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Lübeck 30 Jahre Lübecker Interkulturelle Wochen
Lokales Lübeck 30 Jahre Lübecker Interkulturelle Wochen
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15:55 09.09.2019
Es brillierte der Chor der Alevitischen Gemeinde Lübeck. Quelle: Lutz Roeßler
Innenstadt

Mit einem Jubiläumsfestakt sind am Sonntag die Interkulturellen Wochen eröffnet worden. Gefeiert wird das 30-jährige Bestehen der kulturellen Wochen. Sie locken mit Konzerten, Tänzen, Ausstellungen, Vorträgen, Filmen und bunten Festen. 120 Gäste kamen zur Feier in den Audienzsaal des Rathauses.

„Musik ist eine universelle Sprache“

Lübecks Innensenator Ludger Hinsen (CDU) sprach von einer „Arbeit, die nie wichtiger gewesen ist als heute“. Es komme auf das Zusammenspiel von Individualität und Kulturen an, so Hinsen. „Wir dürfen nicht in die Falle laufen, hinter den Kulturen die Individuen zu vergessen“, sagte der Senator. „Interkulturalität ist keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung.“ Hinsen zeigte sich vor allem von den orientalischen Klängen angetan. „Musik ist eine universelle Sprache. So begrüßt zu werden, ist einfach wunderschön.“ Und so war der Jubiläumsfestakt ein Nachmittag mit viel Musik. Es brillierten der Chor der Alevitischen Gemeinde Lübeck mit Liedern von Liebe und Leid, das Prisma-Ensemble und drei Musiker von Kammerpop mit einem Potpourri der Weltmusik.

Zusammen leben, zusammen wachsen

Sonja Klüver, Projektkoordinatorin im Haus der Kulturen, zeigte eine Powerpoint-Präsentation mit einer kleinen Bilderreise und einem Rückblick auf 30 Jahre Kulturelle Wochen in Lübeck. Und die werden immer größer: Etwa 80 Veranstaltungen sind in diesem Jahr geplant. „Und es gibt immer noch neue Meldungen von Leuten, die gerne aktiv mitwirken möchten“, sagte Ilhan Işözen, Leiter der ausrichtenden Interkulturellen Begegnungsstätte (IKB). „Zusammen leben, zusammen wachsen“, lautet das Motto der Wochen.

30 Jahre tolle Arbeit

Adama Logosu-Teko vom Bundesvorstand Netzwerke von Migrantenorganisationen (Nemo) zollte dem Haus der Kulturen und der Stadt Lübeck Respekt. „Sie haben bewiesen, dass Sie sich nicht erst seit gestern mit der Interkulturalität auseinandersetzen“, so Logosu-Teko. Immerhin hätten 25 Prozent aller Lübecker einen Migrationshintergrund. „Bezieht man die Flüchtlinge während und nach des Krieges mit ein, ist der Anteil noch viel höher“, rechnete der Nemo-Vertreter vor. Für die „ununterbrochene, tolle Arbeit in 30 Jahren“ bedankte sich Sermin Nolte, Vorstandssprecherin der Interkulturellen Begegnungsstätte, bei dem gesamten Team. Unter den Gästen des Festakt waren auch Thomas Michael Kassun, Geschäftsführer des Landespräventionsrates, und Michelle Akyurt, Fraktionschefin der Grünen.

Großes Programm

Noch bis zum 29. September läuft das vielfältige Programm der von zahlreichen Vereinen, Gruppierungen, politischen Parteien und Gesellschaften begleitenden Kulturtage. Aus dem großen Programm: Am Dienstag, 10. September, gibt es eine Schulungsreihe für Ehrenamtliche im Familienzentrum Buntekuh in der Korvettenstraße 4b. Beginn ist um 17 Uhr. Um Mach-und-Lach-Übungen zum Erfreuen des Herzens geht es am Mittwoch, 11. September, um 15 Uhr im Haus der Kulturen, Parade 12. Das vollständige Programm der Wochen gibt es unter www.hausderkulturen.eu oder auf Facebook (www.facebook.com/ikwhl).

Von Rüdiger Jacob

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