Krotz. „Der Wertverlust von Dieselfahrzeugen ist enorm, der Wiederverkaufswert fällt in den Keller“, so Krotz. Auch private Fahrdienste würden den Taxiunternehmen Kunden wegnehmen. „Die bieten ganze Stadtfahrten für zehn Euro an“, rechnet Krotz vor, „aber die sind nicht versichert.“ Davor müsse man die Kunden warnen. Krotz kritisiert: „Diese privaten Fahrdienste sind illegal.“

Kai Dordowsky

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