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Lübeck Vielfalt leben: Wochen der Bildung für und mit Migranten
Lokales Lübeck Vielfalt leben: Wochen der Bildung für und mit Migranten
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18:41 06.05.2019
Das Haus der Kulturen lädt zu den Wochen der Bildung und Weiterbildung für Chancengerechtigkeit und Vielfalt ein. Monika Mysliwiec (v. l.), Peter Junk, Kimia Bakshi Zajkani und Ilhan Isözen, Leiter der Interkulturellen Bildungsstätte, setzen sich mit ihren Bildungsangeboten für ein besseres Miteinander ein.
Das Haus der Kulturen lädt zu den Wochen der Bildung und Weiterbildung für Chancengerechtigkeit und Vielfalt ein. Monika Mysliwiec (v. l.), Peter Junk, Kimia Bakshi Zajkani und Ilhan Isözen, Leiter der Interkulturellen Bildungsstätte, setzen sich mit ihren Bildungsangeboten für ein besseres Miteinander ein. Quelle: Josephine Andreoli
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 Viel zu selten nehmen Menschen mit Migrationshintergrund an beruflichen Fort- und Weiterbildungen teil. Die Folge: überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit. Das Haus der Kulturen in Lübeck dient als interkulturelle Bildungsstätte für jedermann. In den Wochen vom 8. Mai bis zum 4. Juni veranstaltet die Institution Weiterbildungswochen von, für und mit Migranten.

Unter dem Motto „Vielfalt leben – Wochen der Bildung und Weiterbildung für Chancengerechtigkeit und Vielfalt“ möchte das Haus der Kulturen zu einem besseren Miteinander beitragen. Die jährlich wiederkehrende Veranstaltungsreihe wird bundesweit ausgerichtet. Das Haus der Kulturen in Lübeck ist nun bereits zum vierten Mal dabei.

„Man bekommt von vielen Seiten mit, dass es Probleme gibt. Dass Leute Angst haben vor den Einwanderungswellen“, sagt Ilhan Isözen, Leiter der Interkulturellen Bildungsstätte. „Ängste schützen uns aber nicht vor schlimmen Entwicklungen – deshalb ist so wichtig, dass wir uns bewusst mit dem Thema Zuwanderung befassen.“ Mit den verschiedenen Angeboten möchte Isözen gegensteuern: „Wir wollen diese Vielfalt – und wir wollen vor allem die Spaltung der Gesellschaft verhindern.“

Den Auftakt feiert die Veranstaltungsreihe am Mittwoch, 8. Mai, um 17 Uhr mit einem Runden Sprachtisch, der einen Austausch und eine Reflexion über das Dolmetschen als Profession eröffnen soll. „Die Demokratie, in der wir leben, ist auch hier im hohen Maße angegriffen. Menschen werden ganz schnell abgestempelt. Und genau gegen diese Form der Minderheiten wollen wir uns hier einsetzen“, betont Isözen.

Josephine Andreoli