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Lokales Lübeck Lübeck: Abriss schafft Platz für landesweites Pilotprojekt
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12:27 12.12.2019
Seit Montag reißt die Firma Grabowski im Auftrag der „Trave“ den letzten Wohnblock im Moislinger Schneewittchenweg ab. Auf dem Grundstück ist eine besondere Wohnform geplant. Quelle: Holger Kröger
Moisling

Seit Montag ist die Lübecker Firma Grabowski auf dem Grundstück Schneewittchenweg 3-5 mit ihrem Abrissbagger zugange. Nachdem die GrundstücksgesellschaftTrave“ bis 2018 auf der gegenüber liegenden Straßenseite 93 neue Wohnungen gebaut hat, soll nun auch der letzte, wenig schmucke Wohnblock mit einst 24 Wohnungen im Schneewittchenweg weichen.

Grundstück Ende Januar geräumt

Laut Abrissunternehmer Dirk Grabowski sind es rund 6500 Kubikmeter umbauter Raum. Ein wenig verbauter Asbest sei gleich zu Beginn fachgerecht abgearbeitet und entsorgt worden, „alles andere, was beim Abriss anfällt, ist konventioneller Bauschutt.“ Bis zum 20. Dezember soll das Gelände grob geräumt sein, nach der Weihnachtspause wird weitergemacht. „Ich denke, dass wir Ende Januar damit durch sind.“

Wohnungen ausschließlich für Behinderte

Doch was passiert auf dem Grundstück? Laut „Trave“-Chef Dr. Matthias Rasch werden hier keine weiteren „normalen“ Wohnungen gebaut. „Wir planen im Zusammenarbeit mit der Marli GmbH 31 Wohnungen für Menschen mit Behinderung“, sagt Rasch. Für die Wohnungen solle dann die Marli GmbH das Belegungsrecht haben.

Komplette Wohnungen mit besonderen Einbauten

Bisher verfüge man meist über stationäre Wohnformen, so Marli-Prokuristin Birte Reinberg. Heißt: In einer Wohnung mit Betreuung belegen Menschen mit Behinderung einzelne Zimmer. Im Schneewittchenweg soll nun jeder eine eigene, komplette Wohnung mit entsprechenden Einbauten bekommen. Natürlich gebe es auch im Haus Gemeinschaftsräume, „und wir wollen uns auch gern in den Sozialraum Moisling öffnen“, sagt Reinberg, „so dass zum Beispiel auch andere aus dem Stadtteil unsere Räume nutzen können.“

Pilotprojekt für Schleswig-Holstein

Doch bis dahin dauert es noch eine Weile. „Zunächst einmal muss der Bauantrag genehmigt werden, dann müssen wir öffentlich ausschreiben“, sagt Matthias Rasch. Wenn alles gut laufe, könne im Sommer 2020 mit dem Neubau begonnen werden, „mit Glück sind die Wohnungen dann Ende 2021 fertig.“ Der „Trave“-Chef spricht von einem Pilotprojekt – „nicht nur für Lübeck, sondern für ganz Schleswig-Holstein.“

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