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Lokales Lübeck Lübeck Übermorgen diskutiert Visionen für Travemünde im Jahr 2040
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12:21 28.06.2019
Die Stadtteilveranstaltung von „Lübeck Übermorgen“ im Arosa Travemünde war gut besucht. Quelle: Michael Hollinde
Travemünde

Wenn das Ambiente Symbolcharakter haben soll, für „das“ Travemünde im Jahre 2040, dann wird das Ostseebad in 21 Jahren richtig chic und stilvoll sein. Denn die Lübecker Verwaltung hat in der Reihe „Lübeck Übermorgen“ diesmal ins Arosa Hotel, dem Vier-Sterne-Wellnessresort an der Außenallee geladen. Nach Stadtteilveranstaltungen in der Altstadtinsel, St. Gertrud, St. Lorenz Süd sowie Buntekuh steht an diesem Abend das Ostseebad im Mittelpunkt. Ziel ist es jeweils, gemeinsam mit den Einwohnern Visionen für die Zukunft des Stadtteils zu diskutieren und zu entwickeln.

Denkanstöße zur Stadtteilentwicklung

Die vier Saalecken sind als offene Diskussionsforen gestaltet; hier warten die Experten des jeweiligen städtischen Fachbereiches an Bistro-Tischen auf Gesprächspartner, bereit, um über strittige Themen zu reden und Denkanstöße aufzunehmen. Und um möglichst konkret werden zu können, hat die Verwaltung diverse Infotafeln aufgestellt, die unter anderem mit Plänen zur Flächennutzung und Freiraumentwicklung, zur Hafenentwicklung sowie zur Mobilitätsdebatte im Stadtteil bestückt sind.

Fünf weitere Zukunftsdialoge geplant

„Wir haben für den Abend schon rund 111 Anmeldungen, aber wir rechnen damit, dass es noch mehr werden“, ist Christian Stolte aus dem Bereich Stadtplanung und Bauordnung sehr zufrieden. Er kündigt an, dass es in der zweiten Jahreshälfte fünf weitere Zukunftsdialoge „Lübeck Übermorgen“ geben wird, sodass am Jahresende alle lübschen Stadtteile erfasst sein werden. „Die gesammelten Ideen der Bürgerinnen und Bürger werden abschließend den einzelnen Planwerken zugeordnet“, sagt Stolte. „Wir möchten transparent machen, wie wir mit den Vorschlägen umgehen.“

Einwohner als Experten des Stadtteils

Inzwischen füllt sich der Saal immer mehr; und schon jetzt wird in den einzelnen Ecken über dargestellte städtische Vorhaben angeregt debattiert. Als Bausenatorin Joanna Hagen schließlich ihre Begrüßungsworte spricht, kehrt Ruhe ein. „Wir haben zwei große Themenblöcke für Sie“, so die Senatorin, „das eine ist die Information; wir möchten Ihnen also unsere Planungen vorstellen sowie die Menschen in der Verwaltung, die mit den Planungen befasst sind.“ Andererseits werde es zwei Workshop-Runden zu sechs Thematiken geben, in denen die Ideen der Travemünder gesammelt werden sollen. „Schließlich sind Sie in Ihrem Stadtteil die Experten“, betont Hagen.

Verkehr und Tourismus als gefragte Themen

„Mobilität“ sowie „Tourismus“ werden die am stärksten frequentierten Workshops. Dass die erstgenannte Thematik generationenabhängig beantwortet wird, zeigt sich in den Reaktionen. Gerade für die älteren Einwohner dreht sich vieles um das Auto, um zum Beispiel Verfügbarkeit innerörtlicher Parkplätze sowie eine zweite Hauptanbindung des Stadtkerns. Shuttlebusse sowie eine generelle Stärkung des ÖPNV und der Ausbau der Radwege wird von der jüngeren Generation eingebracht. Beim Stichwort touristische Entwicklung fordern viele für die Zukunft insbesondere mehr Qualität statt Quantität.

Konstruktiver und produktiver Austausch

Insgesamt sei die Arbeitsatmosphäre sehr konstruktiv und produktiv gewesen, resümiert Stadtplaner Christian Stolte. Das habe er bei vergleichbaren Veranstaltungen in Travemünde auch schon anders erlebt. Auch Einwohner Dr. Martin Barde gefällt das Format. „Durch den direkten Draht zu den Fachbereichsmitarbeitern war ein intensiver und konkreter Austausch gewährleistet“, lobt der Streuobstunternehmer aus dem Ostseebad. Ortsrats-Vorstand Gerd Schröder hingegen bemängelt, dass ihn vielmehr das Verkehrskonzept für „Lübeck Morgen“ interessiere, bevor man sich um „Lübeck Übermorgen“ kümmere.

Ergebnisse im August abrufbar

Moderatorin Katharine Wegner von der ausrichtenden Hamburger Agentur „Tollerort“ verspricht jedenfalls, dass die Dokumentation des Abends im Laufe des August auf der Seite von „Lübeck Übermorgen“ abrufbar sein wird (). Und die nächsten Termine stehen auch bereits fest: für St. Jürgen am 27. August im Audimax der Universität und für St. Lorenz Nord am 12. September in der Emil-Possehl-Schule. „Und im Laufe des nächsten Jahres wollen wir zum Abschluss eine gesamtstädtische Stadtentwicklungskonferenz veranstalten“, sagt Christian Stolte.

Michael Hollinde

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