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Lübeck Dank Lübecker Arbeitsagentur: 38-Jähriger schult um
Lokales Lübeck Dank Lübecker Arbeitsagentur: 38-Jähriger schult um
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16:12 10.04.2019
Malte Hansen schult um. Markus Dusch (hinten v. l.) und Klaus-Dieter Schoofs schauen ihm über die Schulter. Quelle: Rüdiger Jacob
Kücknitz

 Malte Hansen hat viele Jahre als Betriebselektriker, Hausmeister und Bauhelfer gearbeitet. Dann machten seine Knie nicht mehr mit. Er wurde aus gesundheitlichen Gründen arbeitslos. Ohne Berufsabschluss ausgestattet schlug ihm seine Arbeitsvermittlerin eine Umschulung vor. Das bisherige Tätigkeitsfeld kam für den Bauhelfer indes nicht mehr in Frage. Nach Erörterung verschiedener Berufe kristallisierte sich die Orthopädie-Technik heraus.

Umschulung gesucht und gefunden

„Ich suchte etwas Handfestes ohne anstrengenden körperlichen Einsatz, und wollte gerne mit Kunden arbeiten“, sagt Hansen. „Bevorzugt sollte es ein kleiner Familienbetrieb sein. Und das alles habe ich gefunden.“ Seine Bewerbung stieß bei Klaus-Dieter Schoofs, Inhaber des kleinen Kücknitzer Orthopädietechnik-Betriebes, auf fruchtbaren Boden. In einem Praktikum konnte der jetzige Umschüler prüfen, ob er mit seinen Berufsvorstellungen richtig lag. „Das Praktikum war auch für mich wichtig, um Herrn Hansen kennenzulernen und zu sehen, ob er in den Betrieb passt“, sagt Schoofs. Und es passte: „Er bringt Lebenserfahrung mit, die bei unseren älteren Kunden wichtig ist.“ Das Schulische sei schon nicht so ganz einfach. „Vor allem das ungewohnte Latein“, sagt Hansen, der seit August vergangenen Jahres in der Ausbildung steht.

Technik erleichtert den Beruf

Außer ihm und dem Chef sind hier eine Frau im Büro und eine Bandagistin tätig. Es werden alle orthopädischen Hilfsmittel, Körperersatzteile, Orthese, Beinprothesen, Korsetts, Rollstühle, aber auch Schuheinlagen oder Stützstrümpfe bereitgestellt. „Unser Beruf hat sich in den letzten Jahren stark verändert und inzwischen erleichtert die Technik das Arbeiten, so dass man noch mit 80 Jahren den Beruf ausüben könnte,“ freut sich Schoofs.

Arbeitsagentur unterstützt Ausbildung

„Für einen Neustart ist es nie zu spät“, sagt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Lübecker Agentur für Arbeit. „Und Fachkräfte werden auf dem Arbeitsmarkt händeringend gesucht. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Bedarf weiter steigen“, sagt Dusch.

Ausbildung nützt bei Arbeitssuche

Eine solide berufliche Ausbildung sei deshalb „eine gute Basis“ für den beruflichen Erfolg. Die Praxis zeige, dass Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung im Durchschnitt seltener arbeitslos sind, besser entlohnt werden als angelernte Arbeitskräfte und später eine höhere Rente genießen können, so der Chef der Arbeitsagentur.

Ausbildung um ein Drittel verkürzt

„Wir unterstützen die Ausbildung von Arbeitslosen im Rahmen einer betrieblichen Umschulung“, sagt Dusch. Es handele sich dabei um ein ganz normales Ausbildungsverhältnis mit Eintrag bei der Kammer, Berufsschulunterricht und Kammerprüfung. „Statt der ursprünglichen Ausbildungsdauer absolvieren die Umschüler ihre Ausbildung jedoch in einer um mindestens ein Drittel verkürzten Form, das heißt in der Regel in zwei statt drei Jahren“, erklärt Dusch. Die Kosten für die Umschulung trägt die Agentur für Arbeit. Vorteil für Malte Hansen: Er kann weiterhin Arbeitslosengeld statt niedrigerer Ausbildungsvergütung beziehen. Vorteil für den Ausbilder: Er wird nicht belastet. „Das war für mich jedoch nicht entscheidend“, sagt Schoofs.

Rüdiger Jacob

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