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Lübeck 2030: So viele Autos fahren über den Priwall
Lokales Lübeck 2030: So viele Autos fahren über den Priwall
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16:26 27.02.2019
Die Zahl der Autos auf dem Priwall steigt. Deshalb soll die Mecklenburger Landstraße ausgebaut werden. Quelle: Thomas Krohn
Travemünde

Es werden mehr: Auf dem Priwall sollen täglich bis zu 3500 Wagen entlangfahren – jedenfalls im Jahr 2030. Das geht aus einer Verkehrsprognose hervor, die die Stadt in Auftrag gegeben hat. Deshalb soll die Mecklenburger Landstraße umgebaut werden – für 1,9 Millionen Euro.

Der Hintergrund: Auf dem Priwall wohnen 1500 Lübecker. Doch im Sommer strömen die Touristen auf die Halbinsel. Geschätzt machen jährlich 22 000 Gäste eine Woche Urlaub auf dem Priwall, gerechnet wird jetzt mit etwa 65 000. Daher steigt die Zahl der Autos – vor allem auf der Mecklenburger Landstraße. Sie führt geradewegs über die Halbinsel, über sie fahren die Touristen zu den ihren Ferienunterkünften. Entweder zur neuen Ferienanlage Waterfront, zu den dänischen Ferienhäusern oder zur Wochenendhaussiedlung. Vor allem freitags reisen die meisten Urlauber an, erklären die Betreiber der Ferienanlagen.

Mehr Autos als 2015

Die Zahlen: 2030 wird freitags mit bis zu 3550 Autos pro Tag gerechnet auf der Mecklenburger Landstraße Höhe Kohlenhof. Das ist das Ergebnis des Gutachtens. Der Vergleich: 2015 fuhren dort 2500 entlang. Das ist eine Erhöhung um 50 Prozent. Allerdings: Im August 2002 rollten noch mehr Wagen über die Mecklenburger Landstraße. Da waren es 3440 Autos – zwei Prozent weniger als 2030.

Drei Priwallfähren

Das Fazit der Gutachter ist eindeutig: Es muss sich etwas verändern auf dem Priwall. So sollte es künftig drei Fähren geben, die Urlauber samt Autos von Travemünde aus auf die Halbinsel verschiffen. Zumindest freitags und sonnabends. Aktuell sind regelmäßig zwei Priwallfähren im Einsatz. Außerdem muss der Priwall-Fährvorplatz umgestaltet werden, damit die vielen Autos dort vor der Fähre warten können. Aktuell gibt es dort bereits neue Markierungen.

Ausbau der Mecklenburger Landstraße

Außerdem: Die zwei Kilometer lange Mecklenburger Landstraße soll ausgebaut werden. Die Straße wird verbreitert, damit auch Radfahrer Platz haben. Allerdings muss dafür eine Baumreihe auf 900 Meter Länge gefällt werden. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,9 Millionen Euro. Auf der Mecklenburger Straße soll weiter Tempo 30 gelten. Für den Ausbau wird sie in vier Abschnitte eingeteilt.

Das sagen die Priwallbewohner

Aktuell diskutiert die Stadt das Gutachten mit den Priwallbewohnern. Die haben andere Ideen für ihre Halbinsel. Denn sie wollen die Birkenallee an der Mecklenburger Landstraße erhalten. Das Gutachten indes schlägt das Abholzen vor, damit die Straße breiter wird – und auch die Radfahrer dort fahren können. „Wir sind in Gesprächen mit der Verwaltung“, sagt Eckhard Erdmann, Vorsitzender der Gemeinschaft der Priwallbewohner.

Nummer eins verläuft vom Pötenitzer Weg bis zur Wiekstraße. Dort ist zwischen den Vorgärten auf jeder Straßenseite 18 Meter Platz. In der Mitte der Straße fahren die Autos – auf einer Spur pro Richtung. Daneben erhalten die Radfahrer Platz auf jeder Seite. Es folgen die Bäume auf jeder Seite, mit Stellplätzen und jeweils einem Gehweg.  

Abschnitt Nummer zwei und drei sind gleich breit. Sie verlaufen einmal von der Straße Kohlenhof bis zum Pötenitzer Weg und einmal vom Campingplatz bis zur Wiekstraße. Die Breite beträgt zwölf Meter, sie soll auf 14,50 Meter verbreitert werden. Dort gibt es für Autos jeweils eine Spur, die Radfahrer erhalten ebenfalls eine Spur pro Richtung. Nur auf einer Seite werden zwischen den Bäumen Stellplätze platziert – und ein Gehweg eingerichtet.

In der Hochsaison gibt’s Stau: Über den Priwall führt nur die Mecklenburger Straße.

Abschnitt Nummer vier erstreckt sich vom Campingplatz bis zur Grenze nach Mecklenburg-Vorpommern. Dort ist die Straße neun Meter breit. Sie soll auf elf Meter verbreitert werden. Die Autofahrer bekommen eine Fahrspur pro Richtung, Radfahrer ebenfalls. Außerdem soll auf einer Seite ein Gehweg entstehen, auf der anderen Seite Bäume gepflanzt werden.

Ideen für Parkplätze

Es wird wild geparkt auf dem Priwall. Platz für einen öffentlichen Parkplatz gibt es nicht. Vorhanden ist nur ein Parkplatz mit 40 Stellplätzen gleich an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Ein Stellplatz-Management ist daher die Forderung der Gutachter. Sie schlagen ein Drei-Stufen-Modell vor. Nummer eins: kostenloses Parken für zwei bis drei Stunden. Nummer zwei: Parkscheine, die so viel kosten wie auf der Travemünder Seite. Nummer drei: saisonale Bewohner-Parkausweise, sollten die Touristen in den Wohnstraßen parken.

Josephine von Zastrow

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